St. Bonifaz in der Maxvorstadt: Anlaufstelle für Menschen in Not Die Obdachlosenhilfe des Benediktinerordens im Erzbistum München und Freising

Die Abtei St. Bonifaz in der Münchener Maxvorstadt ist seit rund 30 Jahren einer der wichtigsten Anlauforte für Obdachlose und Menschen in Not in der Stadt. Im Haneberghaus in der Karlstraße werden an fünf Tagen in der Woche rund 1.600 Menschen mit Getränken und warmen Speisen versorgt, erhalten ärztliche Hilfe, Schuhe und neue Kleider. In Folge des Ukraine-Kriegs kommen täglich bis zu 40 Menschen zusätzlich. 
 
Pfleger Oliver Gunia mit Biss-Verkäuferin im Hanerghaus
Pfleger Oliver Gunia hat eine BISS-Verkäuferin medizinisch versorgt und mit neuen Schuhen und Kleidern ausgestattet. Sie ist dankbar für die Hilfe, die sie in St. Bonifaz erhält!
Das Grundprinzip der Obdachlosenhilfe im Haneberghaus besteht darin, obdachlosen Menschen ohne Vorbedingungen alle Angebote an einem Ort zu unterbreiten, die sie zu einem Überleben auf der Straße benötigen. Morgens ab 7 Uhr können die Menschen in den Speisesaal kommen, etwas trinken und sich aufwärmen. Ab 8 Uhr erhalten sie eine warme Mahlzeit und Gebäck. Sie können an den Tischen sitzen, sich austauschen oder gemeinsam schweigen. Mehr noch: Sie haben die Möglichkeit zu duschen und sich neue (gebrauchte) Kleidung abzuholen.

Im Keller des Hauses werden sie ärztlich versorgt, erhalten Medikamente und viel Zuspruch. Zuletzt wurden dort rund 120 Menschen pro Woche medizinisch betreut. Die meisten Obdachlosen haben natürlich keine Krankenversicherung, dafür aber wunde Füße und Beine, die versorgt werden müssen. Postsendungen und Sozialleistungen werden ebenfalls für die Obdachlosen entgegengenommen.
 
Behandlung eines Obdachlosen im Haneberghaus
Pfleger Oliver Gunia schaut sich im Haneberghaus die Wunden eines Obdachlosen an und versorgt sie.
Pro Jahr fließen rund 500.000 Euro in die Obdachlosenhilfe der Benediktiner in München. Einen erheblichen Anteil finanziert der Orden über Eigeneinnahmen, vor allem über den Betrieb von Kloster Andechs. Der Rest wird über Spenden und Zuschüsse der Stadt München aufgebracht, die auch das medizinische Personal und die Sicherheitsleute stellt.

Der Begründer der Obdachlosenhilfe St. Bonifaz, Frater Emmanuel Rotter OSB, kümmert sich noch heute persönlich vor Ort darum, dass alle Menschen gut versorgt und betreut werden - auch und gerade in Zeiten von Corona!
 

Auf Sach- und Geldspenden weiterhin dringend angewiesen

Sachspenden sind in St. Bonifaz weiterhin jederzeit willkommen. Auf dem Wunschzettel stehen:

  • Rucksäcke 
  • Regenschirme 
  • Unterhosen und T-Shirts (Größen 5 und 6)
  • Schuhe: Bequeme Straßenschuhe, Turnschuhe, Sneakers 
  • Guthabenkarten für Mobilfunk 
  • Kleidung für Männer 
  • Hygiene- und Pflegemittel für Männer und Frauen
  • Medikamente
Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, bitten die Benediktiner besonders um Geldspenden

Spendenkonto:
Abtei St. Bonifaz/ OfW
Liga Bank eG München
IBAN: DE94 7509 0300 0002 2143 00
BIC:   GENODEF1M05
 
 

St. Bonifaz
Karlstr. 34
80333 München
Telefon: 089-55171-200
Fax: 089-55171-230
St-Bonifaz.Muenchen(at)ebmuc.de
https://www.sankt-bonifaz.de
Pater Lukas Essendorfer, Pfarradministrator
Abt Dr. Johannes Eckert, Seelsorgemithilfe
Pater Ulrich Rothacker, Seelsorgemithilfe
Paul Hölzl, Diakon mit Zivilberuf
Zentralkolpinghaus: Hauskapelle

Obdachlosenhilfe zu Corona-Zeiten

Während der Corona-Pandemie musste die Abtei St. Bonifaz ihre Hilfe einschränken. Hier geht's zum Ortsbesuch.