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Dritte Feier zur Fastenzeit Jesus heilt am Festtag - Mt 12, 9-14

Einleitung

In dieser biblischen Erzählung geht es um einen Menschen, der seine Hand nicht mehr richtig gebrauchen kann. Ein Anlass für uns, zu überlegen, wie Hände richtig zu gebrauchen sind. Es geht aber auch um eine Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern. Sie stoßen sich daran, dass Jesus den Wert und die Würde des Menschen über kleinlich einzuhaltende Gesetze stellt. Die Kinder sollen etwas von dem Zwiespalt erahnen, in dem die Menschen damals steckten. Da ist einer, der sich in Liebe den anderen zuwendet, dabei aber Anstoß erregt, weil er sich nicht an die Regeln hält. Wird er durchhalten? Wird er seiner Überzeugung treu bleiben? Die Kinder müssen wissen, dass nicht alle Menschen damals mit Jesus einverstanden waren. Wie sonst könnten sie verstehen, dass sein Weg zum Kreuz geführt hat?

Vorbereitung

Die Gestaltung der ersten zwei Feiern liegt wieder auf dem Boden.

Materialliste:
  • ein weiteres braunes Tuch
  • ein Brokattuch o.ä. für die Synagoge
  • vier Messingringe und vier Goldkugeln um ihre Ecken darzustellen
  • ein kleiner Leuchter mit mehreren Kerzen (ideal wäre ein siebenarmiger Leuchter)
  • eine Torarolle (man kann sie aus zwei Küchenrollen und einem roten Tonpapier selbst basteln)
  • ein schwarzes Tuch
  • eine Kerze als Zeichen für den Mann mit der verdorrten Hand
  • Jesusikone
  • eine große Kerze
  • Edelsteine

Gestaltung der Feier

Hinführung
In der Geschichte, die wir heute hören, geht es um einen Menschen und seine Hand. Hände sind ganz wichtig für uns. Erzähle, was du mit deinen Händen alles machen kannst.
Das folgende Gespräch sollte aufzeigen, dass die Hände Gutes, Schönes und Nützliches tun können, aber auch schlimme Dinge anrichten.

Lied
Wir reichen uns die Hände, RPP Heft 96/1 S. 15
mit verändertem Text
Wir reichen uns die Hände,
ganz rund ist unser Kreis
wir hören die Geschichte
und werden still und leis.

Biblische Erzählung

Wieder einmal ist der Festtag der Juden, der Sabbat. Jesus geht in die Synagoge. So heißt das Haus, in dem die Menschen am Sabbat zusammenkommen um zu feiern.
Mit dem braunen Tuch legen wir einen dritten Weg von der Mitte weg. Das kostbare Tuch an das Ende des Weges legen, Messingringe und Goldkugeln an die Ecken legen. Die Jesusikone und die große Kerze auf das Tuch stellen.

Viele Menschen kommen dort am Festtag zusammen. Auch die frommen Schriftgelehrten sind da, die sich mit allen Regeln und Geboten gut auskennen. Für sie ist es ganz wichtig, dass die Menschen die Gesetze befolgen, die in den alten Schriften aufgeschrieben sind.
Im Bethaus brennen die Kerzen auf dem Leuchter. Hier sind auch die Torarollen, aus denen am Sabbat die Geschichten von Gott und dem Volk Israel vorgelesen werden.
Wir stellen den Leuchter mit den brennenden Kerzen auf das Tuch und legen die Rollen dazu.

Unter den vielen Menschen ist auch einer, von dem die anderen Abstand halten. Einer, der anders ist. Einer, mit dem sie nichts zu tun haben wollen. Ein Mann mit einer lahmen Hand. Er kann mit seiner Hand nichts tun, nichts fassen, nichts tragen, nichts heben. Sie hat keine Kraft. Die Hand ist wie ein verdorrter Ast, sie ist wie tot. Der Mann kann nicht arbeiten. Er kann seine Familie nicht ernähren. Die Leute verachten ihn. Der Mann drückt sich in die Ecke. Er schämt sich.
Wir lassen unsere Hand kraftlos herunterhängen Wir lassen unseren Kopf mutlos hängen.
Wir stellen die kleinere Kerze unangezündet in eine Ecke des Tempels.
 
Jesus sieht den Mann. Die Schriftgelehrten sehen ihn auch. Sie passen auf, was Jesus tut. Es ist nicht erlaubt, am Sabbat zu heilen. Wenn er es doch tut, haben sie einen Grund, ihn anzuklagen.
Jesus spürt, was sie denken. Er schaut den Mann an und sagt zu ihm: „Komm her und stell dich in die Mitte!“ Der Mann kommt aus seiner Ecke heraus. Er steht in der Mitte. Alle Menschen schauen ihn an. Er schämt sich nicht mehr. Er freut sich. Es wird ihm warm ums Herz. Der Rabbi Jesus hat ihn angeschaut! Der hat ihn in die Mitte gestellt, ihn, den die anderen verachten. Er lässt den Kopf nicht mehrt hängen. Sein Gesicht leuchtet vor Freude.
Wir entzünden die kleinere Kerze an der großen und stellen sie daneben.

Jesus ist traurig über die Gedanken der Schriftgelehrten. Er sagt zu ihnen: „Wenn einem von euch am Sabbat ein Schaf in eine Grube fällt, wird er es dann nicht sofort wieder herausziehen? Und wieviel mehr ist denn ein Mensch wert als ein Schaf? Darum ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun.“
Darauf konnten sie nichts antworten.
Zu dem Mann aber sagte Jesus: „Strecke deine Hand aus!“
Da spürte der Mann, dass wieder Kraft in seine Hand zurückgekehrt war. Er konnte sie ausstrecken und so gut gebrauchen, wie die andere. Er war froh. Er hatte wieder Mut zum Leben.
Die Schriftgelehrten aber gehen fort. Sie sind wütend und überlegen, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.
Wir legen das schwarze Tuch um die Ikone.

Gebet

Guter Gott,
Jesus hat die verdorrte Hand geheilt.
Er hat dem Mann wieder neuen Mut zum Leben geschenkt.
Guter Gott,
du willst, dass die Menschen  Freude am Leben haben.
Hilf uns, dass wir mit unseren Händen Freude schenken.
 Wir danken dir, für unsere Hände.
Wir bitten dich, lass uns mit ihnen Gutes tun.
Hilf uns, dass wir mit unseren Händen
anderen Liebe zeigen und ihnen helfen.
Amen.
Ihr wisst sicher viele Beispiele für Hände, die helfen und freundlich sind.
Jeder, der ein solches Beispiel weiß, sagt es und legt einen Edelstein auf das schwarze Tuch. Das soll ein Zeichen dafür sein, dass die Freundlichkeit Jesu immer lebendig ist, auch wenn ihn die Schriftgelehrten zum Schweigen gebracht haben.
erzählen und legen

Lied Danke für die Hände, RPP Heft 84/1 S. 30 – Verlag Landshut

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