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Doppelter Paulus

Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising

Schlagworte
Die Münchner Paulskirche – Sitz der Kunstpastoral: Seit über einem Jahrzehnt ein besonderer Ort der immer wieder neuen Begegnung von Kirche und zeitgenössischen Künsten: Dauerhaft haben hier Heimat gefunden die zeitgenössisch gestaltete Pauluskapelle, Arbeiten des Holzbildhauers Rudolf Wachter oder die Videoinstallation von Stefan Hunstein „Gegenwart… !“. Auf dem Bild doppelt sich der Pfarrpatron in einem der schwarzen Spiegel von Stefan Hunstein, Verweis auf die „andere“ Wirklichkeit hinter den Dingen. So entdecken wir immer wieder neu unseren Glauben in neuem Gewand, denn die Kirche braucht heute, wie Papst Franziskus sagt, „neue Zeichen, neue Symbole, neues Fleisch“. ... mehr
 
 
 
Utopia Toolbox

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Ab 27.9.
UTOPIA-TOOLBOX „Wie wollen wir wohnen – neue Ideen für die Stadt“ in Rosenheim, Fußgängerzone (27.09.-2.10.) und vor der Kirche Christkönig (2.10.-6.10.)
Mobiles „Ministerium für Zukunftsträume“ und Interviews „Was willst du wirklich? Wie willst du wohnen?“ der Künstlerinitiative UTOPIA TOOLBOX, Augsburg (Juliane Stiegele)
 
 

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Mi. 16.10.
"Drei" _ Trio für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug
19.30 Uhr
St. Paul München
Uraufführung der Komposition von Pierre-Dominique Ponnelle

Komponist: Pierre Dominique Ponnelle
E-Gitarre: Johannes Öllinger
Orgel: Peter Gerhartz
Schlagzeug: Leander Kaiser

Programm:
Olivier Messiaen - "Apparition de l'église éternelle" für Orgel
Georges Lentz  - "Ingwe"  für E-Gitarre
Johannes Öllinger - "Wherever nothing happens" für Orgel und E-Gitarre
Leander Kaiser -  "Das Walross" aus Wassermusik für Vibraphon und Percussion
Pierre-Dominique Ponnelle - "Drei" für E-Gitarre, Schlagzeug und Orgel


"Meine Komposition „DREI“ für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug ist
ein Nachdenken über die Zahl drei.
Die Drei ist seit Urzeiten ein Symbol für die Synthese. So war sie eine
besonders „heilige“ Zahl in Babylon, im alten Ägypten, im Hinduismus; für
die Pythagoräer waren Zahlen ein ontologischer Ausdruck der musikalischen
Harmonie der Welt; in der jüdischen Mystik, der Kabbala, kommt mit dem
dritten Buchstaben des Alphabets (Buchstaben und Zahlen sind
„konvertierbar“) Bewegung in die zuvor statische Welt; die Bedeutung der
Drei findet sich mannigfaltig auch im Christentum, von Augustinus bis zur
heiligen Trinität.
Es käme mir vermessen vor, etwas von all dem konkret in Musik umzusetzen.
Vielmehr habe ich versucht, meine Gedanken schweifen zu lassen, das
Wenige, was ich über dieses große Thema weiß, intuitiv in Tönen
auszudrücken."
Pierre-Dominique Ponnelle
Ponnelle
Bild: Ingrid Theis
Pierre-Dominique Ponnelle
Der Dirigent und Komponist wurde 1957 in München geboren. Er studierte am dortigen Richard-Strauss-Konservatorium (Komposition bei Rochus Gebhard), sowie bei Otmar Suitner und Herbert von Karajan. Er ist als Dirigent sowohl im Opernbereich als auch in der Sinfonik international tätig. 1992 bis 1996, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, war er Chefdirigent der Staatsphilharmonie in Minsk, Weissrussland. Seine Arbeit dort ist durch Aufnahmen bei den Labels Musicaphon und BMG-RCA dokumentiert, sowie durch den Film „Gesang der Vögel“ (Regie: Christian Rischert, BR, 1997). Gleichzeitig gastierte er als freier Dirigent von der Ukraine über den Kaukasus, das Wolga-Gebiet, Sankt Petersburg, Zentralasien, Sibirien bis zum Pazifik. Im Westen dirigierte er u.a. das Bruckner-Orchester Linz, das Orchestre Philharmonique de Lyon, die Münchner Philharmoniker, die Bamberger Sinfoniker, am Opernhaus Zürich, an der Deutschen Oper am Rhein.

2010 erschien beim Leipziger Label GENUIN eine CD mit einigen seiner Kammermusikwerke. Seine Musik wurde unter anderem bei den internationalen Festspielen für zeitgenössische Musik in Odessa (Ukraine) und Rostov-am-Don (Russland) aufgeführt, in Tashkent vom Ensemble für moderne Musik „Omnibus“, in München u.a. im Herkulessaal in der Konzertreihe von Georg Hörtnagel, von Musikern des Bayerischen Staatsorchesters im Künstlerhaus, von Mitgliedern des Münchener Kammerorchesters im Rahmen eines Porträtkonzertes im Orff-Zentrum-München, sowie in der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

2018 wurde ihm der Preis für Völkerverständigung von der Stiftung für Demokratie und Marktwirtschaft in München verliehen.

Quelle: Bernrieder Musikfestival 2019

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Bilddatei Plakat Ai-Un
Bild: Pater Wolf

Ai-un

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle – Brückenbauer zwischen Zen und Christentum
Dokumentarfilm
110 min
Deutschland / Schweiz 2017
 
 
Interreligiöser Dialog ist ein großes Schlagwort, und es ist wohl notwendiger denn je, dass es nicht beim Schlagwort bleibt. Wie Religionen voneinander lernen können, zeigt das Zusammentreffen von Zen und Christentum. Eine Schlüsselfigur in dieser Erfolgsgeschichte ist der Jesuit und Zen-Lehrer Hugo Makibi Enomiya-Lassalle (1898–1990). Er, der als Missionar nach Japan ging, hat wie kein zweiter vorgelebt, dass Dialog lebendig wird in der Begegnung von Menschen, die fest in ihrer eigenen Tradition verwurzelt sind und zugleich bereit, Teil einer anderen Kultur zu werden. In den Schoß gefallen ist der Erfolg ihm nicht. Doch weder Kritik von außen noch seine Selbstzweifel konnten ihn letztlich darin beirren, sich ganz dem zu widmen, was ihm zur Lebensaufgabe geworden war: der Integration von Zen und Christentum. Der Film geht den Spuren von Lassalles Leben und Wirken nach und zeigt, wie sein spirituelles Erbe von Lehrern und Schülern der Glassman-Lassalle-Zen-Linie weitergetragen wird.
 
Eintritt frei.
 
Artist in Residence
ARTISTS IN RESIDENCE - ZWISCHEN SPIEL
Künstler*innen provozieren mit ihren Werken und setzen
Impulse. Sie initiieren Auseinandersetzungen mit aktuellen
politischen und religiösen Themen. Ihre Werke fordern Stellungnahmen ein gegenüber dem Status quo, aber auch gegenüber Entwürfen eines künftigen gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Kirchen fungieren dabei nicht als erweiterte Museumsräume, sondern gewinnen als Austragungsorte temporärer Kunstaktionen zunehmend an Bedeutung für religiöse, gesellschaftliche und interkulturelle Diskurse.
Gemeinsam mit Künstler*innen entwickeln sie Anregungen für religiöse Fragestellungen, für das Gemeindeleben, für Formen der Liturgie, für den Ablauf des Gottesdienstes.
In zwei evangelischen und einer katholischen Gemeinde in Bayern werden für den Zeitraum von zwei Monaten zwei Künstlerinnen und ein Künstler beheimatet, die während ihres Aufenthaltes eine orts- und situationsbezogene
Arbeit erstellen.

Orte:
EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHENGEMEINDE
ESCHENAU IM VERBUND MIT DEN KIRCHENGEMEINDEN
ECKENHAID UND FORTH

PFARRVERBAND ALTSCHWABING
KATHOLISCHE PFARREI ST. URSULA UND ST. SYLVESTER

EVANGELISCH-LUTHERISCHE BARFÜSSERKIRCHE AUGSBURG

EIN PROJEKT VON
Horst Konietzny, M.A.,
Dr. Erika Wäcker-Babnik
und Dr. Stefan Graupner

VERANSTALTET VON
der Evangelischen Stadtakademie München, der Evang.-Luth.
Kirche in Bayern Kirchenkreis Augsburg und Schwaben sowie
Kirchenkreis Nürnberg, der Erzdiözese München und Freising,
Fachbereich Kunstpastoral, im Dialog mit dem Arbeitskreis
Kultur.Kirche München

GEFÖRDERT DURCH
die Evang.-Luth. Kirche in Bayern Kirchenkreis Augsburg und
Schwaben sowie Kirchenkreis Nürnberg und die Erzdiözese
München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral.
 

Impressionen der Gruppenausstellung "Und wir sollten schweigen - Künstlerinnen in St. Paul"

Und wir sollten schweigen
Und wir...
Bild: Johannes Seyerlein
Und wir...
Bild: Johannes Seyerlein
Kunstwerk 6
Bild: Johannes Seyerlein
Kunstwerk 4
Bild: Johannes Seyerlein
 
Kunstwerk 5
Bild: Johannes Seyerlein
Erstmals werden in der Kirche St. Paul als bewährtem Standort für zeitgenössische Kunst sechs renommierte, international tätige Künstlerinnen in einer Gruppenausstellung präsentiert.

Ursächlich für die Idee, der künstlerischen Stimme von Frauen einen Raum zu geben, ist das mit dem hl. Apostel Paulus in Verbindung stehende Wort von der „in der Kirche zu schweigen habenden Frau.“Auf dieses knapp zwei Jahrtausende geltende Diktum, das die Möglichkeiten von Frauen stark geprägt hat, reagieren die Künstlerinnen in großformatigen, skulpturalen und installativen Werken.

In sehr unterschiedlicher und vielfältiger Weise positionieren sich Birthe Blauth, Patricija Gilyte, Sarah Lehnerer, Nina Annabelle Märkl, Lorena Herrera Rashid, Susanne Wagner innerhalb dieses innovativen Ausstellungsprojektes. Ihre Arbeiten, die sie explizit für die Ausstellung geschaffen haben, hinterfragen kirchliche und gesellschaftliche Rollenbilder und treten in künstlerischen Dialog mit der neugotischen Architektur und der Ornamentik des Kirchenraumes. Es entstehen raumgreifende Interventionen, die individuelle und spannende Positionen der sechs ausgewählten Künstlerinnen reflektieren.

Die Ausstellung wird kuratiert von
Dr. Barbara Fischer und Dr. Alexander Heisig.

Programm
Do., 06.06.2019, 19:30 Uhr Eröffnung
Grußwort: Ordinariatsdirektor Msgr. Thomas Schlichting, Leiter Ressort Seelsorge und kirchliches Leben
Einführung durch die Kurator*innen:
Dr. Alexander Heisig, Fachreferent Zeitgenössische Kunst und Kirche, Dr. Barbara Fischer, Kulturwissenschaftlerin
Die Künstlerinnen sind anwesend
 
So., 09.06.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
So. 23.6.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
So., 30.06.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
So., 07.07.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildbetrachtung zu Themen der Gruppenausstellung (Dr. Ulrich Schäfert)
 
So., 21.07.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildbetrachtung zu Themen der Gruppenausstellung (Marion Mauer-Diesch, Frauenseelsorge)
 
Do., 25.07.2019, 19:30 Uhr
Gespräch mit den Künstlerinnen und Katalogpräsentation
 
So., 01.09.2019, 20:15 Uhr
TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Msgr. Thomas Schlichting)
 
Mi., 16.10.2019, 19:30 Uhr
Uraufführung der Komposition „Drei" – Trio für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug von Pierre-Dominique Ponnelle
 
Sa., 19.10.2019, 19:00-23:30 Uhr
Lange Nacht der Münchner Museen
Kurator*innenführungen um 19:30/ 20:30/ 21:30/ 22:30 Uhr
 
So., 24.11.2019, 20:15 Uhr
Finissage im TatOrtZeit-Gottesdienst mit Bildpredigt zu Themen der Gruppenausstellung (Rainer Hepler)
 
 
 

Osterkerze in St. Paul

Osterkerze 19 Bild
 

 

Rückblick

 
Lange Nacht 19
Bild: Johannes Seyerlein

Lange Nacht der Musik am 04.05.2019

St. Paul – München
St.-Pauls-Platz 11, St.-Pauls-Kirche
TatOrtZeit
Jeden Sonntagabend wird um 20.15 der Gottesdienst in St. Paul musikalisch gestaltet von Mitgliedern der Bayerischen Staatsoper bis hin zu Musikern der freien Szene mit zeitgenössischen Improvisationen, Gesang und unterschiedlichsten Instrumenten. Mit einer Lichtgestaltung von Peter Schultze haben sich die Musiker zum ersten Mal gemeinsam ein Stelldichein bei einer Langen Nacht gegeben und traten an unterschiedlichen Stellen des weiten Kirchenraums miteinander in Dialog.






Musiker*innen:
Peter Gerhartz, Tasteninstrumente
Miriam Ströher, Oboe
Bettina Ullrich, Stimme 
Kathrin Feldmann, Alt
Andreas Höricht, Bratsche 
Axel Nitz, Saxophon
Jost Hecker, Cello
Doris Döbereiner, Blockflöte
Michael Popp, Gambe
Lange Nacht 2
Bild: Johannes Seyerlein
Lange Nacht 19 3
Bild: Johannes Seyerlein
 
 
 
 

 
Empfangshalle_Haendewaschen-s-683x1024
Bild: Empfangshalle

Aschermittwoch der Künstler

Mi. 6.3., um 17:30 Uhr
Im Dom Zu Unserer Lieben Frau mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx

Die Gestaltung stand unter dem thematischen Fokus „Reinigung“: Es war die Arbeit „Waschende Hände“ des Künstlerduos EMPFANGSHALLE – Michael Gruber und Corbinian Böhm – zu sehen. Die ‚Waschstation‘, an der sich immer zwei Menschen gegenseitig je eine Hand waschen, was im Video festgehalten wird, wurde 2017 bereits in St. Paul gezeigt.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes erfolgte u.a. mit Werken von Wolfram Buchenberg (*1962) und Samuel Sebastian Wesley (1810-1876) durch die Capella Cathedralis unter Leitung von Frau Domkapellmeisterin Lucia Hilz und Domorganist Msgr. Hans Leitner.

Pressemeldung zum Aschermittwoch, Videobeitrag und Predigt von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zum Nachhören


Hier geht es zur Webseite des Künstlerduos Empfangshalle
 

KUNSTINSTALLATION
BALZ ISLER
ENT-

HEILIG-GEIST-KIRCHE
ROSENHEIM
VOLTO 2

Der Schweizer Künstler Balz Isler konzipiert für VOLTO2 eine mehrdimensionale Installation, die auch den Außenraum der Kirche mit einbezieht. Ausgangspunkt für seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Kirchenraum der Heilig-Geist-Kirche ist ein toter Schmetterling (Pfauenauge), den der Künstler bei einer Ortsbegehung im Juli 2018 im Glockenturm fand. Das zentrale Motiv, ergänzt durch Text und Objekt, wird den Ort in Relation setzen zu den veränderten Bedingun-gen, die wir als global und unberechenbar empfinden. Isler beschreibt sie als Prozesse, die „ent-wenden, ent-wickeln, ent-puppen [...] und ent-leeren.”
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
Volto II
Bild Maximilian Ehrbacher
VOLTO ist eine Reihe mit Kunstinstallationen in der Heilig-Geist-Kirche in Rosenheim, die einmal jährlich stattfindet. VOLTO, im Italienischen das Antlitz, das Aussehen, nimmt Bezug auf das bedeutsame Fresko „Volto Santo“ in der Heilig-Geist-Kirche und reflektiert das Bild des Menschen. Es werden aktuelle künstlerische Positionen gezeigt, die zur räumlichen wie spirituellen Dimension des Kirchenraumes in Bezug treten. Die Reihe wird veranstaltet von der Erzdiözese München und Freising, Fachbereich Kunstpastoral in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchenstiftung St. Nikolaus, Rosenheim.
 
 
 

Spot zum Kurzfilm "die Herberge" von Ysabel Fantou und Sanne Kurz

 
 
 

Opernfestspielgottesdienst mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx mit Uraufführung


10.00 Uhr
St. Michael München
Uraufführung eines Werks für 8 Hörner (mit Gongs) von Samy Moussa mit den Munich Opera Horns
Nelson-Messe von Joseph Haydn
Solisten: Selene Zanetti (Sopran), Rachael Wilson (Alt),  Dean Power (Tenor), Milan Siljanov (Baß), Bayerisches Staats-orchester und Chor der Bayerischen Staats-oper. Leitung: Samy Moussa
Mehr informationen auf der Seite der Staatsoper hier
 
Winterreise
Bild: © Stefan Hunstein
Lange Nacht der Musik
Schubert & Jazz –
W I N T E R R E I S E
St. Paul München

„Mein Herz sieht an dem Himmel
Gemalt sein eignes Bild“
In einer sachten Dekonstruktion näherten sich Hunstein, Wolf und Siegmeth der „Winterreise“ an. Schuberts Komposition wurde in improvisatorischer Freiheit mit Laute und Saxophon aufgegriffen, W. Müllers Gedichte wurden rezitiert, nicht gesungen – und erhielten so einen ungehörten Resonanzraum. Die existentiellen Fragen des Wanderers, seine wachsende Entfremdung und Spiegelung in einer kalten Welt erklingen heute so drängend wie vor 200 Jahren. Im Wechsel antworteten Improvisationen von Gerhartz und Nitz im spirituellen Raum St. Paul: „Weg? Wahrheit? Leben?“ Künstler: Stefan Hunstein (Sprecher); Axel Wolf (Laute, Theorbe); Hugo Siegmeth (Saxophon, Bassklarinette); Axel Nitz (Saxophon); Peter Gerhartz (Orgel)
 

Einzelausstellung an zwei Orten in der Galerie der DG und in der Kirche St. Paul München

Kunstprojekt von Empfangshalle; Kamera und Schnitt Frank Sauer

Wäsche – Empfangshalle

Im Rahmen der OPEN art 2017 eröffnete die Galerie der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. (DG) zusammen mit dem Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising die Ausstellung ‚Wäsche’ des Münchner Künstlerduos EMPFANGSHALLE an zwei Orten.

Partizipation von Dritten ist ein wesentlicher Bestandteil des künstlerischen Schaffens von Corbinian Böhm und Michael Gruber, die seit 2000 unter dem Namen EMPFANGSHALLE zusammenarbeiten. Neben klassischen Skulpturen entstanden somit auch performative und ephemere Arbeiten, deren Verlauf das Unvorhersehbare durch die Interaktion der Menschen widerspiegeln. In der Galerie der DG waren neue Arbeiten der Künstler zu sehen, darunter eine Rauminstallation, Fotografien und eine Auswahl an Videoarbeiten.
Ausgangspunkt der Ausstellung ‚Wäsche’ war die Intention, zwei Orte im Zentrum Münchens, die nicht unterschiedlicher sein könnten, mit ihren gesellschaftlichen Realitäten zu verknüpfen: Die Kirche St. Paul und die Galerie der DG. EMPFANGSHALLE schaffte dafür ein Bild. Gesammelt wurden Kleider rund um St. Paul: Liturgische Gewänder, Altkleider der Gemeinde sowie Fundstücke obdachloser Wanderarbeiter, die unter anderem auf den Stufen des Kirchenportals schlafen. Diese Kleidungsstücke wurden zusammen in einer in der Galerie aufgestellten Industriewaschmaschine gereinigt und als Rauminstallation zum Trocknen auf eine Wäscheleine gehängt. So entstand ein buntes Wäschebild der Gesellschaft des Bahnhofsviertels in einer der teuersten Lagen Münchens, am Odeonsplatz.

Das Thema „Reinigung“ wurde auch in der Arbeit „waschende Hände“ mit einer interaktiven Waschstation weitergeführt, bei der sich immer zwei Menschen gegenseitige eine Hand waschen, was wiederum im Video festgehalten wurde. Das Video wurde in St. Paul und in der Galerie der DG gezeigt und eröffnete je nach Ort vielfältige Assoziationen.
 

Videoinstallation "Zukunft" von Stefan Hunstein

Hunstein Zukunft 2
Foto Stefan Hunstein
 
 
 
 
 
 
Edition 2018
Die Edition ist über Ausstellungsende hinaus noch zu erwerben.
www.vck-muenchen.de
 

 

Kooperationspartner:

 

Monsignore Fellerer Fond zur Unterstützung von Künstlern in Not

Monsignore Dr. Johannes Fellerer (1905-1986) war seit 1965 Künstlerseelsorger in der Erzdiözese München und Freising. Er legte in seinem Vermächtnis den Grundstock für den so genannten Fellerer-Fonds. Ziel des Fonds ist ausschließlich die materielle Unterstützung von bedürftigen KünstlerInnen in Notsituationen.

Auf Anfrage erhalten Sie die Kontoverbindung des Fellerer-Fonds.
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