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„Totalitäre Machtfantasien sind mit dem Kreuz unvereinbar“

Kardinal Marx betont in Karfreitagsbotschaft Bedeutung des Kreuzes als Zeichen des Heils und der Hoffnung

München, 1. April 2026. Kardinal Reinhard Marx betont in seiner Botschaft zum Karfreitag, dass Christen für die universale Menschheitsfamilie stünden, „die zusammengehört und die gemeinsam einen Weg gehen muss“. Das Kreuz sei ein notwendiges Korrektiv, ein Zeichen des Heils und der Hoffnung, so der Erzbischof von München und Freising laut Manuskript in der Feier vom Leiden und Sterben Christi am Karfreitagsnachmittag im Münchner Liebfrauendom, „ein Zeichen, das uns verpflichtet, gerade heute. Und ein Zeichen, das gegen alle Gewaltherrscher dieser Welt aufgerichtet dasteht.“ Das Kreuz ist laut Kardinal „provozierend und heilsam zugleich“ und zeigt die Grenzen politischer Macht auf: „Totalitäre Machtfantasien – und seien sie noch so religiös verbrämt – sind mit dem Kreuz Christi unvereinbar.“ Diese führten in die schlimmsten menschlichen Abgründe, wie die Geschichte lehre, „sind die Quelle von Fanatismus und Diktatur“.

Beim „Kreuzweg der Völker“ am Karfreitagvormittag auf dem Marienplatz erklärt der Erzbischof laut Manuskript in seiner Ansprache, dass Gott im Kreuz seines Sohnes die Mächte des Todes, der Aggression und der Gewalt endgültig ins Leere laufen lasse: „Das Kreuz ist Zeichen der universalen Liebe Gottes.“ Marx unterstreicht, das Kreuz sei gerichtet „gegen jede menschliche, totalitäre Fantasie und gegen jede Form von politischem oder religiösem Fanatismus“. Der Erzbischof betont: „Über alle Grenzen der Sprachen und Kulturen hinweg sind wir eine Gemeinschaft.“ Die Kirche Christi kenne keine Fremden, sondern nur Mitbürger und Hausgenossen Gottes: „Dafür steht das eine Kreuz, das errichtet ist über die ganze Welt als Einladung und Zeichen der Hoffnung.“  

Wer sich mit Jesus Christus auf seinen Kreuzweg begebe, führt der Kardinal weiter aus, stelle sich in die „Solidarität mit allen Leidenden, Gequälten, Unterdrückten, mit allen Opfern von Krieg und Gewalt und Erniedrigung“. Das Kreuz gebe Zeugnis von einem Gott, der am Leid der Menschen nie vorübergehe, weil ihn Tod, Verderben, Erniedrigung, Sünde und Gewalt unmittelbar betreffen würden. „Und da schauen wir heute am Karfreitag besonders auf das Heilige Land, das wieder und wieder von Gewalt und Krieg betroffen wird.“ (hor)

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