An die „neue Qualität von Gemeinschaft“, die ausgehend von den jungen christlichen Gemeinden nach dem Pfingstereignis bis heute die Kirche trage, erinnert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in einem Radiobeitrag für den Westdeutschen Rundfunk (WDR): Es sei „nicht mehr so wichtig, wer wie viel besitzt und wer Einfluss hat und mächtig ist“, entscheidend sei vielmehr, „dass die Gemeinschaft bei allen Verschiedenheiten zusammenhält“, dass sie den Einzelnen „trägt und verwurzelt“, so der Kardinal in der Sendung „Morgenandacht“, die am Freitag, 24. Mai, ausgestrahlt wurde.
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Zum traditionellen Festgottesdienst und der anschließenden großen Prozession durch die Münchner Innenstadt werden am Fronleichnamsfest, Donnerstag, 30. Mai, etwa zehntausend Gläubige erwartet. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert den Gottesdienst um 8 Uhr auf dem Marienplatz. Die Prozession führt anschließend zur Kirche St. Ludwig und wieder zurück zum Marienplatz, wo der eucharistische Segen gespendet wird. Weihbischof Bernhard Haßlberger, zuständig für die Seelsorgsregion Nord, feiert am Fronleichnamstag mit den Pfarrgemeinden der Stadt Freising um 8.30 Uhr einen festlichen Gottesdienst auf dem Freisinger Marienplatz mit anschließender Prozession zum Freisinger Mariendom.
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Mit Blick auf den Fabrikeinsturz in Bangladesch, dem mehr als 1000 für einen „Hungerlohn“ arbeitende Menschen zum Opfer fielen, hat der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, ein stärkeres Engagement gefordert für „ein Miteinander in der Welt, das jedem Chancen ermöglicht und die Wahrung der Menschenrechte garantiert“. Hinsichtlich der Produktionsbedingungen in Ländern wie Bangladesch sprach Kardinal Marx in seiner Predigt am Pfingstsonntag, 19. Mai, im Münchner Liebfrauendom von „Strukturen der Ausbeutung, und die Nutznießer sind Unternehmen und Käufer in unseren reichen Ländern“. Gegen solches Unrecht „einzutreten und beispielhaft zu handeln, heißt Werkzeug der Einheit unter den Menschen zu sein“, unterstrich Marx.
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Kardinal Reinhard Marx warnte die Vertreter des geistlichen Standes davor, sich „mit Hochnäsigkeit“ über andere Menschen zu stellen. „Der Klerikalismus ist die größte Gefahr für den Klerus“, sagte der Erzbischof von München und Freising bei einem Gottesdienst am Samstag, 18. Mai, im Münchner Dom, bei dem er sieben Priesteramtskandidaten zu Diakonen weihte. Ebenso sei es jedoch eine Gefahr, im Sinne einer „Gleichmacherei“ wie alle anderen sein zu wollen. Der Kardinal rief in seiner Predigt insbesondere die Weihekandidaten dazu auf, ihre Berufung anzunehmen und zu leben: „Jesus sucht besondere Zeugen für seine Botschaft, die das Volk Gottes zusammenführen und allen Menschen helfen, ihren Weg zu finden.“
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Kinder, die ihre Pfingstferien kreativ gestalten möchten, zum Beispiel beim Basteln von Briefsiegeln, lädt das Diözesanmuseum im Rahmen seines neu erschienenen Sommerprogramms nach Freising ein. In den museumspädagogischen Räumen des Hauses (Domberg 21) gibt es auch über die Pfingstferien hinaus spannende Angebote für Groß und Klein. Erwachsene können zum Beispiel die alte Handwerkskunst der „Breverl“ wieder entdecken: kleine kissenförmige und als Amulett getragene Anhänger, die mit einem Faltzettel und geweihten, religiösen Zeichen gefüllt und außen reich mit Stickereien geschmückt sind.
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Das Diözesanmuseum Freising (Domberg 21) präsentiert in einer Studioausstellung von 12. Mai bis 15. August das erst kürzlich als solches identifizierte älteste Mariengnadenbild des gesamten süddeutschen Raums: die um 1130 entstandene Madonnenfigur aus der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Ainhofen bei Markt Indersdorf. Das Bildwerk im strengen Stil der beginnenden Romanik ist eine der seltenen Darstellungen der Maria als stillende Muttergottes, als Maria lactans. Untersuchungen für die kürzlich abgeschlossene Restaurierung der Figur konnten nun ihr hohes Alter bestätigen und erbrachten Belege für ihre bewegte Geschichte.
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Mit einer Reihe von Veranstaltungen und Feierlichkeiten erinnert das Erzbistum München und Freising in diesem Jahr an den am 26. August 1913 geborenen Kardinal Julius Döpfner, von 1961 bis zu seinem Tod am 24. Juli 1976 Erzbischof von München und Freising. Den Auftakt bildet eine Vortragsreihe im Rahmen der Fürstenrieder Schlossgespräche im Exerzitienhaus Schloss Fürstenried, Forst-Kasten-Allee 103, in München. Die Referenten befassen sich unter anderem mit Döpfners prägender Rolle als einer der vier Moderatoren des Zweiten Vatikanischen Konzils und als Präsident der Würzburger Synode.
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Mit Frauen, die die Spiritualität des 20. Jahrhunderts geprägt haben, beschäftigt sich in den kommenden Monaten die Veranstaltungsreihe „Prophetinnen“ der Frauenseelsorge des Erzbistums München und Freising. Sie ist Teil der Aktivitäten des Erzbistums zum „Jahr des Glaubens“, das von Papst Benedikt XVI. ausgerufen wurde.
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Dem in München ansässigen Künstler Horst Thürheimer, der Malerei und Graphik auf expressive Weise miteinander verbindet, widmet das Diözesanmuseum Freising seine neue Sonderausstellung „Lebensbaum und Feuerzungen“, die von 22. März bis 9. Juni zu sehen ist. Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg eröffnete die Ausstellung am Donnerstag, 21. März.
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