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„Große Anerkennung kirchlichen Bauens“

Zum Architekturpreis Große Nike für das Kirchenzentrum Sel. Rupert Mayer in Poing
München, 28. Mai 2019. Das Erzbischöfliche Ordinariat München sieht in dem Architekturpreis Große Nike für das Kirchenzentrum Sel. Rupert Mayer in Poing, Landkreis Ebersberg, eine Anerkennung des Beitrags, den das kirchliche Bauen zur Gestaltung des öffentlichen Raums und zugleich zu einer zeitgemäßen Seelsorge leistet. „Wir sind überwältigt und freuen uns sehr über diesen herausragenden Preis, der eine große Anerkennung kirchlichen Bauens ist“, erklärt Susanne Birk, Leiterin des Ressorts Bauwesen und Kunst. „Kirchen prägen seit alters her den öffentlichen Raum. Wir sind uns bewusst, dass wir diese Rolle weiter ausfüllen müssen.“ Weil zugleich die Mittel begrenzt seien, müsse man „strategisch planen und Prioritäten setzen“. Birk betont: „Wir tragen die Verantwortung dafür, dass die zur Verfügung stehenden Mittel für eine Seelsorge nah am Menschen eingesetzt werden.“
 
Poings Pfarrer Christoph Klingan erklärt, die Pfarrgemeinde habe in dem knappen Jahr seit der Kirchweihe „den Kirchenraum bereits auf vielfältige Weise mit Leben erfüllt“. Viele Menschen kämen gerne zu den Gottesdiensten und den gelegentlich stattfindenden Konzerten sowie „nicht zuletzt, um Ruhe zu finden und sich dem persönlichen Gebet zu widmen.“ Dafür biete die Kirche „im wahrsten Sinn des Wortes Raum und steht allen offen, sieben Tage die Woche“. Gerade der helle Raum und die besondere Lichtführung sprächen die Menschen an. Die Kirche sei ein Ort, an dem die „Verbindung der Erde mit dem Himmel tatsächlich ein Stück erfahrbar“ werde, sagt Klingan, der zum 1. September als künftiger Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising in das Erzbischöfliche Ordinariat wechseln wird. „So ist diese Kirche ein Ort, an dem Menschen, wenn vielleicht auch nur für einen Moment, den gewohnten ‚Raum‘ ihres Alltags verlassen und ihr Leben im Lichte Gottes wahrnehmen können.“
 
Am vergangenen Samstag hatte der Bund Deutscher Architekten (BDA) die Architekten Andreas Meck und Axel Frühauf vom Architekturbüro Meck und die Erzdiözese München und Freising als Bauherrin gleichermaßen mit dem Preis ausgezeichnet. Bereits im Februar hatte das Zentrum den Preis des BDA-Landesverbands Bayern in der Kategorie „Besondere Bauten“ erhalten und war damit für den bundesweiten Preis Nike nominiert gewesen, der alle drei Jahre verliehen wird.
 
Die vom Münchner Architekturbüro Meck entworfene Kirche Sel. Rupert Mayer, die rund 350 Sitzplätze bietet, setzt durch Form und Höhe einen städtebaulichen Akzent im Ortsbild der Gemeinde. Der Kirchenraum präsentiert sich offen zum Kirchplatz und zum Pfarrheim und wird geprägt durch drei große Lichtöffnungen: Das Licht aus der Öffnung über dem höchsten Punkt der Kirche trifft auf Altar und Tabernakel und unterstreicht so deren Bedeutung. Ein Seitenlicht betont den Taufstein. Durch die dritte Öffnung fällt das Morgenlicht auf den Altar. Ein horizontales Raumkreuz aus Stahlbeton bildet die Basis für die Tragkonstruktion des Daches und schafft im Kirchenraum unterschiedliche Andachtsorte. Die Kirchenbänke sind, ganz im Sinne des Gemeindeverständnisses des Zweiten Vatikanischen Konzils, in Blöcken rund um die Altarinsel angeordnet. Die Basis der Kirche bildet ein massiver Sockel aus Nagelfluh, einer typischen Gesteinsart der oberbayerischen Schotterebene. Die Fassade und das Dach sind mit insgesamt 15.000 weißen Keramikkacheln bekleidet.
 
Die im Juni vergangenen Jahres geweihte Kirche ist die Pfarrkirche der Pfarrei St. Michael. Sie bildet zusammen mit einem Kindergarten und einem Pfarrheim das Kirchenzentrum Sel. Pater Rupert Mayer. In unmittelbarer Nähe zum Bürgerhaus und zur evangelischen Kirche gelegen, ist das Zentrum ein wichtiger Bestandteil des neuen Ortszentrums von Poing. (ct)

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