Auf dem Weg zur Erstkommunion Tipps für Eltern und Familien - Damit das Fest ein Geschenk für alle wird

Vater, Sohn
Auf dem Weg zur Erstkommunion entstehen viele Fragen. Bei Kindern und Eltern. (Foto: imago/Westend61)
Im Mai ist Erstkommunion. Die ersten Elternabende haben stattgefunden, die Gruppenstunden sind in vollem Gange. Zu Hause laufen die Vorbereitungen für den großen Tag. Und einige Eltern haben viele Fragen. Was bedeutet das Sakrament eigentlich ganz genau? Wie gelingt die Feier, wenn die Eltern getrennt leben? Wie kommen wir zurecht mit der Pfarrei, die uns bisher vielleicht fremd war? Gedanken und Anregungen für Eltern, die helfen, dass die Erstkommunion ein Geschenk wird - für das Kind und für die ganze Familie.

Anleitung zum kinder-leichten Gespräch über Gott

  • sich anstecken lassen von der Entdeckerfreude
  • den Fragen und Gedanken der Kinder aufmerksam zuhören
  • gemeinsam Fragen haben
  • einander ernstnehmen, ausreden lassen und nachfragen
  • ehrlich sein und eigene Unsicherheit zeigen
  • Gefühle wahrnehmen und aufgreifen
  • nur auf Fragen antworten, die das Kind wirklich gestellt hat
  • eigene Gedanken preisgeben, auch wenn sie noch nicht zu Ende gedacht sind
  • auf Augenhöhe miteinander reden, gegebenenfalls „in die Knie gehen“
  • den richtigen Moment für den Austausch wahrnehmen

Gestalten Sie das Fest so, dass es zu Ihnen passt!

Erstkommunionkind
Den eigenen Weg finden - so wird die Erstkommunion ein echter Festtag für Ihr Kind! (Foto: imago/epd)
Die Erstkommunion trifft Familien in sehr unterschiedlichen Situationen und Konstellationen an. Das Fest gestaltet sich unterschiedlich, je nachdem, ob Sie in einer Groß- oder Kleinfamilie unterwegs sind, ob Sie als Eltern zusammen oder getrennt leben oder in einer Patchworkfamilie. Ob das Kommunionkind gesund oder krank ist oder eine Behinderung hat. Doch unter all diesen Voraussetzungen kann die Erstkommunion ein Fest werden, bei dem sowohl Kinder als auch Eltern Freude und Segen erleben. 

Nehmen Sie Ihre eigene Familiensituation in den Blick und lassen Sie sich nicht davon leiten, wie es die anderen machen. Jede Familie kann und soll ihren eigenen Weg finden und gehen.

"Einstieg in die Pfarrei"

Rebekka Schindler war ein passives Mitglied der Pfarrgemeinde vor Ort. Die wenigen Versuche, den Gottesdienst mit drei kleinen Kindern zu besuchen, hatten wenig Lust gemacht, öfter zu kommen. So stand sie der Gemeinde fern, als die Erstkommunion ihrer ältesten Tochter anstand.
 
„Ich überlegte ernsthaft, ob ich meine Tochter statt in der Pfarrei vor Ort nicht lieber in meinem Heimatort anmelden sollte. Dort fühlte ich mich wohler, auch wenn ich mich nicht aktiv eingebracht hatte. Mein Heimatpfarrer – bei dem ich selbst schon zur Kommunion gegangen war und den ich sehr schätze – riet mir aber davon ab. So wagte ich den Schritt in die Pfarrei vor Ort und wurde auch gleich Katechetin. Mir war es wichtig, meinen Kindern den christlichen Glauben weiterzugeben. Ich möchte sie wissen lassen, dass sie von Gott bedingungslos geliebt sind und Vergebung immer möglich ist. Deshalb wollte ich diesen Weg auch intensiv begleiten. Wir wurden von den hauptamtlichen Mitarbeiter_innen vorbereitet und angeleitet, und ich fand in diesem Rahmen doch noch einen Weg in die Pfarrgemeinde.

In mehreren Gottesdiensten wurde damals dringend um erwachsene Mitarbeiter_innen für die Ministrant_innen-Arbeit geworben, und nach einigem Zögern erklärte ich mich dazu bereit. Inzwischen hat sich daraus eine intensive, große, offene und überkonfessionelle Jugendarbeit entwickelt. Bei uns klingelt es öfter an der Tür oder ich werde per WhatsApp von den Jugendlichen angeschrieben. Es hat sich ein gutes Vertrauensverhältnis auf Augenhöhe entwickelt.
 
Wertvolle Freundschaften
 
So kam eines zum anderen. Ich lernte immer mehr Leute kennen. Seit drei Jahren singe ich in einer Band mit. Seit einem Jahr bin ich im Gemeindeteam. Mein Mann entwickelte sich zum Unterstützer im Hintergrund: Aufbau, Abbau, Bänke schleppen, Autotransporte organisieren … Es haben sich inzwischen für uns als ganze Familie viele sehr wertvolle Freundschaften entwickelt. Gerade gestern war so ein Tag: Wir haben als Band morgens im Familiengottesdienst und später dann auch noch im Abendgottesdienst gesungen. Dazwischen haben wir uns als „Band-Familien“ zum Mittagessen verabredet und den Tag zusammen verbracht.

Schön ist, dass sich auch unsere Kinder gut verstehen. Die nicht mitsingenden Mamas und Papas haben die Kinder dann wieder geschnappt und sind nach Hause gefahren, als wir zur Probe mussten. Dieses unkomplizierte und auch achtsame Miteinander unter Kindern wie unter Erwachsenen erlebe ich als sehr besonders.

Für uns war tatsächlich die Erstkommunion unserer Tochter der Einstieg in ein Leben mit und in der Pfarrei, für das wir dankbar sind und das wir heute sehr genießen."
 
Rebekka Schindler lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern (13, 11 und 7) in Fautenbach.

Erstkommunion
Die Texte stammen aus der Zeitschrift "Erstkommunion. Das Magazin für Eltern von Erstkommunionkindern", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

Das Magazin "Erstkommunion" eignet sich zur Ergänzung der Erstkommunionvorbereitung in den Pfarreien. Für Eltern bietet es Hintergrundinformationen und Anregungen unter anderem für die Vorbereitung und die Feier zu Hause und zur religiösen Erziehung.

Für die (Gruppen-)Leiter/innen der Erstkommunion können einzelne Beiträge wichtige Impulse geben. Kostenlose Exemplare vor allem für Vorbereitungsteams gibt es bei Agnes Passauer, Ehe- und Familienpastoral, solange der Vorrat reicht. Kontakt siehe unten.

Das Magazin gibt es auch im Zeitschriftenhandel zum Preis von 3,90 Euro.
Zudem kann es mit Rabatten bestellt werden unter www.akf-bonn.de/publikationen/erstkommunion.html (10 % Nachlass ab 20 Stück und 25 % ab 50 Stück).

Neues Konzept

Neues Vorbereitungskonzept im Erzbistum

Kindgerecht zur Erstkommunion: Für das Erzbistum wurde ein neues Konzept für die Erstkommunionkatechese erarbeitet. Dazu gehört auch das ansprechend gestaltete und kindgerechte Buch „Das ist mein Leib für Euch“. Informationen zum neuen Konzept für die Erstkommunionkatechese

Ehe- und Familienpastoral
Rochusstr. 5
80333 München
Telefon: 089 2137-1244
Fax: 089 2137-1783
http://www.ehe-und-familie.info
Sachgebietsleitung:
Agnes Passauer, Pastoralreferentin und Eheberaterin
Telefon: 089 2137-2207

Ansprechpartnerin:
Sylvia Braun-Schmidtner, Pastoralreferentin und Soz. Pädagogin

Referentin für Wertorientierte Sexualpädagogik und Natürliche Familienplanung:
Claudia Wiesner, Ärztin

Ansprechpartner für die Region West:
Johannes Sporrer

Ansprechpartnerin für die Region Nord:
Sylvia Braun-Schmidtner

Ansprechpartnerin für die Region Nord-Ost:
Cornelia Saumweber

Ansprechpartner für die Region Süd-Ost:
Peter Glaser

Ansprechpartner für die Region München-Ost:
Michael Kafka


Themen und Angebote:
  • Begleitung von Haupt- u. Ehrenamtlichen in der Familienarbeit vor Ort
  • Diözesane Projekte (z.B. Ehepaarsegnung, Ehe-Jubiläen)
  • Unterstützung von Eltern und Kindern in die Pubertät (MFM-Projekt)
  • Natürliche Familienplanung (NFP)
  • Religiöse Begleitung von Familien, z.B. "Kess-erziehen: staunen - fragen - Gott entdecken"
  • Arbeitshilfen, Materialien, für die Familienarbeit vor Ort (z.B. Ehebriefe, Elternbriefe)
  • Kooperation mit Verbänden