Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

Wasser und Wellen mit Wasserfarben aufs Papier pusten Die Erzählung zeigt uns: Jesus ist unser Freund. Er lässt uns nicht untergehen.

Wellen aus Wasserfarben auf mit blauer Farbe und gelben Sternen bemaltem Papier
Material:
weißes Blatt Papier
Zirkel oder großer Teller und Bleistift
blaue Wasserfarbe
Becher mit Wasser
Pinsel
Trinkhalm
Papier
Schere
Kleber
 
So geht's:
1.       Zeichnet mit dem Zirkel auf das Blatt Papier einen Kreis, der genauso groß ist wie der Kreis, den ihr auf eurem Schöpfungsbild für die Erde freigelassen habt. Ihr könnt stattdessen auch einen Teller auf das Papier legen und mit dem Bleistift den Rand nachzeichnen.  
2.       Mit dem Pinsel die blaue Wasserfarbe mit viel Wasser anrühren.
3.      Nun mit dem Pinsel einen Farbklecks auf das Blatt Papier geben. Das eine Ende des Trinkhalms ganz nah an die Farbe auf dem Papier halten und am anderen Ende pusten, sodass sich die Wasserfarbe auf dem Blatt verteilt. Sie darf über den gezeichneten Bleistift-Kreis hinaus fließen!
4.       Wiederholt diesen Schritt mehrmals. Ändert dabei immer wieder die Richtung des Trinkhalms, damit die Farbe in unterschiedliche Richtungen verläuft.
5.       Den Kreis entlang der Linie ausschneiden und auf das Schöpfungsbild kleben.
 

Ein Lied für das Wasser, die freundliche Schwester

Ein Lied für das Wasser,
die freundliche Schwester,
die alles, was Leben hat, tränkt.

Aus: "Ein Lied für die Sonne" (Rolf Krenzer, Detlev Jöcker), 4. Strophe, 1. Teil
 
 
Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze braucht Wasser zum Leben – und wir brauchen es derzeit auch ganz viel zum Händewaschen. Eine "freundliche Schwester" nennt das Lied das Wasser. Der Apostel Petrus erfährt in dieser Bibelgeschichte, dass Wasser nicht immer freundlich ist…

Jesus-Geschichte aus der Bibel

Der Wind peitscht das Wasser auf. Hohe Wellen türmen sich auf dem See auf. Im Sturm treibt ein Boot hilflos auf dem Wasser. Die Wellen schlagen gegen die Bootswand und spritzen die zwölf Freunde im Boot klatschnass.

Jetzt ist einer der Männer auch noch aufgestanden! Das Boot unter seinen Füßen wackelt. Mühsam klammert er sich an der Bootswand fest. „Setz dich wieder hin, bist du verrückt, Petrus!“, ruft Andreas dem Mann durch den Sturm zu. Aber Petrus hört nicht. Jetzt lässt er mit einer Hand die Bootswand los, er gerät ins Wanken, fängt sich wieder und steigt mit einem Fuß aus dem Boot. Er steigt mit einem Fuß hinaus ins Wasser. „Petrus, bleib hier! Petrus!“, rufen die anderen im Boot. Aber Petrus beachtet sie nicht. Er ist Fischer, er kennt den See, er kennt das Wasser. Er weiß, was passieren wird, wenn er mitten auf dem See aus dem Boot aussteigt. Er weiß, dass er untergehen wird, wie ein Stein – und genauso sicher weiß er, dass das diesmal, dieses eine Mal nicht passieren wird! Denn dort draußen auf dem Wasser ist sein Freund Jesus, und Jesus hat ihn gerade zu sich gerufen.

Petrus vertraut Jesus! Er hat ihm immer vertraut. Petrus hat Jesus vertraut als der zu ihm gesagt hat: „Komm lass dein Fischerboot und komm mit mir!“ Petrus hat Jesus vertraut, als sie gemeinsam durch Dörfer und Städte gezogen sind und vom Reich Gottes erzählt haben. Petrus hat Jesus auch an diesem Abend vertraut, als Jesus zu ihm und den anderen gesagt hat: „Fahrt schon mal mit dem Boot voraus über den See, ich will alleine sein, ich komme nach.“ Petrus hat nicht gefragt, wie Jesus ohne Boot zu ihnen kommen will. Er ist losgerudert, obwohl der Himmel schon voller Wolken war. Und als mitten in der Nacht auf dem dunklen See eine helle Gestalt auf sie zu gekommen ist, da hat Petrus keine Angst gehabt (nun fast keine) – weil er gesehen hat: Das ist Jesus, mein Freund, er geht auf dem Wasser!

Auf dem Wasser laufen, das will Petrus auch! „Jesus? Bist du das? Wenn du es bist, dann sag, dass ich auf dem Wasser zu dir kommen kann!“, ruft Petrus durch den Sturm. Und Jesus ruft zurück: „Petrus, komm!“ Und nun steht Petrus an der Bootswand – einen Fuß hat er im Wasser. Nun lässt er die zweite Hand los und setzt auch den zweiten Fuß ins Wasser – und er geht nicht unter! Er steht auf dem Wasser! Er schaut nur auf Jesus. Er macht vorsichtig einen Schritt nach dem anderen auf Jesus zu.

Doch dann bläst ihm der Sturm die Haare ins Gesicht. Für einen Moment sieht Petrus Jesus nicht mehr. Wo ist sein Freund? Stattdessen sieht Petrus die hohen Wellen und er sieht das Boot. Es ist weggetrieben. Er kann es nicht mehr erreichen. Da bekommt Petrus große Angst. Er spürt die Angst und zugleich das Wasser. Er spürt es an seinen Knien, seinem Bauch, seinem Hals… Petrus versinkt. Er strampelt mit den Beinen, er rudert mit den Armen. „Jesus, hilf mir!“, ruft er, bevor die Wellen über seinem Kopf zusammenschlagen. Und dann spürt er eine Hand. Eine kräftige Hand zieht ihn wieder nach oben auf die Wasseroberfläche. Sein Freund Jesus ist da! Jesus legt den Arm um seinen Freund. „Du Kleingläubiger!“, sagt Jesus leise zu Petrus, „vertraust du mir nicht?“ Gemeinsam gehen die beiden zum Boot und steigen ein.

Die anderen Freunde staunen, was da gerade auf dem See geschehen ist. Sicher erreichen alle gemeinsam das Ufer. Lange Zeit erzählen sie niemandem von diesem seltsamen Erlebnis, auch Petrus nicht. Erst viel später erzählt Petrus davon, sehr viel später. Da ist sein Freund Jesus schon gestorben – und wieder auferstanden. Erst da vertraut Petrus und weiß – sein Freund Jesus lässt niemanden untergehen.

Deutung

Ein Freund, der da ist, wenn man ihn braucht. Das will Jesus für uns alle sein. Sicher hast du auch Freundinnen und Freunde, die für dich da sind. Es ist schön, dass es sie gibt! Und vielleicht ist jetzt gerade ein guter Moment, es ihnen bei einem Anruf oder direkt oder mit einer kleinen Postkarte zu sagen: Schön, dass du mein Freund/meine Freundin bist!


Texte: Veronika Bürker