Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos
Schlagworte
Der Fachbereich Kunstpastoral mit Sitz in St. Paul München pflegt und fördert den Dialog von Kirche und den zeitgenössischen Künsten in der Erzdiözese München und Freising. Näheres erfahren Sie unter der Rubrik Über die Kunstpastoral.
 

Aktuelles aus der Kunstpastoral

In St. Paul erklingt derzeit donnerstags und samstags während der Öffnungzeiten zu jeder vollen Stunde ein neues Format von Kunstandachten mit Text und Musik, die Sie auch online abrufen können.

TatOrtZeit.Andacht
Von 1. August bis zum Ende der Sommerferien
„Sonnengesänge“ – von Echnaton bis Franz von Assisi Der Sonnengesang des Echnaton. Psalm 104 in der Übersetzung Romano Guardinis. Der Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi
Stefan Hunstein (Sprecher) – Johannes Öllinger (Gitarre) – Hugo Siegmeth (Saxophon) – Peter Gerhartz (Tasteninstrumente)
Dramaturgie: Rainer Hepler
 
Zuletzt:

TatOrtZeit.Andacht
Sa. 27. Juni bis Do. 30. Juli 2020
Emmanuel Carrère, „Das Reich Gottes“ (aus dem Französischen von Claudia Hamm) – „Das Hohelied der Liebe“
André Jung (Sprecher) – Sylvana Krappatsch (Sprecherin) – Axel Nitz (Sopransaxophon und Flöte) – Peter Gerhartz (Tasteninstrumente) – Bettina Ullrich (Stimme)
Musik: frei nach „Ubi caritas et amor Deus ibi est“
Textfassung für 2 Stimmen: Axel Nitz;
Dramaturgie: Ulrich Schäfert, Axel Nitz


TatOrtZeit.Andacht
Pfingstsamstag bis 25. Juni 2020
Texte aus der Pfingstliturgie
André Jung (Sprecher) – Elisabeth Daiker (Gesang) – Jost Hecker (Cello)
 
TatOrtZeit.Andacht
Aus dem Marienleben von Rainer Maria Rilke
Sylvana Krappatsch (Sprecherin) – Kathrin Feldmann (Gesang) – Andreas Höricht (Bratsche) – Peter Gerhartz (Tasteninstrumente)
Dramaturgie: Rainer Hepler
 
Bitte melden Sie sich hier für den Newsletter der Kunstpastoral an, um aktuelle Informationen des Fachbereichs Kunstpastoral zu erhalten.
 

Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise

 
Bild Straßenschild Mohrenstraße Berlin

Kia Vahland: Bildermacht und Bildersturz

Montag, 14. September 2020
Die evangelische Stadtakademie lädt aus aktuellem Anlass ein zu einer Video-Konferenz.

Zu Bildern gehört immer auch der Bildersturm. Das Bild wird dabei nicht als Repräsentation wahrgenommen, sondern mit der Sache gleichgesetzt, für die es steht. Oft markieren Bilderstürme Herrschaftswechsel. Marx- und Leninstatuen wurden nach 1989 ebenso vom Sockel geholt wie das Herrscherbild Saddam Husseins im Irakkrieg. Und die Bilderstürmer der Reformation mussten von Martin Luther selbst erst gebremst werden.
Derzeit werden im Zeichen der Black Lives Matter Bewegung koloniale Relikte in den USA und Europa infrage gestellt und manchmal auch zerstört. Um Ehrungen im öffentlichen Raum geht es auch in Deutschland, wenn über alte Namenswidmungen von Straßen für Kolonialherren und Kriegstreiber diskutiert wird. An wen soll wie erinnert werden? Welches Denkmal ist vornehmlich ein historisches Relikt, welches eine in die Gegenwart ausstrahlende Beleidigung? Welche neuen Bilder sollen den öffentlichen Raum prägen? Oder sollte er ganz frei bleiben von Herrschaftsbildern?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Vortrag der Kunsthistorikerin und SZ-Redakteurin Kia Vahland zur Geschichte und Gegenwart von Bildermacht und Bildersturz.

Sobald der neue Veranstaltungstermin im Herbst 2020 feststeht, informieren wie Sie hier.
 
 

„Sehnsucht … Videoarbeiten und installative Momente“

Eine Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst
Ausstellung Sehnsucht DG
Frank Bölter, To the World’s End, 2014 Karton, 900 x 258 x 246 cm, Foto: Alexander Battrell
Mit Videoarbeiten und installativen Momenten von
Birthe Blauth (n.n.)
Frank Bölter (*1969)
Judith Egger (*1973)
Leonie Felle (*1979)
Boris Maximowitz (*1985)
Heike Mutter und Ulrich Genth (*1969 /*1971)
Sebastian Stumpf (*1980)
Susanne Wagner (*1977)
 
kuratiert von Benita Meißner und Ulrich Schäfert

Das Jahr 2020 wird immer ein besonderes Jahr (gewesen) sein, egal wie lange der Ausnahmezustand noch anhalten wird. Weltweit fügen sich Menschen neuartigen Kontaktbeschränkungen sowie den von den Regierungen erlassenen Verhaltensregeln, mit dem Ziel, Mitmenschen zu schützen und einem Kollaps des Gesundheitssystems vorzubeugen. Die neue, schützende „soziale Distanz“ bestimmt unseren Alltag.
Der Begriff „Sehnsucht“ tritt neu in den Fokus. Die alten Sehnsüchte gibt es nach wie vor, nur anders. Kein Geld der Welt kann die Sehnsucht nach Urlaub, Meer und fremden Kulturen in der Zeit von Ausgangsbeschränkungen stillen. Brennend ist nach dem Lockdown die Sehnsucht nach Begegnungen.
Mit unserem Videoprogramm rücken wir das Thema „Sehnsucht“ in den Fokus und geben den momentanen Sehnsüchten des Menschen ein mögliches Gesicht. Wir öffnen den Blick für die Sehnsüchte anderer und lassen uns treiben in einer künstlerischen Bilderwelt. Wünsche, Träume und Sehnsüchte innerer, immaterieller Bilder werden in den Videoarbeiten sichtbar. ...

Weitere Informationen finden Sie hier.
 

„Ich bin: Theodoros Boulgarides“

 
Plakat Ausstellung zu Gedenktag Westend 2020
Bild: Manuela Serafim
Ganz bewusst hat Wolfgang Gebhard diesen Titel für seine Installation gewählt, die ab dem 15. Juni 2020 in der Evangelischen Auferstehungskirche, Gollierstraße 55, zu sehen ist. Der Kommunikationsdesigner und Künstler zeigt hier eine Reihe von Photos von mindestens 1.000 Münchner*innen, die in dieser beeindruckenden Weise an den Mord, begangen vom NSU, an Theodoros Boulgarides am 15. Juni 2005 in seinem Laden an der Trappentreustraße 4 im Westend erinnern. Die Bevölkerung vom Westend (Schwanthalerhöhe) ehrt dadurch das Opfer und weist damit auf das Versprechen hin, dass dies „Nie wieder!“  passieren darf.

Die Installation ist bis 15. August 2020 täglich ab 10 bis 19 Uhr in der Auferstehungskirche zu sehen.
In der Reihe „Reden über …“ wird montags, 19 Uhr, das Trauertanzvideo zu sehen sein. Mit den beteiligten Künstler*innen und Gäste kann das Video und die Installation „ich bin: Theodoros Boulgarides“ betrachtet werden.

Den Auftakt am 22.06. macht Dr. Ulrich Schäfert (Leiter der Kunstpastorale der Erzdiözese München und Freising, St. Paul).
Er will mit den Besucher*innen über „die künstlerische Auseinandersetzung als Wahrnehmung und Befreiung” ins Gespräch kommen.
Die deutsch-griechische Liedermacherin Manuela Serafim wiederholt ein Lied von der Gedenkfeier. Das Trauertanzvideo von Helga Seewann aus St. Paul wird gezeigt und kann zusammen mit der Installation „Ich bin: Theodoros Boulgarides” betrachtet werden. Es ist Platz (Stift und Papier) für Gedanken.
 
Durch die Montagabende führen:
Dr. Ulrich Schäfert (Kunstpastorale), Helga Seewann (Trauertänzerin), Manuela Serafim (Liedermacherin), Pfarrer Bernd Berger (Auferstehungskirche), Wolfgang Gebhard (Kommunikationsdesigner), Mine Akiyoshi (Kommunikationswissenschaftlerin), Burchard Dabinnus (Schauspieler) und Jürgen Wegscheider (Schauspieler)
Weiterlesen ...
Frau Sibylle Stöhr, Bezirksausschuss 8 Westend, Vorsitzende und Stadträtin, sagt in Hinblick auf den Jahrestag: „Wir dürfen den rechten Terror nie unterschätzen. Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit bleiben immer die Basis von solchen Verbrechen. Im unseren Stadtteil werden wir wachsam bleiben und solche Entwicklungen nicht dulden.“
Erzpriester Apostolos Malamoussis, der die Familie Gabriel Boulgarides in all den Jahren ihres Leidens begleitete - wir dürfen nicht das Gerede von den „Döner-Morden“ vergessen – sprach beim Gedenkgottesdienst am 15. Juni über die Erfahrungen der Familien Boulgarides und Kilic, deren Angehörigen Opfer des NSU in München waren. „Gerechtigkeit und Demokratie haben bei jedem von uns einen Namen, unseren jeweiligen Namen. Ein Mord ist somit auch als Liquidierung unseres demokratischen Gemeinwesens und des Empfindens für Gerechtigkeit zu verstehen. Und das dürfen wir nicht akzeptieren“, fügt er hinzu.
Wolfgang Gebhard erzählt zu seiner Arbeit an der Installation: „Es ist für mich eine wohltuende Überraschung gewesen, wie alle angefragten Personen auf meinen Vorschlag reagierten, mir ihr Bild zur Verfügung zu stellen. Ihre Anteilnahme ist zugleich eine Identifizierung mit dem Opfer, der ja ein ganz alltäglicher Mensch war, der niemandem etwas angetan hat. Durch die Bilder und die Installation ist jeder angesprochen, jeder ist dieser Gefahr ausgesetzt. Das Gesicht des Einzelnen wird somit das Gesicht von uns allen und prägt die kollektive Erfahrung einer Gesellschaft. Denn jeder ist zuletzt angesprochen sich gegen den Terror einzusetzen.“
Helga Seewann
© Wolfgang Gebhard
Trauertänzerin Helga Seewann
Westendstudios
© Wolfgang Gebhard
Installation von Wolfgang Gebhard
 
 
Logo Kunst Netz Werk
Galerien und Museen waren wegen Corona geschlossen. So musste und muss auch die Kunst neue Wege zu den Menschen finden. Die katholische und evangelische Kirche unterstützen gemeinsam die Aktion "Kunst in Netz".

Der DG Kunstraum, der Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising sowie das Kunstreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern haben die Online-Ausstellung
www.kunst-netz-werk.online als digitales Kunstprojekt ins Leben gerufen. Seit Gründonnerstag, den 9. April 2020, werden hier täglich neue Beiträge präsentiert – dem digitalen Medium gemäß mit Schwerpunkt auf Videoarbeiten, aber auch mit Werken im Bereich Rauminstallation und Malerei. Einzelne Arbeiten sind extra für dieses Projekt entstanden; alle Beiträge eröffnen im Kontext der Corona-Krise neue Deutungsperspektiven. 

Entscheidende Qualität dieser Plattform ist der Dialog, der sehr persönliche Zugang: Die angefragten Kunstvermittler*innen wählen die Künstler*innen aus, mit denen sie als Duo ins Gespräch treten. Ein kurzer Text der Kunstvermittler stellt Hintergrundinformationen bereit und erläutert das Konzept der ausgewählten Arbeit.
Weiterlesen ...
Die Künstler*innen äußern sich dazu in einem kurzen Interview, und sie geben Einblicke in ihre aktuellen Erfahrungen, die Herausforderungen des Alltags, aber auch ihre Hoffnungen für die Gesellschaft. Gedanken, Gedichte und Überlegungen werden geteilt: „Bei dem Bau der Modelle am Küchentisch kam mir mal der Gedanke, ob es möglich wäre, auch für sein Leben ein Modell zu entwickeln oder gewisse Dinge modellhaft auszuprobieren und durchzuspielen. (…) Auch mussten sich viele in dieser Krise quasi beschränken und verkleinern. Können wir aus kleineren Einheiten heraus nicht das Große bilden?“ (Markus Zimmermann)
 
Kunstvermittler*innen und Künstler*innen gehören gleichermaßen zu den Berufsgruppen, denen zwar die Reflexion über unser Leben und die Erneuerung unserer Gesellschaft besonders am Herzen liegen, die aber von den mit der Krise verbundenen Einschränkungen unmittelbar und existentiell betroffen sind. Die Plattform kunst-netz-werk bietet ihnen die Möglichkeit, sich zu äußern und auch in dieser Zeit für die eigene Arbeit honoriert zu werden. Insgesamt konnten bisher 22 Duos finanziert werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, das Projekt über Spenden weiterwachsen zu lassen. Diese Gelder kommen den Kunstvermittler*innen und Künstler*innen vollumfänglich zu.
 
Beiträge auf der Plattform gibt es bisher von folgenden Künstler*innen:
Gretta Louw, Fotini Potamia & Dine Doneff, Afra Dopfer & Katharina Weishäupl, Empfangshalle, Judith Egger, Sandra Filic, Carsten Fock, Manuela Hartel, Hubert Hasler, Robert Keil, Eveline Kooijman, Pfeifer & Kreutzer, Herbert Nauderer, Gisbert Stach, Sonja Töpfer, Camill von Egloffstein, Max Weisthoff und Markus Zimmermann.
 
Via Email – antwort@kunst-netz-werk.online – gibt es die Möglichkeit, sich mit den Verantwortlichen über die Künstler*innen und deren Beiträge auszutauschen.
 
 
Projektträger:
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
www.dg-kunstraum.de

Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising
www.erzbistum-muenchen.de/kunstpastoral
 
Kunstreferat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
www.handlungsfelder.bayern-evangelisch.de/arbeitsbereich-kirche-und-kunst.php
 
Ansprechpartner
Benita Meißner, Telefon: 089 282548
Dr. Ulrich Schäfert, Telefon: 0151 14633480
E-Mail: antwort@kunst-netz-werk.online
 

Corona – Informationen für die Kreativwirtschaft

Der Paul Klinger Künstlersozialwerk e.V. hat wichtige Links für alle im Kreativbereich tätigen Menschen und Institutionen zusammengetragen.
Auch die Facebookseite des Vereins ist immer auf dem neusten Stand.
 

Seit Ostersonntag wieder in St. Paul: Gegenwart! von Stefan Hunstein

Hunstein_Frontansicht
Bild: Kunstpastoral
Hunstein_mit Madonna
Bild: Kunstpastoral
Hunstein_mit Spiegelbild_Uli
Bild: Kunstpastoral
 
 

Was ab Herbst wieder stattfinden kann ...