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Heiliges Grab in Aschau

Umfangreiches Programm zum Heiligen Grab in Aschau
Gottesdienste, Konzerte und zweiteiliges Auferstehungsspiel / Anlage erstmals wieder zu sehen
 
 
  Aschau/Chiemgau, 13. März 2019. Mit einem umfangreichen Gottesdienst- und Veranstaltungsprogramm begleitet die Gemeinde Aschau im Chiemgau die Aufstellung ihres Heiligen Grabes in der Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“, eine der bedeutendsten und umfangreichsten Anlagen dieser Art, die nach mehr als 60 Jahren und einer umfassenden Restaurierung erstmals wieder zu sehen ist. Zur Eröffnung wird am Samstag, 16. März, um 19 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit einer Fastenpredigt der evangelischen Dekanin Hanna Wirth gefeiert, den der katholische Kirchenchor und die evangelische Chorgemeinschaft gemeinsam gestalten. Am Sonntag, 24. März, um 10 Uhr feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in Aschau einen Festgottesdienst, zu dem die Missa brevis von Jacob de Haan erklingt.
 
In der Grabanlage sind nacheinander drei Szenen zu sehen, die besonders auf die Kar- und Ostertage abgestimmt sind. Bis zum Gründonnerstag wird die Ölbergszene mit zwei Tafelfiguren gezeigt. Sie stellen den betenden Jesus und einen Engel mit einem Kelch und einem Kreuz dar und erinnern an das Gebet Jesu auf dem Ölberg vor seiner Gefangennahme. Während des Gottesdienstes am Karfreitag, der an das Leiden und Sterben Jesu erinnert, wird die Figur des Leichnams Jesu im Grabtempel sichtbar. Bis in die Nachtstunden des Karfreitags und auch am Karsamstag sind die Gläubigen dann zum Gebet und zur Andacht am Heiligen Grab eingeladen. Während der Osternacht am Ostersonntag, in der die Auferstehung Jesu gefeiert wird, wird die Figur des auferstandenen Jesus in der Grabanlage in die Höhe gezogen, das Grab selbst bleibt leer.
 
Ein zweiteiliges Auferstehungsspiel nutzt das Heilige Grab als Kulisse. Der erste Teil, der von Samstag, 30. März, an zu sehen ist, befasst sich mit dem Leben Jesu Christi und stellt biblische Figuren wie Johannes den Täufer, Petrus, Judas und Maria Magdalena vor. Das kammerspielartige Bühnenstück wird durch hebräische Gesänge und Instrumentalstücke ergänzt.
 
Der zweite Teil des Auferstehungsspiels, der ab Ostermontag, 22. April, aufgeführt wird, erzählt vom auferstandenen Jesus Christus, seinen Begegnungen mit den Aposteln und den ersten Christen. Mehr als 100 Mitwirkende sind dabei, darunter ein großer Chor. Für das Auferstehungsspiel zeichnet der Heimat- und Geschichtsverein Aschau verantwortlich.
 
Ergänzt wird das Begleitprogramm durch drei Konzerte in der Pfarrkirche. Am Sonntag, 24. März, um 19 Uhr führt das Ensemble Concertante unter Leitung von Bernadette Osterhammer das Konzert „Die sieben letzten Worte unsere Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn auf. Alpenländische Musik zur Passionszeit erklingt am Freitag, 29. März, um 19 Uhr mit den Hohenaschauer Bläsern, den Schwarzensteiner Sängerinnen und der Wössener Erntedank-Gitarrenmusi. Am Sonntag, 14. April, um 19 Uhr spielt das Barockorchester Concerto München unter Leitung von Johannes Berger barocke Passionsmusik, unter anderem das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi. Karten für die Konzerte sowie die beiden Teile des Auferstehungsspiels sind über München Ticket oder die Tourist Information Aschau erhältlich.
 
Öffentliche Führungen finden jeweils mittwochs um 15.30 Uhr sowie sonntags um 11 Uhr (31. März, 7. und 28. April) oder 14 Uhr (17. und 24. März, 14. und 21. April, 5. Mai) zum Preis von vier Euro statt. Gruppen können zusätzliche Führungen über die Tourist Information Aschau vereinbaren. Das Heilige Grab und die Pfarrkirche können im März täglich von 7.30 Uhr bis 17 Uhr, ab April täglich von 7.30 Uhr bis 19.30 Uhr besichtigt werden. Bis zum zweiten Ostersonntag, 5. Mai, bleibt das Grab aufgebaut.
 
Das Heilige Grab von Aschau nimmt mit einer Höhe von zehn Metern, einer Breite von sieben Metern und einer Tiefe von sechs Metern den gesamten historischen Altarraum der Pfarrkirche ein. Die Anlage aus dem späten Barock zeigt in der Mitte einen achteckigen Grabtempel, an den seitlich Arkadenhallen anschließen. Zwei der drei Stockwerke sind begehbar, so dass die Anlage zugleich die Kulisse für ein Passionsspiel bildet. Tafelfiguren von Grabwächtern, Engeln und Propheten beleben das Heilige Grab, geschmückt wird es von rund 150 beleuchteten, mit gefärbtem Wasser gefüllten Glaskugeln. Die Anlage entstand in den Jahren 1797 bis 1799. Zuletzt war sie in der 1950er Jahren aufgebaut gewesen. (gob)
 
 
Hinweise:
Fotos des Heiligen Grabes und weitere Informationen sind unter www.erzbistum-muenchen.de/heiliges-grab-aschau zu finden. Journalisten, die am Gottesdienst mit Kardinal Marx in Aschau am Sonntag, 24. März, teilnehmen wollen, werden gebeten, sich unter Telefon 089/21 37-12 63 oder per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.anzumelden


Bildnachweis: Foto Berger