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Stolberg: „Nicht zusehen, wie Fanatismus stärker wird“

Weihbischof fordert bei Demonstration breiten gesellschaftlichen Einsatz gegen rechte Ideologien
München, 6. März 2020. Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg hat zum Einsatz gegen Rassismus und Fremdenhass aufgerufen. Es sei für Christen geboten, „einem Fanatismus entgegenzutreten, der Menschen glauben macht, so genannte andere seien ein zu bekämpfender Feind“. Man dürfe „nicht dabei zusehen, wie dieser Fanatismus stärker wird“, sagte der Bischofsvikar der Region München des Erzbistums München und Freising bei einer Demonstration gegen rechten Terror am Freitag, 6. März 2020, auf dem Max-Joseph-Platz in München.

Stolberg mahnte, man dürfe nicht hinnehmen, „wie aus ablehnenden und hetzerischen Worten furchtbare Taten werden“. Feindselige Gedanken führten „zu Hassrede in den Sozialen Medien, aus Hassrede wird Waffengewalt“. Solche Entwicklungen erforderten „eine klare, eindeutige Antwort der Gesellschaft“, betonte Stolberg. Als Gläubige, Demokraten und Menschen „stehen wir auf und erheben unsere Stimme laut und deutlich gegen Vorurteile und Ressentiments, die Anhänger rechter Ideologien dazu bringen, alles Fremde zu einem Feindbild zu machen“. Stolberg rief dazu auf, „dass Ängste vor dem Unbekannten abgebaut werden, indem wir uns begegnen und miteinander ins Gespräch kommen“. Unabhängig von Milieus, Altersgruppen, Nationalitäten und Religionen müsse klargemacht werden: „Hass hat in dieser Gesellschaft keinen Platz!“ (hs)