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„Die äußere Darstellung muss sich mit dem decken, was ich verkünde“ Kerzen, Origami und ein Bibeleinband – beim Kreativtag der Kinderpastoral am 13. Juli entstehen Materialien für Kindergottesdienste

Im Kirchlichen Zentrum in München wird am Samstag, 13. Juli, einen ganzen Tag lang geklebt, gemalt und gebastelt. Ehrenamtliche und Hauptamtliche, die Kinder- und Familiengottesdienste vorbereiten und gestalten, sind zu einem „Kreativtag“ eingeladen. Was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet und wie sie das Angebot für ihre Arbeit nutzen können, erklärt Stefanie Penker, Religionspädagogin und Mitarbeiterin im Fachreferat Kinderpastoral der Erzdiözese, das den Tag organisiert hat.   
Kreativtag 2019 Kinderpastoral Flyermotiv
An wen richtet sich die Veranstaltung?
Sie richtet sich an ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Erzdiözese, und zwar an alle, die im Bereich Kinder- und Familiengottesdienste arbeiten. Außerdem richtet sie sich an Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen aus den Kindertagesstätten des Erzbistums. Wir freuen uns deshalb sehr, dass die Kolleginnen aus der Abteilung „Religionspädagogik im Elementarbereich“ im Ordinariat den Tag mitgestalten.
 
Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?
In erster Linie erwartet sie ein kreativer Tag, bei dem sie Materialien basteln, die sie für ihre Kinder- oder Familiengottesdienste verwenden können. Darüber hinaus sind die Workshops so gewählt, dass bestimmte Inhalte und Techniken erlernt werden, die auch über den Tag hinaus nützlich sind. Wir haben zum Beispiel einen Workshop, in dem Kerzen gebastelt werden, und zwar die Jesuskerzen, die in vielen Kindergottesdiensten jeweils am Anfang gemeinsam entzündet werden. Die Referentin wird die Techniken so vermitteln, dass sie auch beispielsweise für eine Teilnehmerin interessant sind, die Mutter ist und später einmal mit ihrem Kind dessen Erstkommunionkerze verzieren möchte. Dass die Techniken so vertieft vermittelt werden, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sie später selbst in Kindergruppen anleiten können, ist nicht vorgesehen. Jede und jeder kann sich für drei Workshops anmelden. Wer nur zwei belegen möchte, kann während des Tages an unterschiedlichen kleinen Ständen basteln und dort zum Beispiel Blüten aus Stoffresten herstellen.
 
In der Einladung heißt es, es soll Material entstehen, das „immer schon gefehlt hat“…
Ja. Wir haben uns überlegt, was die meist ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort für den Kindergottesdienst zur Verfügung haben. Vielen Pfarreien ist es zu teuer, Material bei Geschäften, im Versandhandel oder bei Verlagen zu bestellen. Genau da setzt unser Tag an: Er will ermöglichen, dass zum Beispiel zum Beginn des Gottesdienstes in der eigenen Pfarrei eine liebevoll verzierte Kerze entzündet werden kann oder dass die Kinder am Ende eine kleine Erinnerung bekommen können. In einem Familiengottesdienst drückt es eine Wertigkeit aus, wenn ich mit Dingen arbeite, die schön sind, die eine gewisse Qualität haben, die ästhetisch sind, weil ich damit der Feier des Gottesdienstes und dem Thema Ansehen verleihe. Wenn ich in einem Gottesdienst vom Heiligen rede, dann muss ich den Gegenstand so behandeln oder darstellen, dass sich die äußere Darstellung mit dem deckt, was ich verkünde. Was bei uns oft mit „wertvoll“ verbunden ist, ist das Gold. Deshalb findet sich das auch in den Workshops wieder. Ein anderes Beispiel: Die Heilige Schrift, die Verkündigung, ist etwas, das wichtig ist, das im Mittelpunkt der Gottesdienste steht. Wenn ich die Bibel in einem ästhetisch schönen Rahmen oder als schönen Gegenstand dabei habe und diesen auch wertig behandle, dann lernen die Kinder, dass die frohe Botschaft, die vorgelesen wird, eine besondere Botschaft ist. 
 
Eignen sich die Materialien jeweils nur für spezielle Gottesdienste im Kirchenjahr oder können sie in jedem Kinder- oder Familiengottesdienst verwendet werden?
Teils, teils. Einige Workshops bieten Bastelarbeiten an, die in jedem Gottesdienst verwendet werden können. Das gilt für die Jesuskerze und auch für den Bibeleinband, der über die Bibel gezogen werden kann und auch bei der Lesung des Evangeliums präsentiert wird. Auch die Mitgebsel, die ein Workshopleiter aus Origamipapier mit den Teilnehmerinnen faltet, können im Prinzip in jedem Gottesdienst eingesetzt werden. Jeweils passend zum Sonntagsevangelium wird eine Figur, ein Tier oder etwas anderes Passendes gefaltet und den Kindern am Ende des Gottesdienstes mitgegeben. Anders ist es zum Beispiel beim goldenen Reifen. Er hat eine große Strahlkraft, er zeigt, dass es um etwas ganz Besonderes geht. Ob ich ihn einsetzen kann, geben mir das Evangelium und das Thema vor.
 
Was hat es mit diesem Reifen, der in einem der Workshops entstehen soll, auf sich?
Faktisch ist das ein ganz normaler Gymnastikreifen aus Holz, der mit einer in Streifen geschnittenen, selbstklebenden Goldfolie umwickelt wird. Der Reifen ist dann nicht mehr so glatt und er glänzt in Gold. Wenn ich mit einem bestimmten Thema oder einem bestimmten Gegenstand, zum Beispiel einer Jesusikone oder eine Kerze arbeite, kann ich das mit dem goldenen Reifen nochmal umkreisen: Ich kann den Reifen um den Gegenstand herumlegen und ihm so Strahlkraft verleihen.
 
Erfahren die Teilnehmerinnen in den Workshops auch, wie sie die Materialien inhaltlich und methodisch einsetzen können?
In den Workshops nicht direkt. Bei einigen, bei denen es die Arbeit ermöglicht, kann dieser Aspekt enthalten sein. Beim Reifenumwickeln zum Beispiel besteht nebenher die Möglichkeit zum Austausch und zum Gespräch darüber, für welche Themen der goldene Reifen verwendet werden kann. Für alle gibt es einen Morgenimpuls und zum Abschluss des Tages einen Gottesdienst, bei denen wir jeweils so arbeiten wollen, dass die Materialien vorkommen.
Portrait Stefanie Penker
Stefanie Penker, Kinderpastoral (Foto: Foto Heider)
Zu einigen Workshops haben Sie schon etwas gesagt. Würden Sie auch die übrigen beiden kurz beschreiben?
Im Workshop 3 werden mit Filz Kugeln oder Steine oder anderes Legematerial gestaltet, mit denen die Kinder im Gottesdienst Bodenbilder verzieren und ausgestalten können. In einem weiteren Workshop werden Leporellobücher gebastelt. In den Büchern können die Kinder den ganzen Jahreskreis hindurch bei einzelnen Gottesdiensten jeweils zum Thema passend etwas gestalten, etwas einkleben, malen oder verzieren. Am Ende des Jahres habe ich dann ein Erinnerungsalbum an dieses Jahr. Weiter gedacht könnte im Rahmen einer Erstkommunionvorbereitung auch ein Buch mit Gebeten entstehen.
 
Was haben die Teilnehmerinnen über das gemeinsame Werkeln hinaus von diesem Tag?
Aus Rückmeldungen von anderen Kursen und Veranstaltungen wissen wir, dass die Frauen und Männer in den Austausch miteinander treten wollen. Sie wollen erfahren, wie läuft das bei euch, wie macht ihr das, wie funktioniert Werbung. Es ist wichtig, Gleichgesinnte zu treffen, sich auszutauschen und daraus zu lernen. Oder auch nur die Bestätigung zu kriegen, dass es richtig und gut ist, was man macht, dass die eigene Arbeit ein Segen ist für die Pfarrei. Darüber hinaus wollen wir den Tag als Plattform nutzen, um uns und unsere Arbeit vorzustellen.
 
Die Arbeit des Fachreferats Kinderpastoral, das den Tag veranstaltet. Was tun Sie genau?
In erster Linie unterstützen wir Frauen und Männer, die Kinder in ihrer Spiritualitätsbildung begleiten wollen. Das tun wir, indem wir im liturgischen Bereich Gottesdienstmodelle und Materialien zur Verfügung stellen, mit denen die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen vor Ort gut arbeiten können und die Qualität haben. Dabei sind wir darauf angewiesen, dass die Kolleginnen und Kollegen und auch die Ehrenamtlichen uns anfragen, dass sie sagen, kommt zu uns, wir brauchen zu diesem oder jenem Thema einen Input, wir brauchen Hilfe bei der Erstellung einer Jahresplanung oder bei der Vorbereitung eines Gottesdienstes. Zudem gibt es auf unserer Homepage unter anderem für jeden Sonntag ein Sonntagselement, wo man sich kurzfristig informieren kann, wie man ohne große Übung oder Bastelarbeiten im Gottesdienst ein Element für Kinder einbauen kann.

Kinderpastoral
Preysingstr. 93
81667 München
Telefon: 089 - 48092-2211
Kinderpastoral(at)eomuc.de
http://www.erzbistum-muenchen.de/kinderpastoral
Fachbereichsleiterin:
Monika Mehringer, Gemeindereferentin
Fachstelle Religionspädagogik im Elementarbereich
Kapellenstr. 4
80333 München
Telefon: 089 2137-1660
Fax: 089 2137-1352
kita-religion(at)eomuc.de
http://www.erzbistum-muenchen.de/kita-religionspaedagogik

Anna Rieß-Gschlößl
Fortbildungsreferentin
Tel. 089/2137 2545
ariess-gschloessl@eomuc.de