Hier gehts zur Adveniat-Weihnachtsaktion:


Gesundsein Fördern -  Adveniataktion 2022 
Gesundsein Fördern – "das ist mit eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche in ganz Lateinamerika“  ist das Motto der bundesweiten Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat. Viele Menschen haben Angehörige, Freunde und Nachbarn bei schweren Corona-Infektionen verloren. Da ein gut ausgebautes Gesundheitssystem fehlt, hat die Pandemie die Menschen hart getroffen.
Ohne den Einsatz der Pfarreien, Orden, kirchlichen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen wäre die Situation noch katastrophaler gewesen. Die Solidaritätsaktionen der Pfarreien in vielen Stadtvierteln während des Lockdowns, Suppenküchen, das Verteilen von Schutzmasken und Lebensmitteln und der enorme Einsatz  in den örtlichen Krankenstationen – dieses Engagement vor Ort kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Möglich ist dies aber auch nur dank der großzügigen Unterstützung aus Deutschland.  „In diesem Jahr, zur Eröffnung der bundesweiten Weihnachtsaktion rufe ich die Pfarrgemeinden und alle Menschen zu tatkräftiger Solidarität und zur Spende für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat auf,“ so Bischof Stephan Ackermann aus Trier. Die Kollekte in den Weihnachtgottesdiensten am 24. und 25. Dezember in allen Pfarreien in Deutschland ist für Adveniat und damit für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt.
Allein in Guatemala ist die Hälfte aller Kinder unterernährt. Darauf wies die Adveniat-Partnerin und Leiterin der Familienhilfe des Hauptstadt-Bistums Santiago de Guatemala hin. „Strukturelle Ungleichheit ist die tieferliegende Ursache vieler unserer Übel. Und Korruption ist die tödliche Krankheit. In einem Land wie Guatemala sollte es keinen Platz für chronische Unterernährung, Krankheiten oder den Tod von Kindern geben“, kritisierte Schwester Geanni Ramos die ungleiche Verteilung der Ressourcen in ihrem Land.
Die vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützte Kinderpastoral des Bistums ist die Antwort auf die Not der Familien und das Versagen der staatlichen Gesundheitsversorgung. Der Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Familien während der Schwangerschaft und bis zum sechsten Lebensjahr. Denn diese Hilfe wirkt sich ein Leben lang auf ihre Gesundheit und Persönlichkeit aus. „Jeder Zentimeter, den wir vorwärtsgehen, um die Grundrechte in der frühen Kindheit zu garantieren ist ein Fenster der Hoffnung für dieses Kind, seine Familie, seine Gemeinschaft und sein Land“, sagte Schwester Geanni Ramos.
„Die Covid-Pandemie hat die ganze Zerbrechlichkeit unseres Gesundheitssystems gezeigt“, erklärte Bischof Eugenio Coter. Der Bischof des Apostolischen Vikariats Pando im bolivianischen Amazonasgebiet berichtete eindrücklich, dass ihn insbesondere der Mangel an medizinischem Sauerstoff die Verzweiflung der Familien habe hautnah erleben lassen. Deutlich kritisierte er ein Gesundheitssystem, dass nur den Reichen offensteht und die Armen in eine Spirale der Verschuldung bringt: „Die horrenden Kosten für die Gesundheitsversorgung sind eine der Ursachen für die Armut unserer Bevölkerung. Im Krankheitsfall werden auf einen Schlag die Ersparnisse eines ganzen Lebens ausgegeben.“
Verheerend wirkt sich Bischof Coter zufolge auch der Krieg in der Ukraine aus: Die Spekulation mit Benzin und Getreide habe die Lebensmittelpreise in Lateinamerika sprunghaft ansteigen lassen. In dieser Notlage suchten die Armen Hilfe bei der Kirche, die mit der Unterstützung von Adveniat Gesundheitszentren und auch ein Krankenhaus-Schiff ins Leben gerufen habe. „Als Kirche wollen wir mit dem Staat zusammenarbeiten, um das Gesundheitssystem vorwärts zu bringen. Denn dort, wo dies geschieht, wurden ermutigende Ergebnisse erzielt“, so Bischof Coter.
Für den Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Martin Maier, zeigen die beiden Beispiele der Adveniat-Partner: „Wir sind bei den Menschen, die vergessen werden, die sich selbst überlassen werden, die bewusst ausgegrenzt werden.“ Er wies darauf hin, dass die skandalöse Mangelernährung bei Kindern gerade auch in den ländlichen Gegenden grassieren, wo Sojabohnen wachsen, die Kinder und Familien ernähren könnten, wenn sie nicht als Futtermittel für den weltweiten Fleischkonsum verschwendet würden. „Das ist nur ein Beispiel für die tödlichen Folgen einer globalen Wirtschaft, die die Gewinnmaximierung für Wenige über das Menschenrecht auf Gesundheit und Leben der Vielen stellt“, so Pater Maier.
Lateinamerika befinde sich infolge der Pandemie und des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges des Putin-Regimes in einer dramatischen humanitären Krise, vor der man nicht die Augen verschließen dürfe. „Lassen Sie uns alle gemeinsam die Spirale von mangelnder Gesundheitsversorgung, Hunger und Armut durchbrechen und Gesundsein fördern“, rief der Adveniat-Hauptgeschäftsführer die Menschen in Deutschland zur Solidarität mit den Armen in Lateinamerika und der Karibik auf.
 
Adveniat-Weihnachtsaktion 2022: Gesundsein Fördern
Jedes zweite Kind in Guatemala ist unterernährt. In Bolivien lassen engagierte Gemeindemitglieder, Ordensleute und Priester den Armen medizinische Hilfe zukommen und retten nicht nur in der Corona-Pandemie Leben. Diese beiden Beispiele aus den Schwerpunktländern der diesjährigen Adveniat-Weihnachtsaktion machen deutlich: Lateinamerika befindet sich in einer dramatischen humanitären Krise. Mit seinen Projektpartnern vor Ort durchbricht das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Spirale von mangelnder Gesundheitsversorgung, Hunger und Armut. Gesundheitshelfer werden von der Kirche ausgebildet, Gemeindeteams besuchen Kranke und Familien, kirchliche Krankenhäuser und Gesundheitsposten sind die Hoffnung der Armen. Unter dem Motto „Gesundsein fördern“ ruft die diesjährige bundesweite Weihnachtsaktion der katholischen Kirche die Menschen in Deutschland zur Solidarität auf, damit Gesundheit für die Armen in Lateinamerika nicht länger ein unerreichbares Gut bleibt. Die Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Kirchen Deutschlands ist für Adveniat und die Hilfe für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt.

Spendenkonto bei der Bank im Bistum Essen, IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45 oder unter www.adveniat.de.

„Die größte Katastrophe ist das Vergessen“

Fast unbemerkt im Schatten von Krieg, Corona-Pandemie und Naturkatastrophen, herrscht Hunger in Ostafrika. Während die Welt auf die akuten Krisen schaut, wächst die Zahl der Hungernden weiter. Heute leiden mehr als 800 Millionen Menschen an extremem Hunger - eine beängstigende Zahl, die durch den Krieg in der Ukraine noch weiter steigen wird, weil viele Länder von Getreidelieferungen aus der Ukraine und Russland abhängig sind. Besonders von Hunger und Mangelernährung betroffen sind Kinder.
  
Allein am Horn von Afrika – in Äthiopien, Eritrea, Somalia, der Südsudan und Kenia – leiden 28 Millionen Menschen akut an Hunger. Ihr Leben ist bedroht. Eine jahrelange Dürre hat sich bleiern über die Region gelegt und dafür gesorgt, dass Oberflächengewässer verdunstet und Brunnen ausgetrocknet sind.Auf den Feldern der Bauern wächst nichts mehr, die Weiden der Viehbauern sind längst kahl und das Gras ist verdorrt. Hunderttausende Tiere - Ziegen, Schafe, Rinder, selbst Kamele – sind der Trockenheit erlegen. Doch damit sind auch die Einkommensgrundlagen der Menschen vernichtet. Sie kämpfen nun ums Überleben. Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe lenken mit ihrer diesjährigen Sommeraktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ die Aufmerksamkeit auf die Hungersnot in Ostafrika. Die beiden Hilfswerke rufen dazu auf, die Menschen dort nicht zu vergessen und ihr Überleben zu sichern. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe, Ihre Solidarität.
 
Um auf die Situation vor Ort und unsere Arbeit aufmerksam zu machen, wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unsere Aktion auf Ihrer Webseite und über Ihre Pfarreienverteiler teilen würden. Wir bieten für Ihre Pfarreien verschiedene Materialien an. Sie finden alle Infos und die Materialien zum Download auf folgende Webseite.

Spendenkonto:

Caritas international
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Hunger Ostafrika CY01157

Kontakt:
Sie haben Fragen?
Andreas Brender
Ansprechpartner für kirchliche Einrichtungen
Telefon: 0761 / 200-403

Beten für die Ukraine

Hilfe für die Ukraine

Hier finden Sie Informationen zu konkreter Unterstützung für die Menschen in der Ukraine.

Renovabis, das Osteuropa-Hilfswerk der Katholischen Kirche in Deutschland, bittet um Spendenbeiträge. Diese können direkt online erfolgen. Bitte beachten Sie auch die Hinweise in dem Informationsartikel "Krieg in der Ukraine - Wie können Sie helfen?" auf der Website von Renovabis.
Ebenso bittet die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche in München um Hilfe für die Kriegsopfer in der Ukraine. Es werden auch Sachspenden angenommen. Eine Übersicht über die benötigten Sachspenden sowie den Abgabeort finden Sie hier.

Auf der Website der Erzdiözese finden Sie zudem hier gebündelte Informationen zu den Hilfsmöglichkeiten für die Ukraine.

Caritas international ruft für seine Hilfsprojekte in der Ukraine zu Spenden mit Stichwort „Ukraine-Krieg, CY01026“ auf.
Caritas international
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Ukraine-Krieg, CY01026
Auf der Website der Caritas können Sie auch online spenden. Unter dem dortigen Nachrichten-Ticker zum Ukraine-Krieg finden Sie weitere Informationen zur Situation in der Ukraine und zu den Hilfsprojekten vor Ort.