„Eine wichtige synodale Stimme der Kirche in Bayern“

Landeskomitee der Katholiken feiert 75-jähriges Bestehen auf Frühjahrsvollversammlung

München/Augsburg, 16. April 2026. Mit einem Festvortrag und Zeitzeugengespräch während der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung begeht das Landeskomitee der Katholiken in Bayern sein 75-jähriges Bestehen am Freitag und Samstag, 24. und 25. April, in Augsburg. Die Delegierten setzen sich auf der Versammlung außerdem mit der Frage „Wie geht Kirche im säkularen Staat?“ auseinander. Anlässlich des Jubiläums würdigt Kardinal Marx die Bedeutung der Laienvertretung für eine synodale Kirche: „Wir sind in Deutschland und auch in Bayern mit einer großen Tradition beschenkt, an Synodalität, an Gremienarbeit, an Räten und an gemeinsamer Verantwortung für das katholische Leben nach innen und nach außen.“ Das Landeskomitee habe synodale Prozesse nach Ansicht des Vorsitzenden der Freisinger Bischofskonferenz (FBK) schon früh auf den Weg gebracht, eingefordert und praktiziert als „eine wichtige synodale Stimme der Kirche in Bayern.“
 

Das Magazin des Landeskomitees, die „Gemeinde creativ“, feiert außerdem das Gründungsjubiläum in einer Sonderausgabe (online verfügbar unter www.gemeinde-creativ.de) mit einem Grußwort von Kardinal Marx, in dem er feststellt: „Das Landeskomitee ist ein Aushängeschild der Kirche in Bayern geworden: institutionell, personell und inhaltlich“. Der Vorsitzende der FBK blickt in seinem Beitrag auf die Geschichte der Zusammenarbeit mit der Laienvertretung auf Bayernebene zurück. Es sei dieser immer wieder gelungen, „die christliche Perspektive in Politik und Gesellschaft einzubringen“. Auf Grundlage dieser Vergangenheit sei er zuversichtlich, dass das Laienapostolat „auch in Zukunft die Kirche in Bayern weiter mitprägen“ und „die Positionen der katholischen Kirche in einer säkularer werdenden Gesellschaft vertreten“ werde. Es werde auch weiterhin „für die Kirche in Bayern ein Segen“ sein.
 

 Die Vollversammlung beginnt am Freitag um 14 Uhr im Haus Sankt Ulrich (Kappelberg 1) mit Eröffnungsworten des Vorsitzenden Christian Gärtner sowie einem Impuls durch den Geistlichen Beauftragten für das Landeskomitee, Pater Alfons Friedrich SDB. Um 15 Uhr folgt ein Zeitzeugengespräch mit ehemaligen Vorstandsmitgliedern und Funktionsträgerinnen und -trägern des Landeskomitees: Albert Schmid, Gisela Häfele, Bischof Bertram Meier aus Augsburg, Willi Breher, Alois Baumgartner, Walter Bayerlein, Ulrike Faust und Elke Hümmeler berichten aus der Geschichte der Laienvertretung und ihrer Zeit als deren aktive Mitglieder. Um 16.30 Uhr hält Peter Frey, ehemaliger Chefredakteur des ZDF, eine Festrede. Ab 18.30 Uhr klingt der Tag mit einer Kabarettaufführung der „Soafablosn“ und beim Abendessen im Tagungshaus aus. Am Samstagmorgen, 9 Uhr, feiert Bischof Bertram Meier eine Messe in der Kapelle des Tagungshauses. Ab 10.30 Uhr folgt der Bericht des Präsidiums unter der Leitung des Vorsitzenden Christian Gärtner mit anschließender Aussprache. Gegen 12.30 Uhr endet die Vollversammlung mit einem Reisesegen.
 

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern wurde am 28. April 1951 in Regensburg als „Landesausschuß der Katholischen Aktion in Bayern“ mit Eugen Rucker als Vorsitzendem gegründet. Es ist neben dem Landeskatholikenausschuss in Niedersachsen die einzige deutsche Laienvertretung auf Länderebene. Die Umbenennung in „Landeskomitee der Katholiken“ erfolgte aufgrund der Neuordnung des Laienapostolats im Nachgang des II. Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965). Seit 2025 ist Christian Gärtner Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken. (fho)


Hinweis: Medienschaffende sind zur Berichterstattung über die Vollversammlung eingeladen. Anmeldung wird erbeten per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de.

Kontakt für Medien- und Presseanfragen

Kapellenstraße 4

80333 München

089 2137-1263
089 2137-271478