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Maria Theresia von Jesu Gerhardinger

Eine Selige des 19. Jahrhunderts

Lebensgeschichte
Karolina Gerhardinger wurde am 20. Juni 1797 in Stadtamhof bei Regensburg geboren. Ihre Eltern waren Schiffersleute. Bereits mit 15 Jahren wurde sie „Königlich-bayerische Volksschullehrerin“. Ihren Beruf übte sie in ihrem Heimatort bis zu ihrem 36. Lebensjahr aus. Vom späteren Regensburger Bischof Georg Michael Wittmann angeregt und begleitet, gründete sie 1833 eine zeitgemäße Kongregation nach dem Vorbild der Chorfrauen von Notre-Dame in Regensburg zur Bildung und Erziehung von jungen Frauen. Im Orden nahm Karolina den Namen Maria Theresia von Jesus an und leitete die Kongregation als Generaloberin bis zu ihrem Tod fast fünf Jahrzehnte lang. Theresia Gerhardinger starb am 9. Mai 1879 im Angerkloster in München. Sie ist in der Klosterkirche St. Jakob am Anger begraben.

Ordensgründung
Sie nannte die neue Kongregation „Arme Schulschwestern“, das erste Kloster errichtete sie im oberpfälzischen Neunburg vorm Wald. Wegen Raummangels wurde das Mutterhaus der Armen Schulschwestern im Jahr 1843 von Neunburg in das frühere Klarissenkloster am Anger nach München verlegt. Der neue Orden verbreitete sich rasch in viele Länder, ab 1847 auch in Nordamerika.

Patronin der jungen Menschen
Mit unerschütterlichem Gottvertrauen und einer bewundernswerten Weltoffenheit setzte sich Maria Theresia von Jesu Gerhardinger für die christliche Erziehung und Bildung von Mädchen und jungen Frauen ein. Es ging ihr um die Heranbildung von selbstbewussten Frauen, die fähig und bereit sind, Verantwortung für sich und ande-re zu übernehmen und die Gesellschaft positiv mitzugestalten.
Papst Johannes Paul II. hat sie am 17. November 1985 selig gesprochen. Der 9. Mai ist als Todestag der Gedenktag der großen Ordensfrau. Sie wird von vielen Menschen um Beistand und Hilfe angerufen.

Fürbitten
Am 9. eines jeden Monats wird um 17.00 Uhr in der St. Jakobskirche der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in München (Unterer Anger 2, 80331 München) zu Ehren von Mutter Theresia ein Gottesdienst gefeiert. Dabei werden in besonderer Weise die Nöte eingeschlossen, die in das Fürbittbuch eingetragen wur-den, das bei der Grabkapelle aufliegt.

Foto: eine zeitgenössische Darstellung der Theresia Gerhardinger von J. Kastner (19. Jh.) - aus Alfred Läpple, Heiligenkalender 2002, Ludwig Verlag.


Heilige des Monats Mai 2002