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Sechste Feier zur Fastenzeit Jesus ist für die Menschen wie ein Bruder in Freude und Leid - Lk 22, 7-53

Einleitung

In dieser Feier begegnet uns Jesus sehr menschlich. Menschlich in seiner Freude am gemeinsamen Fest, menschlich in seiner Angst, allein gelassen von seinen Freunden. Menschlich auch in seiner Sorge um diese freunde, von denen er weiß, dass sie bald in Verzweiflung versinken werden. Menschlich auch in seinem Bemühen, ihnen eine Möglichkeit zu zeigen, sich an ihn zu erinnern und in dieser Erinnerung stark zu bleiben und sich gegenseitig zu ermutigen.
Miteinander zu feiern und sich gegenseitig zu stärken ist etwas, das auch die Kinder in ihrer Gemeinschaft immer wieder nötig brauchen.

Vorbereitung

Das Bodenbild der vergangenen Feiern ist aufgebaut.

Materialliste
  • ein Teller mit einem frischen, schon in Scheiben geschnittenen Brot, anfangs noch mit einem schönen Tuch zugedeckt
  • ein Krug mit etwas Wein
  • ein Teller mit Weintrauben
  • Dornenzweige
  • ein dicker, zusammengerollter Strick

Gestaltung der Feier

Hinführung
Stellt euch einmal vor, dass euer bester Freund oder eure beste Freundin umziehen muss. Der Papa hat vielleicht anderswo eine Arbeit gefunden und nun geht die ganze Familie weg. Ihr seid traurig und euer Freund oder eure Freundin auch. Ihr überlegt, was ihr ihm oder ihr geben könntet, damit ihr euch nicht vergesst, ein Geschenk zur Erinnerung.

Gespräch
Vorschläge der Kinder
 
Jesus wusste, dass sein Leben bedroht war. Er wusste, dass die Leute, die die Macht hatten, ihn umbringen wollten. Er wusste, dass seine Freunde allein, traurig und verzweifelt sein würden. so hat er sich überlegt, was er ihnen zur Erinnerung schenken könnte, etwas, das nicht kaputt geht, etwas, das immer bleibt, etwas, das für alle Freunde passen würde. Er schenkte ihnen etwas besonders Schönes und Kostbares. Er schenkte ihnen ein Fest.

Biblische Erzählung

Jesus versammelt am Abend seine Freunde. Sie feiern miteinander. Sie haben den Saal vorbereitet. Der Tisch ist gedeckt. Brot und Wein stehen darauf.
Wir decken eine weiße runde Decke auf den zweiten Kreuzarm, tragen das aufgedeckte Brot, den Krug und den Teller mit Weintrauben um den Kreis und stellen alles auf dem Tuch ab.

Sie sprechen miteinander. Überall in Jerusalem feiern die Menschen an diesem Tag, dass Gott ihr Volk vor langer, langer Zeit aus Ägypten geführt hat, aus der Sklaverei in die Freiheit. Sie erzählen sich die alten Geschichten: Wie das Volk durch die Wüste gewandert ist und schließlich von Gott in das gute Land geführt worden ist. Sie singen Lieder, die damals gesungen worden sind. So feiern sie jedes Jahr. Aber diesmal macht Jesus etwas anders als sonst.
Wir stellen die Jesusikone und die große Kerze dazu.

Er teilt mit ihnen Brot und Wein. Er sagt: Immer, wenn ihr zusammenkommt, miteinander Brot und Wein teilt, miteinander sprecht und miteinander betet und von mir erzählt, werde ich bei euch sein. Tut das immer wieder, damit ihr mich nicht vergesst.
 
Lied Jesus teilt das Brot, RPP Heft 96/1 S. 61 – Verlag Landshut

Mahl halten
Immer zwei Kinder teilen miteinander ein Stück Brot. Jedes Kind erhält eine Traube. Wir warten, bis jedes sein Teil hat, und essen dann gemeinsam.
 
Die Freunde haben Jesus nicht vergessen. Immer wieder feiern sie dieses Fest, bis heute, seit zweitausend Jahren. Sie kommen zusammen, sie beten und singen, sie erzählen Geschichten von Gott, von Jesus und den Menschen, sie teilen miteinander Brot und Wein – jeden Sonntag beim Gottesdienst feiern wir dieses Fest, das Jesus uns geschenkt hat.
 
Lied Jesus teilt das Brot - ein zweites Mal singen

Nach dem Fest geht Jesus in einen Garten in der Nähe um zu beten. Er weiß. dass die mächtigen Leute ihn zum Schweigen bringen wollen. Er hat Angst. Sein Herz ist schwer. Er betet: „Gott, du mein Vater, mach mich stark in dieser Not. Nimm die Angst von mir. Ich möchte leben. Aber ich weiß, dass alles richtig ist, was ich von dir gesagt habe. Ich will nicht aufgeben. Vater, steh mir bei! "

Da kommen römische Soldaten. Sie nehmen Jesus gefangen. Sie binden ihn mit Stricken fest
Wir legen den Strick auf den Kreuzarm
.

Sie bringen ihn vor Pilatus, den obersten Herrn der Römer. „Der fragt: Bist du ein König?“ Und Jesus sagt: „Ja, ich bin ein König! Aber mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Pilatus weiß nicht, was er mit Jesus machen soll. Aber die Mächtigen haben die Menschen aufgehetzt. Alle schreien: „Wir wollen Jesus nicht!“ Und so verurteilt Pilatus Jesus zum Tod am Kreuz.

Die Soldaten verspotten Jesus. Sie ziehen ihm einen roten Mantel an und setzen ihm eine Krone aus Dornen auf. Sie lachen ihn aus und spucken ihm ins Gesicht.
Wir nehmen die Krone mit den Lebenszeichen aus der vorhergehenden Gestaltung, legen sie zu Brot und Wein und legen die Dornenzweige rundherum.

Seine Freunde aber haben Angst. Sie verstecken sich. Vielleicht haben sie so gebetet.

Gebet

Guter Gott,
du hast uns Jesus gesandt.
Er hat uns froh gemacht.
Er hat uns Mut gegeben.
Er hat uns gezeigt, was dein Wille ist.
Guter Gott, wir sind allein.
Wie soll es weitergehen?
Hilf uns in dieser schweren Zeit.
Stärke uns im Glauben und Vertrauen.
Lass uns zusammenhalten.
Lass uns gemeinsam stark sein. Amen

Kinderpastoral
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