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Doppelter Paulus

Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising

Schlagworte
Die Münchner Paulskirche – Sitz der Kunstpastoral: Seit über einem Jahrzehnt ein besonderer Ort der immer wieder neuen Begegnung von Kirche und zeitgenössischen Künsten: Dauerhaft haben hier Heimat gefunden die zeitgenössisch gestaltete Pauluskapelle, Arbeiten des Holzbildhauers Rudolf Wachter oder die Videoinstallation von Stefan Hunstein „Gegenwart… !“. Auf dem Bild doppelt sich der Pfarrpatron in einem der schwarzen Spiegel von Stefan Hunstein, Verweis auf die „andere“ Wirklichkeit hinter den Dingen. So entdecken wir immer wieder neu unseren Glauben in neuem Gewand, denn die Kirche braucht heute, wie Papst Franziskus sagt, „neue Zeichen, neue Symbole, neues Fleisch“. ... mehr
 
 
 
 

Rückblick: Uraufführung

Konzert Ponnelle
Pierre-Dominique Ponnelle, Johannes Öllinger, Peter Gerhartz, Leander Kaiser.
Bild: Kunstpastoral
"Drei" _ Trio für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug am 16.10.2019
 
 
Utopia Toolbox

UTOPIA-TOOLBOX „Wie wollen wir wohnen – neue Ideen für die Stadt“ in Rosenheim, Fußgängerzone (27.09.-2.10.) und vor der Kirche Christkönig (2.10.-6.10.)

Ab 27.9.

Mobiles „Ministerium für Zukunftsträume“ und Interviews „Was willst du wirklich? Wie willst du wohnen?“ der Künstlerinitiative UTOPIA TOOLBOX, Augsburg (Juliane Stiegele)
Mehr dazu in Kultur Vision Aktuell
 
 

Projektteam- und - Partnerprogramme des Projekts „Wie wollen wir wohnen? Neue Ideen für die Stadt“ mit dem Künstlerkollektiv UTOPIA TOOLBOX

Wie wollen wir wohnnen Team
Foto Monika Ziegler
(v.l.n.r.)
Andrea Hailer (PR/ Öffentlichkeitsarbeit), 
Richard Weissenbacher: Geschäftsführer Stellwerk 18 GmbH,
Daniel Artmann: Geschäftsführer Stellwerk 18 - Digitale Wirtschaft Südostoberbayern e.V.,
Alfred Hilscher: KAB Rosenheim, Kreisvorsitzender und Kreiskatholikenrat
Alexander Kirnberger: Sozialforum Rosenheim, katholische Betriebsseelsorge, 
Juliane Stiegele: UTOPIA TOOLBOX
Dr. Ulrich Schäfert, Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral
Sebastian Heindl, Stadtpfarrer Pfarrei Christkönig/ Pfarrverband Am Zug
Gudrun Unverdorben, KAB 
Erwin Heller: UTOPIA TOOLBOX
Dietrich Mehl: Sozialverband VdK Bayern, Kreisgeschäftsführer
Günther Stranzinger: Diakonie Soziale Dienste Oberbayern, Bereichsleitung Beratung - Arbeit - Bildung
 
 
 
 
Sonya
Der Glaube ist kein Synchronschwimmen - Performative Lesung in der Kirche St. Ursula am 15.11.2019, 19.30 Uhr, von Sonya Schönberger
 
Das Wort Glaube wird im religiösen Kontext sehr häufig verwendet. Aber was ist das eigentlich genau? Auf Wikipedia ist zu lesen, dass das Wort Glaube eine Grundhaltung des Vertrauens, vor allem im Kontext religiöser Überzeugungen bezeichnet. Aber wie sieht so eine Grundhaltung in der Praxis aus? Sind das Rituale, Gebete oder rein innere Prozesse? Wem wird hier vertraut oder was anvertraut? Kann man zweifeln und glauben zugleich? Geht das überhaupt, den persönlichen Glauben in Worte zu fassen? 
 
Die Berliner Künstlerin fragt im Rahmen von >>ZWISCHENSPIEL - Artists in Residence<< im Pfarrverband Altschwabing in den Gemeinden St. Ursula und St. Sylvester genau nach diesen Themen. Sie führt persönliche Gespräche mit einigen Gemeindemitgliedern, die auf eine Art stellvertretend, aber dennoch ganz individuell sprechen. Die Texte bilden die Grundlage für eine performative Lesung.
 
 
Es lesen Julia Cortis und Peter Veit. Der Abend wird musikalisch begleitet von Martin Schwingshandl, dem Organisten von St. Ursula.
 
 
 
So. 17.11.
TatOrtZeit. Ungehörtes
20.15 Uhr, 33. Sonntag im Jahreskreis
St. Paul München
Eucharistiefeier mit Bildbetrachtung zum Artist-in-Residence-Projekt „Zwischenspiel“ und die Arbeit „Der Glaube ist kein Synchronschwimmen“ von Sonya Schönberger für St. Ursula (Sprecherin: Franziska Bronnen; Bildbetrachtung: Dr. Ulrich Schäfert, Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral)
Zeitgenössische Musik für Minimoog und Orgel von und mit Peter Gerhartz.
 
 
Ein Projekt von Horst Konietzny, M.A., Dr. Erika Wäcker-Babnik und Dr. Stefan Graupner
 
Veranstaltet von der Evangelischen Stadtakademie München, dem Evang.-Luth. Kirchenkreis Augsburg
und Schwaben, dem Kirchenkreis Nürnberg und der Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising sowie im Dialog mit dem Arbeitskreis Kultur.Kirche München
 
 
St. Ursula, Kaiserplatz 1, 80803 München
 
 
www.pv-altschwabing.de/sankt-ursula        www.sonyaschoenberger.de
 
 
Artist in Residence
ARTISTS IN RESIDENCE - ZWISCHEN SPIEL
Künstler*innen provozieren mit ihren Werken und setzen
Impulse. Sie initiieren Auseinandersetzungen mit aktuellen
politischen und religiösen Themen. Ihre Werke fordern Stellungnahmen ein gegenüber dem Status quo, aber auch gegenüber Entwürfen eines künftigen gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Kirchen fungieren dabei nicht als erweiterte Museumsräume, sondern gewinnen als Austragungsorte temporärer Kunstaktionen zunehmend an Bedeutung für religiöse, gesellschaftliche und interkulturelle Diskurse.
Gemeinsam mit Künstler*innen entwickeln sie Anregungen für religiöse Fragestellungen, für das Gemeindeleben, für Formen der Liturgie, für den Ablauf des Gottesdienstes.
In zwei evangelischen und einer katholischen Gemeinde in Bayern werden für den Zeitraum von zwei Monaten zwei Künstlerinnen und ein Künstler beheimatet, die während ihres Aufenthaltes eine orts- und situationsbezogene
Arbeit erstellen.

Orte:
EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHENGEMEINDE
ESCHENAU IM VERBUND MIT DEN KIRCHENGEMEINDEN
ECKENHAID UND FORTH

PFARRVERBAND ALTSCHWABING
KATHOLISCHE PFARREI ST. URSULA UND ST. SYLVESTER

EVANGELISCH-LUTHERISCHE BARFÜSSERKIRCHE AUGSBURG

EIN PROJEKT VON
Horst Konietzny, M.A.,
Dr. Erika Wäcker-Babnik
und Dr. Stefan Graupner

VERANSTALTET VON
der Evangelischen Stadtakademie München, der Evang.-Luth.
Kirche in Bayern Kirchenkreis Augsburg und Schwaben sowie
Kirchenkreis Nürnberg, der Erzdiözese München und Freising,
Fachbereich Kunstpastoral, im Dialog mit dem Arbeitskreis
Kultur.Kirche München

GEFÖRDERT DURCH
die Evang.-Luth. Kirche in Bayern Kirchenkreis Augsburg und
Schwaben sowie Kirchenkreis Nürnberg und die Erzdiözese
München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral.
 

Impressionen der Gruppenausstellung "Und wir sollten schweigen - Künstlerinnen in St. Paul"

Und wir sollten schweigen
Und wir...
Bild: Johannes Seyerlein
Und wir...
Bild: Johannes Seyerlein
Kunstwerk 6
Bild: Johannes Seyerlein
Kunstwerk 4
Bild: Johannes Seyerlein
 
Kunstwerk 5
Bild: Johannes Seyerlein
Erstmals werden in der Kirche St. Paul als bewährtem Standort für zeitgenössische Kunst sechs renommierte, international tätige Künstlerinnen in einer Gruppenausstellung präsentiert.

Ursächlich für die Idee, der künstlerischen Stimme von Frauen einen Raum zu geben, ist das mit dem hl. Apostel Paulus in Verbindung stehende Wort von der „in der Kirche zu schweigen habenden Frau.“Auf dieses knapp zwei Jahrtausende geltende Diktum, das die Möglichkeiten von Frauen stark geprägt hat, reagieren die Künstlerinnen in großformatigen, skulpturalen und installativen Werken.

In sehr unterschiedlicher und vielfältiger Weise positionieren sich Birthe Blauth, Patricija Gilyte, Sarah Lehnerer, Nina Annabelle Märkl, Lorena Herrera Rashid, Susanne Wagner innerhalb dieses innovativen Ausstellungsprojektes. Ihre Arbeiten, die sie explizit für die Ausstellung geschaffen haben, hinterfragen kirchliche und gesellschaftliche Rollenbilder und treten in künstlerischen Dialog mit der neugotischen Architektur und der Ornamentik des Kirchenraumes. Es entstehen raumgreifende Interventionen, die individuelle und spannende Positionen der sechs ausgewählten Künstlerinnen reflektieren.

Die Ausstellung wird kuratiert von
Dr. Barbara Fischer und Dr. Alexander Heisig.

Programm
Do., 06.06.2019, 19:30 Uhr Eröffnung
Grußwort: Ordinariatsdirektor Msgr. Thomas Schlichting, Leiter Ressort Seelsorge und kirchliches Leben
Einführung durch die Kurator*innen:
Dr. Alexander Heisig, Fachreferent Zeitgenössische Kunst und Kirche, Dr. Barbara Fischer, Kulturwissenschaftlerin
Die Künstlerinnen sind anwesend
 
So., 09.06.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
So. 23.6.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
So., 30.06.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
So., 07.07.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildbetrachtung zu Themen der Gruppenausstellung (Dr. Ulrich Schäfert)
 
So., 21.07.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildbetrachtung zu Themen der Gruppenausstellung (Marion Mauer-Diesch, Frauenseelsorge)
 
Do., 25.07.2019, 19:30 Uhr
Gespräch mit den Künstlerinnen und Katalogpräsentation
 
So., 01.09.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Msgr. Thomas Schlichting)
 
Mi., 16.10.2019, 19:30 Uhr
Uraufführung der Komposition „Drei" – Trio für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug von Pierre-Dominique Ponnelle
 
Sa., 19.10.2019, 19:00-23:30 Uhr
Lange Nacht der Münchner Museen
Kurator*innenführungen um 19:30/ 20:30/ 21:30/ 22:30 Uhr
 
So., 24.11.2019, 20:15 Uhr
Finissage im TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
 
 

Osterkerze in St. Paul

Osterkerze 19 Bild
 

 

Rückblick

 
Lange Nacht 19
Bild: Johannes Seyerlein

Lange Nacht der Musik am 04.05.2019

St. Paul – München
St.-Pauls-Platz 11, St.-Pauls-Kirche
TatOrtZeit
Jeden Sonntagabend wird um 20.15 der Gottesdienst in St. Paul musikalisch gestaltet von Mitgliedern der Bayerischen Staatsoper bis hin zu Musikern der freien Szene mit zeitgenössischen Improvisationen, Gesang und unterschiedlichsten Instrumenten. Mit einer Lichtgestaltung von Peter Schultze haben sich die Musiker zum ersten Mal gemeinsam ein Stelldichein bei einer Langen Nacht gegeben und traten an unterschiedlichen Stellen des weiten Kirchenraums miteinander in Dialog.






Musiker*innen:
Peter Gerhartz, Tasteninstrumente
Miriam Ströher, Oboe
Bettina Ullrich, Stimme 
Kathrin Feldmann, Alt
Andreas Höricht, Bratsche 
Axel Nitz, Saxophon
Jost Hecker, Cello
Doris Döbereiner, Blockflöte
Michael Popp, Gambe
Lange Nacht 2
Bild: Johannes Seyerlein
Lange Nacht 19 3
Bild: Johannes Seyerlein
 
 
 
 

 
Empfangshalle_Haendewaschen-s-683x1024
Bild: Empfangshalle

Aschermittwoch der Künstler

Mi. 6.3., um 17:30 Uhr
Im Dom Zu Unserer Lieben Frau mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx

Die Gestaltung stand unter dem thematischen Fokus „Reinigung“: Es war die Arbeit „Waschende Hände“ des Künstlerduos EMPFANGSHALLE – Michael Gruber und Corbinian Böhm – zu sehen. Die ‚Waschstation‘, an der sich immer zwei Menschen gegenseitig je eine Hand waschen, was im Video festgehalten wird, wurde 2017 bereits in St. Paul gezeigt.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes erfolgte u.a. mit Werken von Wolfram Buchenberg (*1962) und Samuel Sebastian Wesley (1810-1876) durch die Capella Cathedralis unter Leitung von Frau Domkapellmeisterin Lucia Hilz und Domorganist Msgr. Hans Leitner.

Pressemeldung zum Aschermittwoch, Videobeitrag und Predigt von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zum Nachhören


Hier geht es zur Webseite des Künstlerduos Empfangshalle
 

KUNSTINSTALLATION
BALZ ISLER
ENT-

HEILIG-GEIST-KIRCHE
ROSENHEIM
VOLTO 2

Der Schweizer Künstler Balz Isler konzipiert für VOLTO2 eine mehrdimensionale Installation, die auch den Außenraum der Kirche mit einbezieht. Ausgangspunkt für seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Kirchenraum der Heilig-Geist-Kirche ist ein toter Schmetterling (Pfauenauge), den der Künstler bei einer Ortsbegehung im Juli 2018 im Glockenturm fand. Das zentrale Motiv, ergänzt durch Text und Objekt, wird den Ort in Relation setzen zu den veränderten Bedingun-gen, die wir als global und unberechenbar empfinden. Isler beschreibt sie als Prozesse, die „ent-wenden, ent-wickeln, ent-puppen [...] und ent-leeren.”
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
VOLTO ist eine Reihe mit Kunstinstallationen in der Heilig-Geist-Kirche in Rosenheim, die einmal jährlich stattfindet. VOLTO, im Italienischen das Antlitz, das Aussehen, nimmt Bezug auf das bedeutsame Fresko „Volto Santo“ in der Heilig-Geist-Kirche und reflektiert das Bild des Menschen. Es werden aktuelle künstlerische Positionen gezeigt, die zur räumlichen wie spirituellen Dimension des Kirchenraumes in Bezug treten. Die Reihe wird veranstaltet von der Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchenstiftung St. Nikolaus, Rosenheim.
 
 
 

Spot zum Kurzfilm "die Herberge" von Ysabel Fantou und Sanne Kurz

 
 
 

Opernfestspielgottesdienst mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx mit Uraufführung


10.00 Uhr
St. Michael München
Uraufführung eines Werks für 8 Hörner (mit Gongs) von Samy Moussa mit den Munich Opera Horns
Nelson-Messe von Joseph Haydn
Solisten: Selene Zanetti (Sopran), Rachael Wilson (Alt),  Dean Power (Tenor), Milan Siljanov (Baß), Bayerisches Staats-orchester und Chor der Bayerischen Staats-oper. Leitung: Samy Moussa
Mehr informationen auf der Seite der Staatsoper hier
 
Winterreise
Bild: © Stefan Hunstein
Lange Nacht der Musik
Schubert & Jazz –
W I N T E R R E I S E
St. Paul München

„Mein Herz sieht an dem Himmel
Gemalt sein eignes Bild“
In einer sachten Dekonstruktion näherten sich Hunstein, Wolf und Siegmeth der „Winterreise“ an. Schuberts Komposition wurde in improvisatorischer Freiheit mit Laute und Saxophon aufgegriffen, W. Müllers Gedichte wurden rezitiert, nicht gesungen – und erhielten so einen ungehörten Resonanzraum. Die existentiellen Fragen des Wanderers, seine wachsende Entfremdung und Spiegelung in einer kalten Welt erklingen heute so drängend wie vor 200 Jahren. Im Wechsel antworteten Improvisationen von Gerhartz und Nitz im spirituellen Raum St. Paul: „Weg? Wahrheit? Leben?“ Künstler: Stefan Hunstein (Sprecher); Axel Wolf (Laute, Theorbe); Hugo Siegmeth (Saxophon, Bassklarinette); Axel Nitz (Saxophon); Peter Gerhartz (Orgel)
 

Einzelausstellung an zwei Orten in der Galerie der DG und in der Kirche St. Paul München

Kunstprojekt von Empfangshalle; Kamera und Schnitt Frank Sauer

Wäsche – Empfangshalle

Im Rahmen der OPEN art 2017 eröffnete die Galerie der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. (DG) zusammen mit dem Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising die Ausstellung ‚Wäsche’ des Münchner Künstlerduos EMPFANGSHALLE an zwei Orten.

Partizipation von Dritten ist ein wesentlicher Bestandteil des künstlerischen Schaffens von Corbinian Böhm und Michael Gruber, die seit 2000 unter dem Namen EMPFANGSHALLE zusammenarbeiten. Neben klassischen Skulpturen entstanden somit auch performative und ephemere Arbeiten, deren Verlauf das Unvorhersehbare durch die Interaktion der Menschen widerspiegeln. In der Galerie der DG waren neue Arbeiten der Künstler zu sehen, darunter eine Rauminstallation, Fotografien und eine Auswahl an Videoarbeiten.
Ausgangspunkt der Ausstellung ‚Wäsche’ war die Intention, zwei Orte im Zentrum Münchens, die nicht unterschiedlicher sein könnten, mit ihren gesellschaftlichen Realitäten zu verknüpfen: Die Kirche St. Paul und die Galerie der DG. EMPFANGSHALLE schaffte dafür ein Bild. Gesammelt wurden Kleider rund um St. Paul: Liturgische Gewänder, Altkleider der Gemeinde sowie Fundstücke obdachloser Wanderarbeiter, die unter anderem auf den Stufen des Kirchenportals schlafen. Diese Kleidungsstücke wurden zusammen in einer in der Galerie aufgestellten Industriewaschmaschine gereinigt und als Rauminstallation zum Trocknen auf eine Wäscheleine gehängt. So entstand ein buntes Wäschebild der Gesellschaft des Bahnhofsviertels in einer der teuersten Lagen Münchens, am Odeonsplatz.

Das Thema „Reinigung“ wurde auch in der Arbeit „waschende Hände“ mit einer interaktiven Waschstation weitergeführt, bei der sich immer zwei Menschen gegenseitige eine Hand waschen, was wiederum im Video festgehalten wurde. Das Video wurde in St. Paul und in der Galerie der DG gezeigt und eröffnete je nach Ort vielfältige Assoziationen.
 

Videoinstallation "Zukunft" von Stefan Hunstein

Hunstein Zukunft 2
Foto Stefan Hunstein
 
 
 
 
 
 
Edition 2018
Die Edition ist über Ausstellungsende hinaus noch zu erwerben.
www.vck-muenchen.de
 

 

Kooperationspartner:

 

Monsignore Fellerer Fond zur Unterstützung von Künstlern in Not

Monsignore Dr. Johannes Fellerer (1905-1986) war seit 1965 Künstlerseelsorger in der Erzdiözese München und Freising. Er legte in seinem Vermächtnis den Grundstock für den so genannten Fellerer-Fonds. Ziel des Fonds ist ausschließlich die materielle Unterstützung von bedürftigen KünstlerInnen in Notsituationen.

Auf Anfrage erhalten Sie die Kontoverbindung des Fellerer-Fonds.
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