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Architekturwettbewerb für Diözesanmuseum beginnt

Neugestaltung steht unter dem Leitgedanken von Beteiligung, Öffnung und Vielfalt
Domrektor Boeck wird Beauftragter der Projektgruppe Domberg Freising
München, 26. Februar 2015. Die Weiterentwicklung und Neugestaltung des Diözesanmuseums für christliche Kunst der Erzdiözese München und Freising und damit ein Kernelement der Umbaumaßnahmen auf dem Freisinger Domberg nimmt Gestalt an. Am Mittwoch, 25. Februar, wurden die Unterlagen an die 15 zum Planungswettbewerb zugelassenen Architekturbüros versandt. Der Wettbewerb soll bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Es ist geplant, die Siegerentwürfe auf dem Domberg zu präsentieren.
 
Zentral für die Neugestaltung des Museums wie des gesamten Dombergs ist die Idee, dass sich das Angebot stärker auf die moderne plurale Gesellschaft hin öffnen und in diese hineinwirken soll. Unter diesem Zeichen steht auch der Planungswettbewerb der Architekturbüros für das Museum. Das Preisgericht ist deshalb so zusammengesetzt, dass eine möglichst große Vielfalt an unterschiedlichen Gruppen beteiligt ist und relevante Fragestellungen repräsentiert sind. So ist beispielsweise vorgesehen, dass jeweils ein Vertreter der jüdischen und der muslimischen Glaubensgemeinschaft als Sachverständige Berater berufen werden. Zudem zählen etwa der Umweltbeauftragte und der Schwerbehindertenvertreter der Erzdiözese zu diesem Kreis, der helfen soll, möglichst sämtliche relevanten Belange in die Entscheidung miteinzubeziehen. Fachpreisrichter sind sechs Architekten, die langjährige Erfahrung im Bereich der Planung und Realisierung von Museen einbringen. Die fünf Sachpreisrichter sind der Sprecher des Priesterrats, Monsignore Michael Bartmann, der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum, Hans Tremmel, der Oberbürgermeister der Stadt Freising, Tobias Eschenbacher, Museumsdirektor Christoph Kürzeder und der Erzbischöfliche Finanzdirektor Markus Reif.
 
Das Diözesanmuseum zählt mit seinen rund 40.000 Exponaten zu den größten kirchlichen Museen der Welt. Sein Spektrum deckt alle wichtigen Bereiche religiöser Kunst und Kultur und alle Epochen der europäischen Kunstgeschichte ab. Der Siegesentwurf soll die Sammlung neu präsentieren und zugleich Sonderausstellungsflächen schaffen und das Profil des Hauses als kirchliche Einrichtung schärfen. Die Planung soll sowohl die historische Bausubstanz berücksichtigen, bestehende Mängel wie zum Beispiel am Tragwerk und insbesondere beim Brandschutz beseitigen und eine zeitgemäße und nachhaltige Architektur repräsentieren. Die Neugestaltung soll dabei helfen, das Museum auch überregional noch bekannter und attraktiver zu machen. Auch die Zahl der Sonderausstellungen soll erhöht und das museumspädagogische Angebot ausgebaut werden. Schon jetzt wird die Museumspädagogik trotz der gegenwärtigen Schließung des Hauses stark nachgefragt: Im vergangenen Jahr nahmen 2200 Kindergartenkinder, Schüler, Kommunionkinder und Firmlinge an Workshops teil.
 
Eines der vorrangigen Ziele des Wettbewerbs ist zudem die Verbesserung der Infrastruktur des Gebäudes. Besonders gewünscht sind eine klare und durchgängige Gebäudekonzeption und ein flexibles Ausstellungskonzept. Geplant ist auch, Synergien mit weiteren Gebäuden und Einrichtungen auf dem Domberg wie zum Beispiel dem Kardinal-Döpfner-Haus, dem Bildungszentrum der Erzdiözese, zu schaffen. Die Kosten für die Neugestaltung und Weiterentwicklung des Diözesanmuseums werden mit 30 Millionen Euro veranschlagt.
 
Die Entwicklung und Realisierung des gesamten Bauvorhabens wird wie bereits bekannt durch die Projektgruppe Domberg Freising geleitet und gesteuert. Diese besteht aus dem Erzbischöflichen Finanzdirektor Markus Reif, dem Leiter des Ressorts Bauwesen und Kunst, Ordinariatsdirektor Hans-Jürgen Dennemarck, der Leiterin des Ressorts Bildung, Ordinariatsdirektorin Sandra Krump, dem Leiter der Stabstelle Kommunikation, Ordinariatsrat Armin Wouters, sowie externen Beratern.
 
Zusätzlich hat nun der Generalvikar des Erzbischofs, Peter Beer, den Domrektor Monsignore Rainer Boeck aufgrund dessen langjähriger leitender Funktion auf dem Domberg als Beauftragten der Projektgruppe in Freising eingesetzt. In dieser Funktion ist Boeck für den Leiter und Sprecher der Projektgruppe, Finanzdirektor Reif, tätig. Er hat den Auftrag, den Verantwortlichen der Stadt Freising sowie Vertretern der gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen Inhalte aus der Projektgruppe zu kommunizieren. (kel/uq)
 
 
Hinweis: Weitere wichtige Informationen zum Projekt finden Sie unter www.domberg-freising.de