Stadtpastoral

Aussicht vom Alten Peter
Bild: Stadtpastoral

„Bemüht euch um das Wohl der Stadt…“

(Jeremia 29,7)

Diesem Wort aus dem Alten Testament fühlt sich der Fachbereich Stadtpastoral verpflichtet – in der City von München, wie auch in den Städten unseres Erzbistums. Überall dort, wo ein lebendiges Miteinander zu finden ist, möchten wir im Zusammenspiel mit den Menschen der Botschaft Jesu, auf vielfältige Art und Weise, ein neues „Gesicht“ geben. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen in der City – egal ob für Touristen oder Pilger, ob zum Einkaufen oder zum Arbeiten, für alle wollen wir mit kreativen Gestaltern Impulsgeber und Unterstützer sein. 

Unsere Ziele... (hier klicken)

Zum Fachbereich „Stadtpastoral“ gehören ebenso die Sachgebiete:

Unser Tipp:
100 Jahre Maria Schutz in Pasing
NIMM DIR ZEIT  - eine Entschleunigungsspur am Samstag, 14. Juli 2018 ab 9.30 Uhr PASEO
(Pasing-Arcaden)
Maria Schutz

Rückblick

 
Gewicht der Dinge 2 bearbeitet
Bild: Erzbischöfliches Ordinariat Pressestelle
Der Sand in meiner Hand – oder: Was im Leben Gewicht hat, sichtbar gemacht
Die Stadtpastoral überrascht die Besucher beim Bennofest mit einer etwas anderen Art der Umfrage
 
Tausende Menschen durchströmten wieder beim diesjährigen Bennofest die Münchner Einkaufsstraßen in der Innenstadt, das zusammen mit dem Stadtgründungsfest gefeiert wurde. Während so manche Stände ihre Waren anboten oder mit vielerlei Informationen und Aktionen für ihre Einrichtung oder Verband warben, gab es am Stand der Stadtpastoral auf den ersten Blick ein etwas karges Angebot: Lediglich einen Becher mit Sand gefüllt, garniert mit einem kleinen Messlöffel, lockte dort die Besucher zu deren Auslage.
 
Doch gerade deshalb blieben wohl viele Passanten dort überrascht stehen und betrachteten das etwas andere Angebot. Damit waren sie bereits selbst Teil einer sehr interessanten Aktion geworden und bekamen sogleich die Frage und den Auftrag gestellt zu ermitteln: „Was hat für Dich Gewicht im Leben?“. Mit einem Becher Sand in der Hand galt es diesen auf die aufgestellten Waagen und ihren dazugehörigen 12 Lebensbereichen mit dem Messlöffel zu verteilen. Dabei wurden Fragen gestellt, wie z. B. „Wieviel Gewicht hat für dich dein Hobby, dein Beruf/Studium, deine Zeit für Ruhe und Gebet, deine Gesundheit, eine Pilgerreise/Wallfahrt, die Freunde, die Partnerin/der Partner, dein Ehrenamt…?“ Für viele eine nicht immer einfach zu lösende Aufgabe. So waren manche erstaunt, dass ihr Sandbecher schon fast leer war, sie aber noch sehr gerne weitere Schwerpunkte setzen bzw. mehr Sand verteilen wollten – ganz also wie im realen Leben.
 
Regelmäßig wurden die Gefäße geleert und das aktuelle Gewicht veröffentlicht. Bei der zweitägigen Aktion, die der Fachbereich Stadtpastoral zusammen mit den Berlinern Interventions-Künstlern, der „Stiftung Freizeit“, ausgedacht und kreativ umgesetzt hat, gab es rasch einen sehr gewichtigen Favoriten unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. So wurden häufig die Töpfe für die Eltern/Großeltern, sowie die Freunde, wie auch das eigene Wohlbefinden/die Gesundheit angesteuert und dementsprechend gut gefüllt.
 
Insgesamt wurden bis Sonntagabend stolze 242 Kilogramm Sand verfüllt. Allein 35 Kilogramm, umgerechnet etwa 350 Becher Sand, kamen davon für die Eltern/Großeltern zusammen, dicht gefolgt von 30,3 Kilogramm für die Freunde und 30,1 Kilogramm für die Gesundheit. Im Mittelfeld landete der Beruf/das Studium (26,3 kg), sowie die eigenen Kinder/Enkel (24,7 kg) und der regelmäßige Sport (22,5 kg). Etwas abgeschlagen am Ende der Gewichtstabelle, aber immerhin noch jeweils über 6 Kilogramm bzw. 60 Becher Sand sahen das Ehrenamt oder eine Pilgerreise/Wallfahrt als ihren Schwerpunkt an.
 
Für viele der knapp 2.500 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeglichen Alters war das Verfüllen des Sandbechers mit dem Messlöffel, wie sie im gemeinsamen Gespräch bestätigten, nicht nur eine Teilnahme an einer kreativen Umfrage. Vielmehr sei es für sie eine Art Reflexion gewesen, die ihnen aufzeigte, wo es im persönlichen Umfeld nötig wäre neue Schwerpunkte zu setzen. Somit bekamen sie ein Bewusstsein auch anderen Dingen im Leben ggf. deutlich weniger Präsenz einzuräumen. Gerührt bedankte sich sogar eine Teilnehmerin für die neugewonnene Erkenntnis, sich wieder mehr Zeit für sich selbst zu nehmen und dafür ihren beruflichen Alltag stärker hinten anzustellen. Die Aktion der Stadtpastoral „Das Gewicht der Dinge“  hat damit am Ende gezeigt, dass manchmal schon ein wenig Sand reichen kann, um das eigene Leben neu zu betrachten und Gewichte zu verschieben.
 
 
 
 
 

Auswertung der Aktion Gewicht der Dinge

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Missionspreis
Bild: Stadtpastoral

Fachbereich Stadtpastoral erhält „Andere-Zeiten-Missionspreis 2018“
für interaktives Projekt „NIMM DIR ZEIT – eine Entschleunigungsspur“
München.
Der auffällige blaue „Entschleunigungsteppich“ mitten in der Münchner Fußgängerzone sorgte im vergangen Sommer für viel Aufsehen bei den Passanten. Der Fachbereich Stadtpastoral lud dabei alle Interessierten ein, sich einmal bewusst Zeit für sich und den Augenblick zu nehmen. Durch verschiedene Elemente, wie u. a. bequeme Sitzgelegenheiten, eigene Entschleunigungs-Parkuhren oder einer „Apfel-Smartphone-Tausch-Station“ wurde es den vorbeiströmenden Passanten leichter gemacht kurze Momente der Ruhe zu finden.
 
Mit dem interaktiven Projekt „NIMM DIR ZEIT“, das der Fachbereich Stadtpastoral zusammen mit der Berliner Architekten-Künstler-Gruppe „StiftungFREIZEIT“ entwickelt hat, wurden die klassischen „Störfaktoren der Innenstadt“ stärker in den Blickpunkt gerückt, wie u. a. Lärm, Hektik, und Termindruck. Mit der „Entschleunigungsspur“ wurden dazu Antworten und Gelegenheiten geschaffen, die das Tempo reduzieren und die es ermöglichen das Umfeld bewusst wahrzunehmen, den eigenen Bedürfnissen nachzuspüren und somit Momente des „Getrieben-seins“ zu durchbrechen. 
 
Der Fachbereich Stadtpastoral unter der Leitung von Georg Schmidtner und seines Mitarbeiters Florian Wagner bewarb sich erstmalig mit der „Entschleunigungsspur“ für den diesjährigen „Missionspreis“, der vom Verein „Andere Zeiten“ ausgelobt wird.
 
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Bild von Sarah Seifert, Andere Zeiten e. V. /
Preisübergabe am 03.05.2018 im Andere-Zeiten-Haus in Hamburg durch Laudatorin (links) Friederike von Kirchbach an Georg Schmidtner, Markus Blößl (Stiftung Freizeit) und Florian Wagner, sowie von Jurymitglied Sarah Schaefer-Kehnert (rechts)
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Bild Stadtpstoral
Sehr groß ist die Freude nun, dass der Fachbereich Stadtpastoral zu den drei Preisträgern des diesjährigen „Andere-Zeiten-Missionspreises“ gehört und diesen Preis am 3. Mai 2018 in Hamburg persönlich in Empfang nehmen durfte.
 
Mit dem Missionspreis will der Verein „Andere Zeiten“ neue, mutige und originelle Aktionen zur Verbreitung und Festigung des christlichen Glaubens in Deutschland auszeichnen. Er wird einmal im Jahr verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert, über deren Aufteilung eine Jury entscheidet. Der Verein sucht Projekte von Kirchengemeinden und Initiativen, die an ungewöhnlichen Orten ein spirituelles Erleben ermöglichen. 1998 gründete Pastor Hinrich C. G. Westphal den gemein-nützigen Verein „Andere Zeiten“. Er ist ökumenisch und steht den christlichen Kirchen nah.
 








Die „Entschleunigungsspur“ selbst kann auch weiterhin von interessierten Pfarreien, Institutionen, Gruppen und Gremien beim Fachbereich Stadtpastoral ausgeliehen werden. Weitere Informationen jederzeit unter stadtpastoral@eomuc.dewww.kirche-im-zentrum.de oder unter
Tel. 089/2137-1430.
 
 
Weitere Informationen auch unter:
http://www.anderezeiten.de/foerderung/mp-ausschreibung/mp-preistraeger/
 
 

Bevor ich sterbe...

 

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Parkuhr
Ruhe-Päckchen, Auszeit-Parkuhr. Bild: Stadtpastoral
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Im Rückblick

Farbverteilung
Erinnerung
G
Titel
Erinnerung
Bild: Stadtpastoral
Chor
Bild: Stadtpastoral
Rosa Glas





LANGE NACHT DER MÜNCHNER MUSEEN 2017 IN DER EHEM. KARMELITERKIRCHE:
 
DIE ERINNERUNGSMANUFAKTUR
Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll,
ist schon geschehen…
nach Kohelet 3,15

 
Eine ERINNERUNGSMANUFAKTUR
oder: Wenn meine Erinnerung eine Farbe erhält

Erstmalig ist die Stadtpastoral
bei der Langen Nacht der Münchner Museen dabei

 
Irgendetwas ist anders als sonst – dort wo täglich viele Menschen im gewohnten Alltagsgetriebe vorbeigehen, bleiben sie an diesem Abend spontan stehen. Ein sich stets veränderndes Farbbild strahlt aus den großen Fenstern der ehemaligen Karmeliterkirche in die Lange Münchner Museumsnacht und lockt Neugierige an.
 
Betritt man den Raum, geht es nicht minder bunt zu. Genau in der Mitte steht ein weit ausladendes Regal, in großen Buchstaben darüber: ERINNERUNGSMANUFAKTUR.
„Was soll das sein?“ fragen so manche Besucher. Doch bald darauf steht auch deren farbiges „Erinnerungsglas“ bei den vielen anderen Gläsern im Regal. Somit weiß jeder nun ganz genau, dass ihr bzw. sein Glas etwas Einzigartiges hat, genauso wie ihre bzw. seine unvergessliche Erinnerung, die sie/er dazu auf ein eigenes Etikett aufgeschrieben und am Glas befestigt hat.
 
Der Besucher wird an diesem Abend nicht allein gelassen. Hilfsbereite Menschen gehen auf die Fragenden zu und doch entscheidet jeder selbst, welche Farbe oder Farbmischung – und ganz wichtig, wieviel Farbe er für seine Erinnerung(en) benötigt.
 
Zu diesen farbigen Erinnerungen gehören kleine und große Momente im Leben – von Erfolgen und Misserfolgen, von Abenteuern, Enttäuschungen, Neuanfängen, unvergessliche Begegnungen und Abschieden. So erinnert sich jemand gerne an die Geburt seiner Tochter, ein anderer an das Scheitern im Studium; eine erinnert sich an den ersten Helikopterflug im Urlaub, ein anderer an die Hochzeit oder den ersten Kuss, sowie die letzte Erinnerung an einen lieben Menschen und sehr vieles mehr.
 
Für viele ist das „Erinnerungsglas“ erst perfekt, wenn auch noch ein passender Aufkleber auf dem Glasdeckel angebracht ist. Eine reichhaltige Auswahl mit ganz unterschiedlichen (Bibel-)Zitaten liegt dazu aus, so z. B. „Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände – nach Jesaja 49,16“ oder: „Der Herr, dein Gott ist mit dir bei allem, was du unternimmst – nach Josua 1,9“, ebenso: „Du bist vertraut mit all meinen Wegen! – nach Psalm 139,3“, aber auch ein Zitat des Mystikers Franz von Sales darf nicht fehlen: „Blühe, wo du gepflanzt bist“.
 
Die ERINNERUNGSMANUFAKTUR unterscheidet sich wahrscheinlich von ihrer Art dann doch deutlich von allen anderen Veranstaltungen in dieser Museumsnacht: Nicht ein Kunstwerk eines bestimmten Meisters gilt es zu bestaunen, vielmehr wird die eigene prägende Erinnerung zum Teil eines Gesamtwerkes – ohne dieses eine Glas ist sozusagen das Kunstwerk unvollständig. Einen kleinen, aber sehr wichtigen Teil des eigenen Lebens zu bestaunen und zu erkennen, dass all dies geschehen durfte auf dem gemeinsamen Weg mit einem der alle Höhen- und Tiefenwege mitgeht – was kann es denn Schöneres, Bestaunenswerteres geben?
 
Für viele ist dies ein sehr emotionaler Moment, der eine ganz besondere Stimmung erzeugt und wunderbar vom Chor „Vox Nova“ unter der Leitung von Andreas Stadler aufgenommen wird. Ihr ruhiger Madrigalgesang lädt dabei zum Verweilen und Nachklingen ein, gerne bei einem Glas Wein und einem kleinen belegtem Brot in den verschiedenen sanft ausgeleuchteten Ecken der ehemaligen Karmeliterkirche.
 
Am frühen Morgen erstrahlen die Gläser in den Regalen mit ihren farbigen und kostbaren Erinnerungen einer ganzen Stadt. In dieser Nacht wurde neu Geschichte geschrieben; passend an einem Ort, an dem sich nur eine Mauerstärke entfernt, die Erinnerungen des gesamten Erzbistums im dortigen Archiv befinden.
 
Am Ende haben über 1.000 Menschen die ERINNERUNGSMANUFAKTUR besucht. Georg Schmidtner und Florian Wagner vom Fachbereich Stadtpastoral, sowie die Erschaffer der Manufaktur, die „StiftungFreizeit“ aus Berlin, sind dankbar für das große Interesse, sowie die vielen persönlichen Erinnerungen und Gespräche. Sie freuen sich auf eine weitere „Lange Nacht der Münchner Museen“ im nächsten Jahr, bei dem diese Geschichte weitergeschrieben werden soll.

Die Citypastoral München lädt zum Anhalten und Nachspüren ein "Nimm dir Zeit!" - Eine Aktion zum Entschleunigen vor St. Michael in der Münchner Innenstadt

Im letzten Jahr legte die Citypastoral zusammen mit der StiftungFREIZEIT aus Berlin eine Entschleunigungsspur vor St. Michael, sowie vor dem Liebfrauendom aus.

Hinter der Einladung, dieser Spur zu folgen, stand das Motto "Nimm dir Zeit!".
Die Citypastoral bot mit ihrer Entschleunigungsspur kleine Inseln zum Anhalten an mit dem Ziel, "den wertvollen spirituellen Schatz, den wir haben", an die Menschen zu vermitteln, so Abteilungsleiter Georg Schmidtner.

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Verkehrszeichen
Bild: Stadtpastoral
Kirche
Bild: Stadtpastoral

Aktion Ruhe-Kissen

Ruhe-Kissen
Bild: Stadtpastoral
Aktion „Ruhe-Kissen“
 
Egal an welcher Straße, an welchem Platz und Ort man sich auch (in der Stadt) aufhält – überall dringen eine Vielzahl von Stimmen, Lärmgeräuschen und lautstarken Appellen an unser Ohr. Die Möglichkeit wirklich zur Ruhe zu kommen, in die Stille zu gehen, sei es auch nur für wenige Augenblicke, ist nicht einfach. Die vielen Störgeräusche im Alltag machen es sehr schwer, Momente der inneren Einkehr und Besinnung zu finden.
 
Aus diesem Grund startete der Fachbereich Stadtpastoral zur Adventszeit 2016 die Aktion „Ruhe-Kissen“: Jeder Interessierte erhielt in der belebten Innenstadt ein kleines „Ruhe-Kissen“ aus Karton, gefüllt mit schalldämpfenden Ohrstöpseln. Ergänzt wurden diese Kissen mit einem ermutigenden Bibelwort und einem eigenen „Ruhe-Raum“ im Innenteil. Damit kann jeder sich selbst (handschriftlich) erinnern, Momente der Ruhe und Besinnung bewusst im Alltag einzuplanen. Die „Ruhe-Kissen“ wurden zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten zwischen Stachus und Viktualienmarkt verteilt. Die Aktion stieß auf große Resonanz. So kam es immer wieder zu kurzen Gesprächen. Viele fanden die Kissen als gute Idee und Kontrast zum lauten Innenstadtlärm. Insgesamt wurden ca. 3.000 Ruhe-Kissen verteilt. Auch 2017 soll die „Ruhe-Kissen“-Aktion fortgeführt werden.



 
 
 

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