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Pfarrgemeinderatswahl 2018
 

Mitverantwortung in der Kirche ist wichtig und wertvoll

Über 1,5 Mio Katholiken in der Erzdiözese München und Freising sind am Sonntag, 25. Februar 2018, zur Wahl der Pfarrgemeinderäte aufgerufen. In den 747 Pfarreien stehen etwa 7.800 Kandidaten und Kandidaten für die etwa 5.600 Sitze zur Verfügung, um in den kommenden vier Jahren die Seelsorge in den Pfarreien mitzugestalten und sich gesellschaftspolitisch zu engagieren. Die Wahlen stehen unter dem Motto „Du bist Christ. Mach was draus.“

In Pfarreien mit weniger als 5.000 Katholiken müssen mindestens vier Mitglieder für den Pfarrgemeinderat direkt gewählt werden, in Pfarreien mit mehr als 5.000 Katholiken mindestens sechs. Die genaue Zahl legt die jeweilige Pfarrei selbst fest. Nach der Wahl können weitere Mitglieder hinzugewählt werden, zum Beispiel als Vertreter bestimmter Gruppen in der Pfarrei.

In 590 Pfarrgemeinden finden die Wahlen als Allgemeine Briefwahl statt. Knapp 1,1 Mio. Wahlberechtigte erhalten deshalb die Wahlunterlagen direkt zugestellt und können dann per Brief oder im Wahllokal ihre Stimme abgeben.

Auch die Gemeinderäte in den 23 muttersprachigen Gemeinden des Erzbistums werden gewählt. Rund 200.000 Katholiken mit nichtdeutscher Muttersprache haben zusätzlich zum Wahlrecht für den Pfarrgemeinderat ihrer Pfarrei auch das Wahlrecht für den Gemeinderat der muttersprachigen Gemeinde, zu der sie gehören.
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Was ist der Pfarrgemeinderat?

Was ist ein Pfarrgemeinderat?

Der Pfarrgemeinderat (PGR) ist auf Pfarreiebene die demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes. Die alle vier Jahre stattfindende Wahl legitimiert die Pfarrgemeinderäte, die Gläubigen in einer Pfarrgemeinde zu repräsentieren und in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, beratend, koordinierend oder beschließend mitzuwirken.

Der PGR trägt maßgeblich zum pastoralen Leben in der Pfarrei bei. Im PGR laufen die Fäden des ehrenamtlichen Engagements zusammen. Hier gibt es den Überblick über alle Gruppen und Aktivitäten. Hier wird die Kom­munikation zwischen allen Feldern des Engagements sichergestellt. Und hier, im Kreativfeld engagierter Christen, entstehen viele gute Ideen, indem ausgehend von den Zeichen der Zeit inspirierende Fragen gestellt werden und um zukunftsfähige Antworten gerungen wird.

In allen gesellschaftlichen Fragen kann der Pfarrgemeinderat eigenverantwortlich entscheiden und handeln, so beim Aufbau und der Durchführung von Nachbarschaftshilfen, bei der Gestaltung von Erwachsenenbildungsangeboten, im Engagement für Benachteiligte und Flüchtlinge und für die Bewahrung der Schöpfung.

Die Mitglieder des PGR werden von den Katholiken der Pfarrgemeinde direkt gewählt. Wahlberechtigt sind alle ab 14 Jahre. Gewählt werden kann, wer am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat.

Auf welchen Grundlagen beruht der Pfarrgemeinderat?

Der Pfarrgemeinderat beruht auf dem Bild von Kirche als Volk Gottes, wie es das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) entworfen hat. Das Konzil hat sich von der alten Teilung in Klerus und Laien verabschiedet. Die Gleichheit aller Getauften ist grundlegender als alle Unterschiede. Alle sind, wie das Konzil sagt, „vom Herrn selbst durch Taufe und Firmung“ berufen. Es gibt ein gemeinsames Priestertum aller Gläubigen. Die Kirche wird demnach von allen Gläubigen getragen, und alle sind verantwortlich für ihre Sendung: Den Menschen die Gestalt und Botschaft Jesu bekannt und erfahrbar zu machen. [Weiter | PDF] | [Theologische Grundlagen des PGR]

Wie demokratisch ist der Pfarrgemeinderat?

Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats werden von den Katholiken der Pfarrgemeinde direkt gewählt. Wahlberechtigt sind alle ab 14 Jahre. Gewählt werden kann, wer am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat. Eine Wahl legitimiert die Pfarrgemeinderäte dazu, die Gläubigen in einer Pfarrgemeinde zu repräsentieren und in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, beratend, koordinierend oder beschließend mitzuwirken.

Ein weiterer Aspekt, der den PGR als demokratisches Gremium auszeichnet, ist das Faktum, dass der Vorsitzende gewählt und nicht einfach der Pfarrer ist.

Doch was bringt eine Wahl der Mitglieder, wenn sie nichts zu entscheiden haben und nur beratend tätig sein können? Dies Anfrage ist wichtig, die Antwort ist aber: In allen gesellschaftlichen Fragen kann der Pfarrgemeinderat eigenverantwortlich entscheiden und handeln. Dass er „nur“ beratend tätig ist, trifft auf den „Kernbereich“ der Seelsorge zu. Aber auch dort, wo Mitglieder des Pfarrgemeinderats den Pfarrer (und die pastoralen Mitarbeiter) bei der Seelsorge beraten, etwa bei der Planung der Gottesdienste oder bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung, sind sie nicht dessen „verlängerter Arm“. Auf Augenhöhe Ideen einbringen, bei Entscheidungen mitwirken und selbstständig Dienste übernehmen zu können gehört zum Selbstverständnis des PGR.

Wie demokratisch der Pfarrgemeinderat ist, ist aber nicht nur eine Frage der Entscheidungsbefugnisse. Auch der "Rat" hat einen hohen Wert, weil sich dadurch die Wahrnehmung weiten und viele Gesichtspunkte zur Sprache kommen können. Wer sich dem Rat anderer verweigert, gilt nicht umsonst als jemand, der von allen guten Geistern verlassen ist. Auch von seinem (biblischen) Grund her ist der Rat eine Gabe des Geistes Gottes.
Rat ist von Grund auf dialogisch und eine Form der Mitwirkung am Auftrag der Kirche. Auch eine Demokratie ist nur dann lebendig, wenn sich über den reinen Wahlakt hinaus Kommunikationsräume bilden, deren Grundmodus nicht im Kämpfen und Durchsetzen besteht, sondern in einem lernfähigen Hören und Antworten. In diesem Beziehungsgefüge kann und muss der Rat auch eine kritische Funktion haben. Schon aus diesem Grund ist es von Vorteil, dass die Mitglieder des Pfarrgemeinderats gewählt und nicht berufen werden. Auch als Beratende sind also Pfarrgemeinderäte nicht die Handlanger des Pfarrers, sondern Mitarbeitende Gottes und Bauleute an seinem Reich. Ratgeben und Ratnehmen sind Vorgänge, die kein Oben und Unten vertragen. Sie finden auf Augenhöhe statt. Guter Rat ist eine große Kostbarkeit. Dass ein Gremium Pfarrgemeinderat heißt, ist nach diesem Verständnis Auftrag und Auszeichnung zugleich. Damit die Kirche nicht rat-los wird, braucht es den Rat.

Pfarrgemeinderat: Darum machen junge Menschen mit

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Was ist ein Laiengremium?

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