Rechtsgrundlagen
Die Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrates hat die Rechtsgrundlagen der Pfarrgemeinderäte und Pfarrverbandsräte sowie der Gemeinderäte der Muttersprachigen Gemeinden verändert. Mittlerweile sind die novellierten Rechtsgrundlagen von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in Kraft gesetzt werden. Unter anderem gibt es folgende Neuerungen:
  • Vereinfachung der Korridore für die Größe des PGRs. Die PGRs erhalten mehr Eigenverantwortung und Flexibilität bei der Größengestaltung des PGR. Es gibt nur noch zwei Korridore mit Mindestgrößen (bis 5.000 Katholiken sind mindestens 4 Mitglieder des PGR direkt zu wählen, bei mehr als 5.000 Katholiken mindestens 6).
  • Zusätzlich zum Pfarrer ist nur noch der für den PGR benannte feste Ansprechpartner aus dem Kreis der pastoralen Mitarbeiter(innen) stimmberechtigtes Mitglied des PGR. Dies stärkt die Rolle des festen Ansprechpartners, entlastet die pastoralen Mitarbeiter(innen) und ermöglicht Flexibilität bei der Größengestaltung des PGR. Fachlich betroffene pastorale Mitarbeiter(innen) sind bei der Behandlung von Sachthemen einzuladen. Alle Seelsorger(innen) können weiterhin als Gäste mit beratender Stimme teilnehmen, wie ebenso neu der/die Verwaltungsleiter(in).
  • Neben der Bildung eines Pfarrverbandsrats (PVR) aus den Vorsitzenden und den Delegierten der Pfarrgemeinderäte (bisherige Regelung) besteht in Pfarrverbänden mit nicht mehr als drei Pfarrgemeinden auch die Möglichkeit, einen PVR aus allen Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte zu bilden. Soll für einen PVR diese Variante gewählt werden, ist es klug, in Verabredung mit den anderen Pfarreien die Zahl der zu wählenden Mitglieder in den PGRs nicht zu groß anzusetzen.
  • Auf allen Ebenen werden flexiblere Vertretungsregelungen eingeführt. So kann sich künftig der/die PGR-Vorsitzende durch eine vom PGR gewählte Person im Dekanatsrat ständig vertreten lassen.
  • Allgemeine Briefwahl als Regelfall
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Verbunden mit der Allgemeinen Briefwahl ist die Veränderung der Fristen:

  • Mindestens 12 Wochen vorher Bildung eines Wahlausschusses (3. Dezember 2017).
  • Notieren Sie sich den 06. November 2017. Aus organisatorischen Gründen ist dies der Stichtag für den Antrag auf Ablehnung der AGBW (und auch der Termin für Materialnachbestellung).
  • Mindestens 11 Wochen vorher Kandidatenaufruf (10. Dezember 2017).
    Kandidatenvorschläge müssen spätestens sieben Wochen vorher vorliegen (7. Januar 2018).
  • Die Kandidatenliste muss bereits sechs Wochen vor dem Wahltermin geschlossen werden (14. Januar 2018). Um so früher, Sie die Namen über das Online-System rückmelden, um so eher kann der Stimmzettel für die Briefwahlunterlagen gedruckt werden.
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Aktives und passives Wahlrecht

  • Wahlberechtigt sind alle (deutschen und fremdsprachigen) Katholiken, die am 25. Februar 2018 das 14. Lebensjahr vollendet haben.
  • Wählbar ist jede/r (deutsche und fremdsprachige) Katholiken, der/die am 25. Februar 2018 das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Ausübung des aktiven Wahlrechts in einer anderen Pfarrgemeinde

Wenn ein/e Katholik/in in einer Pfarrgemeinde aktiv am Gemeindeleben teilnimmt, in der er/sie nicht seine/ihre Hauptwohnung hat, und deshalb in der betreffenden Gemeinde den Pfarrgemeinderat mitwählen will, kann er/sie gemäß der Ausnahmeregelung in § 3 Abs. 3 und 4 der Wahlordnung das aktive Wahlrecht in seiner/ihrer „Wahlpfarrei“ erhalten. Dies ist grundsätzlich und unanfechtbar vom Wahlausschuss der „Wahlpfarrei“ festzustellen.