Ein Baby im Arm einer Frau wird getauft. Ein Priester gießt Weihwasser über sein Köpfchen, darunter eine goldene Schale.
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In der Taufe wird ein Kind in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.

Taufe – das Ja zum Leben

Die Taufe ist das Sakrament des Anfangs. Sie eröffnet den Weg des christlichen Lebens, nimmt den Menschen in die Gemeinschaft der Kirche auf und bringt die Zusage zum Ausdruck, dass Gott ihn von Anfang an begleitet und trägt.

Mit der Geburt eines Kindes hat eine einzigartige Lebensgeschichte begonnen. Dieser Moment bringt große Freude, aber oft auch die Frage: Was trägt dieses kleine Leben in Zukunft?

In der Taufe bringen Christinnen und Christen ihr Vertrauen zum Ausdruck, dass ihr Kind von einem göttlichen „Ja“ getragen wird. Die Taufe ist das Tor zum Leben in der Gemeinschaft der Kirche.

Was in der Taufe geschieht

In der Taufe wird das Kind bei dem Namen gerufen, den es tragen soll, und mit Wasser begossen. Es ist nicht nur Kind seiner Eltern, sondern Kind Gottes. Die Taufformel „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ ist eine kraftvolle Zusage:

  • Gott Vater: Er sorgt wie ein liebender Vater und ist der Grund unserer Hoffnung, dass das Leben stärker ist als der Tod.
  • Jesus Christus: Er ist Vorbild, Wegbegleiter und Erlöser, der auch durch dunkle Täler mitgeht.
  • Heiliger Geist: Er schenkt Mut, Hoffnung und verbindet uns zur Gemeinschaft der Kirche.

Die Zeichen der Taufe verstehen

Die Riten der Taufe machen die Liebe Gottes sinnlich erfahrbar:

  • Kreuzzeichen: Eltern und Paten zeichnen dem Kind ein Kreuz auf die Stirn. Es ist wie ein „Siegel“: Du gehörst zu Christus.
  • Wasser: Das Ur-Element. Im Taufwasser wird das Alte symbolisch abgewaschen, ein neues Leben mit Gott beginnt.
  • Chrisam: Das wohlriechende Öl drückt die hohe Würde des Täuflings aus. Die Salbung bedeutet: Ihr Kind wird gesalbt zum Priester oder zur Priesterin (enge Verbindung zu Gott), zum König oder zur Königin (unverlierbarer Wert) und zum Propheten oder zur Prophetin (Zeuge der Wahrheit).
  • Taufkleid: Das weiße Kleid zeigt: Das Kind hat „Christus angezogen“ (Gal 3,27) und ist von Gottes Liebe umhüllt.
  • Taufkerze: Sie wird an der Osterkerze entzündet. Das Licht Christi soll das Leben Ihres Kindes hell machen.

Patin oder Pate sein

Das Patenamt ist eine ehrenvolle Aufgabe als Wegbegleiter und Zeuge des Glaubens.

Wichtig zu wissen:

  • Taufpaten müssen katholisch, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Christinnen und Christen anderer Konfessionen können als Taufzeugen gemeinsam mit einem katholischen Paten wirken.
  • Lediglich bei einer Erwachsenentaufe ist ein Taufpate notwendig.

Häufige Fragen zur Taufe

  • Anmeldung: Der erste Schritt ist der Kontakt mit Ihrem Pfarrbüro. Der Taufspender (Priester oder Diakon) wird Sie zu einem persönlichen Taufgespräch einladen. Hier ist Raum für Ihre Wünsche zur Gestaltung.
  • Gemeinschaft: Oft werden mehrere Kinder gleichzeitig getauft. Dies macht sichtbar: Wir glauben nicht allein. Ihr Kind wird in eine Gemeinschaft aufgenommen, die es mitträgt.
  • Ort: Die Taufe ist der Eintritt in die konkrete Gemeinde vor Ort. Deshalb feiern wir sie üblicherweise in der Pfarrkirche – dem geistlichen „Zuhause“ der Gemeinschaft.
  • Zeitpunkt: Meist finden Taufen am Wochenende statt, bevorzugt am Sonntag. Denn an jedem Sonntag feiern wir die Auferstehung Jesu – ein kleines Ostern. In der Taufe sagen wir dem Kind zu: Wie Jesus wirst du leben, und selbst der Tod kann dich nicht von Gottes Liebe trennen.

Weitere Informationen finden Sie unter Das Sakrament der Taufe - katholisch.de.

Kardinal Marx gießt Wasser über den Kopf eines nach vorn gebeugten Mannes, ein anderer Geistlicher hält eine Schale darunter.
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Auch Erwachsene können sich taufen lassen

Immer mehr Erwachsene entdecken den Glauben für sich. Dieser Weg der Vorbereitung (Katechumenat) ist eine Reise, bei der Sie die Glaubensorientierung der Erzdiözese gern begleitet.
Titelseite einer Broschüre mit der Aufschrift Ich rufe Dich bei Deinem Namen Sakramente im Leben der Kirche, Titelfoto zeigt einen Wasserstrahl
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Zum Weiterlesen

Ein Taufheft mit Ablauf, Liedern und Texten kann beim Erzbistum bestellt werden.

Fachbereich Sakramentenpastoral

Leitung: Dr. Christopher Slotta

Schrammerstraße 3

80333 München

089 2137-1791