Schatzzeit "Hallo Gott, ich bin's!": Klagen Dritte Andacht der neuen "Schatzzeit"-Reihe für Kinder bis 6 Jahren

Paper wird in Mauer gesteckt

Benötigtes Material

Wenn es sich anbietet, können die Kinder eine Mauer aus den Steinen bauen, in der Trauer-, Angst- und Sorgenbilder der Kinder Platz finden können. Es muss gewährleistet sein, dass die Bilder nicht herausgezogen werden können und die Kinder sich über die Bilder lustig machen.

Für die Eltern

Danken und bitten sind die ersten Gebetsformen, die Kinder erlernen. Das Klagen ist eher ungewöhnlich. Wenn wir von Gott die Vorstellung haben, dass er der Schöpfer ist und unser Leben lenkt, leitet und liebt, dann liegt es nahe, sich bei ihm auch über Zustände zu beschweren, die wir nicht verstehen, unter denen wir leiden und die ungerecht sind.
Kinder begreifen Leid von Mensch und Tier und beklagen sich bei Gott über dieses Leid. Die Frage nach dem „Warum?“ schließt sich an. Man könnte es auch so sagen: Wenn wir Gott ernst nehmen, dann klagen wir auch vor ihm, wir be-klagen Ungerechtigkeiten und Leid, wir äußern unser Unverständnis und tragen unser ganz persönliches Leid und unseren Schmerz zu ihm. In der Tradition kennen wir die Klagepsalmen oder die große biblische Klage im Buch Hiob.
Bild malen für Schatzzeit Klagen

Anfangsritual

Hallo lieber Gott, ich bin hier!
Die Kinder winken nach oben.

Ich verbring jetzt Zeit mit dir.
Die Kinder umarmen sich.

Ganz fest glaub ich an dich
Die Kinder legen ihre Hände auf das Herz.

und vertrau darauf: Du begleitest mich.
Die Kinder machen Geh-Bewegungen auf dem Platz.

Danken, Bitten, Klagen,
Die Kinder falten ihre Hände.

ich kann dir einfach alles sagen.
Die Kinder öffnen die Hände zu einer Schale und bewegen die Hände nach oben.

Ich sprech mit dir, und du hörst mich
Die Kinder deuten auf sich und dann nach oben.

und wenn ich still bin, höre ich auch dich.
Die Kinder legen einen Finger auf den Mund.

Unser Schatz ist die gemeinsame Zeit.
Die Kinder formen ein Herz.

Für die bin ich / sind wir jetzt bereit.
Die Kinder geben sich die Hände.

Das Anfangsritual zum Anschauen

Gestaltungsidee

In die Mitte wird ein großer, schwerer Stein getragen und abgelegt.

GL: Heute liegt ein sehr schwerer Stein in unserer Mitte. Ihr habt gerade zugesehen, wie der Stein in unsere Mitte gebracht wurde und wie er abgelegt wurde. Wir spielen das einmal nach, wie es aussieht, wenn man so etwas Schweres trägt und es dann auch ablegt.

Die Kinder erheben sich und spielen die Bewegungen nach, wie man etwas Schweres trägt.
Steinmauer Schatzzeit Klagen
GL: Man kann schwere Dinge auch anders tragen, z.B. einen schweren Rucksack, oder einen schweren Sack.

Die Kinder finden weitere schwere Dinge und zeigen, wie man sie trägt
(Die Kinder können es auch pantomimisch spielen, und alle raten, was sie tragen).


GL: Menschen haben sich vieles einfallen lassen, damit sie schwere Dinge nicht selbst tragen müssen. Wir tragen nicht gern schwere Dinge. Das ist mühsam, man kann dabei zusammenbrechen oder stürzen. Schwere Dinge können einen erdrücken.
So können wir den Stein deuten: Er ist ein Zeichen für Dinge, die für uns eine schwere Last sind, die uns bedrücken, uns belasten.
Das kann sein, wenn die Eltern streiten, wenn andere Kinder einen ärgern, wenn jemand krank ist…

Kinder bekommen kleinere Steine, und sie finden „Namen“ für ihre Belastungen.
Klagebild malen für Schatzzeit
GL: Menschen bringen ihre Klagen zu Gott. Sie klagen: "Du Gott, warum hast du mir so etwas Schweres geschickt?" (Zum Beispiel: Warum ist meine Mutter krank?)

Der eigene Stein wird abgelegt. Bei jeder Klage wird der Stein in die Mitte auf den schon liegenden großen Stein oder daneben abgelegt. Kinder versuchen, ihre Trauer, ihre Not und ihre Klage ebenso auszudrücken oder legen nur ihren Stein ab.

GL: Gott dürfen und können wir auch sagen, was uns bedrückt, worunter wir leiden, was uns ärgert, worüber wir uns beschweren müssen. Manchmal ist es auch gut, einen Stein eine Zeit lang herumzutragen und dann an einem bestimmten Ort abzulegen und die ganzen schweren Dinge, die einen belasten, mit dem Stein abzulegen. Das tut gut.

Schlussritual

Lieber Gott, ich bitte dich:
Die Kinder falten ihre Hände.

Sei du mir nahe, schau auf mich!
Die Kinder legen ihre Hände aufs Herz.

Du verstehst, wie es mir geht,
Die Kinder deuten mit ihrem Finger an die Stirn.

drum spreche ich zu dir in diesem Gebet:
Die Kinder öffnen die Hände zu einer Schale und bewegen die Hände nach oben.

Gib mir Kraft für mein Leben,
Die Kinder zeigen ihre Muskeln.

lass mich nicht allein und schenk mir deinen Segen!
Alle Kinder nehmen sich an der Hand und drücken die Hand des anderen Kindes.
Kind steckt Papier in Mauer
Text und Idee: Monika Mehringer, Gemeindereferentin, Kinderpastoral

Kinderpastoral
Preysingstr. 93
81667 München
Telefon: 089 / 48092-2217
Kinderpastoral(at)eomuc.de
http://www.kinderpastoral.de

Fachreferentinnen:
Monika Mehringer, Gemeindereferentin
Tel: 089 / 48092-2211
MMehringer@eomuc.de
   
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Tel 089 / 48092-2215
SPenker@eomuc.de
Fachstelle Religionspädagogik im Elementarbereich
Kapellenstr. 4
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Fax: 089 2137-1352
kita-religion(at)eomuc.de
http://www.erzbistum-muenchen.de/kita-religionspaedagogik
Ansprechpartnerinnen:
Barbara Jaud, Sachreferentin
Tel. 089 2137-1640
BJaud@eomuc.de

Anna Rieß-Gschlößl, Sachreferentin
Tel. 089 2137-2545
ARiess-Gschloessl@eomuc.de