PSNV-Krisentelefon

Die Erfahrungen nach dem Amoklauf im OEZ 2016 in München und nach dem Zugunglück in Bad Aibling haben gezeigt, dass es trotz eines mittlerweile flächendeckenden Ausbaus der Psychosozialen Notfallversorgung und Krisenintervention (PSNV-B) nicht möglich ist, mit diesen Kräften alle Betroffenen zu erreichen. Die Telefonseelsorge in der Erzdiözese München und Freising hält daher ein besonderes Krisentelefon vor, das im Fall einer Katastrophe oder Großschadenslage innerhalb von vier Stunden in Betrieb genommen werden kann. Damit sollen Betroffene, die durch die PSNV-B nicht erreicht werden können, psychotraumatologisch fundierte Erste Hilfe am Telefon erhalten oder/und ggf. an geeignete Stellen weiter vermitteln werden.
 
  • Die Inbetriebnahme erfolgt auf Aufforderung durch die jeweilige Katastrophenschutzbehörde.
  • Die Nummer des PSNV-Krisentelefons wird bei Bedarf durch die Medien veröffentlicht und den offiziellen Betreuungsstellen mitgeteilt. Sie wird dann auch an dieser Stelle auf unserer homepage veröffentlicht.
  • Es werden bis zu 20 parallele Telefonarbeitsplätze in den Räumen der kath. TelefonSeelsorge besetzt.
  • Die Leitung ist in der Regel zwischen 08:00 und 22:00 Uhr, bei Bedarf 24/7, für max. 7 Tage besetzt.
  • Die Beratung am Telefon erfolgt durch ausgebildete, größtenteils ehrenamtliche TelefonSeelsorger_Innen, die regelmäßig zusätzlich in Psychotraumatologie und Krisenberatung geschult werden.
 
Telefonseelsorge Team
Die Mitarbeitende kommen zum einen aus den katholischen TelefonSeelsorgestellen München, Mühldorf am Inn und Bad Reichenhall, für den Fall einer Katastrophe oder Großschadenslage im Stadtgebiet der Landeshauptstadt auch von der Evangelischen Telefonseelsorge München in Trägerschaft des ebz München (Evangelisches Beratungszentrum München e.V.)
https://www.ebz-muenchen.de/telefonseelsorge