Andacht zu Peter und Paul - Gemeinsam ein Papierschiff des Paulus falten

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Zur Vorbereitung
Das Fest Peter und Paul wird am 29. Juni gefeiert. Gebastelt werden kann im Laufe der Andacht oder die Kinder bringen ihre gefalteten Boote bereits zur Andacht mit. Die Andacht kann an einem Bach beendet werden.

In einem Raum sind in der Mitte eine größere Kerze und das Schatzkästchen auf einem Tuch hergerichtet. In einem Kreis können die Kinder sitzen. In der Mitte des Kreises sind blaue Tücher ausgebreitet, darauf ein Schiff aus Holz oder ein Playmobilschiff oder auch eines aus Tüchern.
Dazu passend: Egli- oder Playmobilfiguren, einige leere Säcke und ein Sack, in den ein Brot gewickelt ist. Eventuell steht auch ein Bild des Apostel Paulus in der Nähe.

Material: Für jedes Kind ein Blatt Papier (rechteckig – nicht quadratisch), ggf. auch aus einer „ausrangierten“ Bibel.

Zur Begrüßung
reichen sich die Kinder die Hände: Schön, dass wir alle da sind!
kleines Papierschiff schwimmt in Wasserschale
Zu Peter und Paul falten wir ein kleinen Papierschiff (Foto: Kinderpastoral EOM)
Vorstellung des Themas
Lange Zeit waren Segelboote, auch sehr große Segelboote, eine ziemlich schnelle Möglichkeit, um zu reisen. Schneller und einfacher als auf dem Land, zu Fuß oder mit dem Pferd kam man mit einem großen Schiff übers Meer - mit einer großen Mannschaft, mit einigen Segeln und wenn kein Wind da war, konnte die Besatzung rudern.

Menschen waren über den Seeweg auch durch den Handel verbunden:
In das Schiff in der Mitte werden Säcke geladen (in einem Sack ist ein Brot eingewickelt).
Auf das Schiff in der Mitte werden (Egli-)Figuren (oder Playmobilfiguren) gestellt.
Geschichte des Paulus
Heute erzähle ich von Paulus. (Eventuell zeigt die Gruppenleiterin / der Gruppenleiter ein Bild von Paulus.) Paulus lebte zur Zeit Jesu. Er ist Sohn einer angesehenen Familie in der heutigen Türkei, die Zelte herstellt. Sie sind Juden, sprechen Griechisch, haben das römische Bürgerrecht. Wir erfahren in der Bibel, dass Paulus zunächst die Christen verfolgt, weil er ein überzeugter Jude ist.
In einem Erlebnis, bei dem Jesus Christus Paulus erscheint, begreift er, was Jesus Christus sagt und wird ein ebenso glühender Christ. Er geht nach Jerusalem und zieht dann zunächst mit Barnabas, später mit Silas in immer ausgedehnteren Reisen in die Dörfer und Städte, um das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden. Er heilt Kranke, er predigt, gründet viele Gemeinden, schreibt viele Briefe an die Gemeinden, in denen er gerade nicht ist. Wir können sie in unserem neuen Testament heute noch lesen.
Seine letzte Reise ist die weiteste: Paulus will nach Rom. Zunächst wird er gefangengenommen und als Gefangener soll er in Rom verurteilt werden.
Paulus wird auf ein Schiff gebracht. Das soll von Kreta aus nach Rom fahren. In Kreta ist es schon schwierig, ob man auslaufen soll. Dann sind sie auf dem sehr stürmischen Meer, das Schiff kann nicht mehr manövriert werden. Der Besatzung droht der Tod.

Bibeltext Apg 27,21-29.33-38
Mehrere Tage hindurch zeigten sich weder Sonne noch Sterne und der heftige Sturm hielt an. Schließlich schwand uns alle Hoffnung auf Rettung.
Niemand wollte mehr essen; da trat Paulus in ihre Mitte und sagte: Männer, man hätte auf mich hören und von Kreta nicht abfahren sollen, dann wären uns dieses Unglück und der Schaden erspart geblieben. Doch jetzt ermahne ich euch: Verliert nicht den Mut! Niemand von euch wird sein Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen.
Denn in dieser Nacht ist ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, zu mir gekommen und hat gesagt: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser treten. Und Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren. Habt also Mut, Männer! Denn ich vertraue auf Gott, dass es so kommen wird, wie mir gesagt worden ist. Wir müssen allerdings an einer Insel stranden.

Als wir schon die vierzehnte Nacht auf der Adria trieben, merkten die Matrosen um Mitternacht, dass sich ihnen Land näherte. Sie warfen das Lot hinab und maßen zwanzig Faden; kurz danach loteten sie nochmals und maßen fünfzehn Faden. Aus Furcht, wir könnten auf Klippen laufen, warfen sie vom Heck aus vier Anker und wünschten den Tag herbei. (…)
Als es nun Tag werden wollte, ermahnte Paulus alle, etwas zu essen, und sagte: Heute ist schon der vierzehnte Tag, dass ihr ausharrt, ohne auch nur die geringste Nahrung zu euch zu nehmen.
Deshalb ermahne ich euch: Nehmt Nahrung zu euch; das ist gut für eure Rettung. Denn keinem von euch wird auch nur ein Haar von seinem Kopf verloren gehen. Nach diesen Worten nahm er Brot, dankte Gott vor den Augen aller, brach es und begann zu essen. Da fassten alle Mut und nahmen Nahrung zu sich. Wir waren im ganzen zweihundertsechsundsiebzig Menschen an Bord. Nachdem sie sich satt gegessen hatten, warfen sie das Getreide ins Meer, um das Schiff zu erleichtern.
Interpretation, Deutung
Lied: Wenn wir das Leben teilen GL 474,1.3.4.5
Ein Sack aus dem Schiff wird geöffnet und Brot herausgeholt.
Paulus teilt Brot: Jesus ist bei uns, wir sind nicht allein
Das Brot wird gebrochen und wieder in das Schiff (auf einen Teller) gelegt.
Während das Brot gebrochen wird, beten wir.
 
Fürbitten:
Wir brechen das Brot und beten für die Menschen,
die auf der Flucht sind
… die gefangen sind
… die von ihrem Glauben überzeugt sind und Menschen die frohe Botschaft bringen
… die die Not und die Angst der anderen Menschen erkennen und ihnen helfen wollen
… die Angst vor dem Tod haben.
 
Das Brot wird gemeinsam gegessen.

Paulus ist in Malta gelandet, einer Insel im Mittelmeer. Nach drei Monaten nimmt ihn ein anderes Schiff mit nach Rom. Danach weiß man nicht mehr sicher, wie es weiterging. Paulus selbst wollte noch nach Spanien. Ob er in Rom von Kaiser Nero getötet wurde, ist nicht sicher. Er war römischer Bürger und für diese galt die Todesstrafe nicht. Legenden erzählen aber, dass er in Rom enthauptet wurde.

Paulus hat die Botschaft Jesu in die ganze, damals bekannte Welt getragen – bis in die Hauptstadt des römischen Reiches. Es ist nicht vorstellbar, wie es mit dem Christentum weitergegangen wäre ohne die Mission des Paulus. Deshalb verehren wir ihn heute gemeinsam mit Petrus als eine der beiden „Säulen“ des Christentums.
 
Jetzt können gemeinsam Schiffe gefaltet werden. Jedes Papierschiff soll an Paulus erinnern und kommt in die Schatzkästchen.
 
Segen mit Gesten

Papierschiff basteln

Wer sich nicht mehr genau erinnern kann, wie man ein Papierschiff faltet oder es noch nie gemacht hat, der findet in unserer Bilderbastelgalerie eine einfache Faltanleitung. Viel Spaß und gutes Gelingen!
Kinderpastoral
Preysingstr. 93
81667 München
Telefon: 089 - 48092-2211
Kinderpastoral(at)eomuc.de
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Fachbereichsleiterin:
Monika Mehringer, Gemeindereferentin