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Fronleichnamsprozession zieht wieder durch München
(Pressemitteilung der Erzdiözese München und Freising)

Festgottesdienst mit Kardinal Marx auf dem Marienplatz / Gläubige begleiten das Allerheiligste
 
Nachdem die große Prozession zum Fronleichnamsfest aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen beiden Jahren entfallen musste, werden nun wieder tausende Gläubige in München erwartet. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert am Donnerstag, 16. Juni, um 9.00 Uhr ein Pontifikalamt auf dem Marienplatz. Die anschließende Prozession führt über die Residenzstraße zur Ludwigskirche zum Segensaltar und dann zurück zum Marienplatz, wo der eucharistische Segen gespendet wird. Bei einer besonderen Gabenprozession werden Hilfsorganisationen vorgestellt, die in München Geflüchtete unterstützen oder konkret Hilfe in der Ukraine leisten, darunter die Bahnhofsmission München, die Caritas München Mitte, die Münchner Tafel, der Verein Heimatstern und die ukrainische griechisch-katholische Gemeinde. Bohdan Dzyurakh, Bischof der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, wird an der Prozession und dem Gottesdienst teilnehmen und konzelebrieren.
 
„Nach zwei Jahren ohne die große Münchner Stadtfronleichnamsprozession machen wir uns in diesem Jahr neu auf den Weg, um Christus in die Straßen und zu den Menschen in München zu bringen“, schreibt Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München, in der Einladung zur Prozession. An Fronleichnam geht es laut Stolberg nicht darum, „die Kirche“ zu präsentieren. Es gehe vielmehr darum, „als Kirche Christus zu präsentieren, Ihn sichtbar zu machen“, der in der Heiligen Eucharistie „in dieser Welt leibhaftig gegenwärtig ist“. Diese Botschaft habe „nichts von Ihrer Strahlkraft verloren“, so der Weihbischof. Christi Gegenwart stehe mehr denn je für „ein Strahlen, das nicht die dunklen Schatten der Vergangenheit ausblendet, sondern ausleuchtet. Ein Strahlen, das Erneuerung erst möglich macht und den Weg in die Zukunft weist.“
 
Der Prozessionsweg führt vom Marienplatz über die Residenzstraße zur Ludwigskirche zum Segensaltar und über die Ludwig- und Theatinerstraße zurück zum Marienplatz. Dort wird der eucharistische Segen gespendet. Ein festlicher Ausklang mit Musik und Darbietungen der muttersprachigen katholischen Gemeinden beschließt das Fronleichnamsfest. Angeführt wird die Prozession auf dem etwa zwei Kilometer langen Weg von einem von Jugendlichen getragenen Kreuz, begleitet unter anderem von Ordensangehörigen, Studenten, Mitarbeitern in pflegenden und pastoralen Berufen, Priestern, Diakonen und Ministranten, Vertretern von Staat und Stadt, Ordensrittern, Vertretern der katholischen Räte, von Verbänden und Trachtengruppen. Gottesdienst und Prozession werden vom Domchor München, der Jungen Domkantorei und den Münchner Dombläsern unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz und Benedikt Celler mit Motetten und Liedsätzen zu Fronleichnam musikalisch gestaltet. Bei unsicherer Wetterlage ist eine entsprechende Mitteilung über Gottesdienstort und Prozessionsverlauf am Donnerstag, 16. Juni, ab 7.30 Uhr auf www.erzbistum-muenchen.de zu finden.
 
Fronleichnam wurde 1264 von Papst Urban IV. zum offiziellen kirchlichen Fest erklärt. Der Begriff „Fronleichnam“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „fron“ bedeutet „Herr“ und „lichnam“ meint den lebendigen Leib. An Fronleichnam, dem „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, zeigen Katholiken öffentlich ihren Glauben an die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Sie tragen dabei das Allerheiligste, Christus in Gestalt einer konsekrierten Hostie, in einem kunstvoll verzierten Schaugefäß, einer Monstranz, durch die Straßen und beten an mehreren Altären um Gottes Segen. (hs)
 
Weitere Informationen finden Sie hier und im Einladungsflyer.
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(c) Georg Schmidtner