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Gemeinsam beten und singen – zu Hause im Advent und am Heiligen Abend! Neue Broschüre „Hausgottesdienst im Advent / am Heiligen Abend“ des Erzbistums

Es ist kalt draußen. Die Stadt ist voller Menschen, und die allgemeine Hektik setzt Corinna zu. Jeder scheint nur noch durch die Straßen zu hetzen, die Tüten voller Spielsachen, Bücher und Lebensmittel in den Händen, das Smartphone am Ohr und die Augen starr geradeaus gerichtet. Das soll Advent sein? Als sie sich am Abend ganz bewusst eine Stunde Zeit für den Kirchbesuch nimmt, fällt ihr beim Herausgehen eine Broschüre des Erzbistums in die Hände. „Schau hin und staune“ bzw. „Gott wird Mensch“ heißt sie, eine Hilfe für den Hausgottesdienst im Advent und am Heiligen Abend.
Krippenfiguren der Heiligen Familie
"Schau hin und staune!" - Die Broschüre zum Hausgottesdienst bietet eine stimmungsvolle Hinführung auf das große Fest. (Foto: Ben White / unsplash)
„Es ist gute Tradition, zu Beginn der Adventszeit in unseren Häusern, Wohnungen und Gruppen zusammenzukommen, um miteinander zu beten und zu singen“, schreibt Reinhard Kardinal Marx in seinem Geleitwort. Corinna schaut sich die Broschüre etwas genauer an. Diese ist keine Anleitung für Gläubige, wie sie den Gottesdienst lieber zu Hause statt in der Kirche feiern können. Sie ist vielmehr als Hilfe gedacht für alle, die im Kreis der Familie wieder den eigentlichen Gedanken der Adventszeit leben wollen: sich zu besinnen und sich auf das Weihnachtsfest und die Ankunft des Herrn vorzubereiten. Es ist ein Angebot, die kirchliche Tradition hochzuhalten und auch im privaten Umfeld Christus und die Schönheit der Schöpfung und des Lebens zu feiern – auch am Heiligen Abend selbst, damit sich nicht alles nur um Geschenke, Kinder und den Weihnachtsbraten dreht.  

Im neuen Gotteslob findet sich eine ähnliche Stelle: Im Kapitel „Häusliche Feiern“ werden kleine Rituale für gelebtes Christsein zu Hause vorgeschlagen – Anregungen für gemeinschaftliches Beten und Singen im Kreis der Familie, mit Freunden, Nachbarn und Verwandten.

Kein Ersatz für die Christmette am Heiligen Abend

„Die beiden Hausgottesdienste für den Advent und den Weihnachtsabend sind nicht so streng wie eine Wortgottesfeier in der Kirche aufgebaut und sollen auch kein Ersatz für die Christmette an Heiligabend sein. Wir wollen die Familien vielmehr darin unterstützen, sich im oftmals hektischen Advent und an Weihnachten selbst die Zeit zu nehmen, gemeinsam zu beten, aus der Heiligen Schrift zu lesen und mal wieder ein Weihnachtslied zu singen“, sagt Dr. Monika Selle aus der Abteilung Liturgie des Erzbistums München und Freising. Zusammen mit Monika Mehringer aus der Abteilung Kinderpastoral hat sie die wie jedes Jahr in anderen bayerischen Diözesen entwickelte Vorlage für München und Freising behutsam überarbeitet. „Die Broschüre gibt es schon sehr lange. Sie wird jedes Jahr neu erarbeitet.“ Ursprünglich wollten die bayerischen Diözesen damit erreichen, dass der Advent in Bayern am ersten Montag im Dezember auch zu Hause von allen feierlich begangen werden kann. Daher steht noch das Datum für den Hausgottesdienst im Advent in der Broschüre: Montag, 2. Dezember 2019. Das sei natürlich nur ein Vorschlag, sagt Dr. Monika Selle, und verweist darauf, dass die Hefte inzwischen auch gern in Senioreneinrichtungen, in Kindergärten oder bei der Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt werden. „Die Broschüren waren immer ein Selbstläufer!“ Selbst in den Urlaub werden sie gern mitgenommen, von Gläubigen, die auch unter Palmen ein stimmungsvolles, besinnliches und christliches Advents- und Weihnachtsfest feiern wollen.
rote Kugel an geschmücktem Christbaum
Die Broschüre zum Hausgottesdienst für Advent und Heiligabend finden Sie hier im Download. (Foto: freestocks / unsplash)

„Schau hin und staune“ – gern auch mit dem Smartphone!

Der Hausgottesdienst für den Advent, der in diesem Jahr unter dem Motto „Schau hin und staune“ steht, enthält Gebete, eine stimmungsvolle Hinführung („Unsere Welt ist ein Wunder. Auch unser Leben. Der Advent lädt uns ein: Halt an, werde still und staune“), einen Paulus-Brief als Schriftlesung, Weihnachtslieder, Psalme und den Segen. Die Kinder (und Erwachsenen) sind auch zum Mitmachen aufgerufen: „Worüber hast du heute schon gestaunt“, heißt es an einer Stelle. Wer möchte, kann ein Bild dazu malen, den anderen davon erzählen oder die Staun-Momente auf dem Smartphone festhalten. Und wer Schneeflocken und Sterne für den Christbaum basteln möchte, findet ebenfalls eine passende Anleitung dazu.

Am Heiligen Abend kommen zu diesen Elementen noch das Weihnachts-Evangelium nach Lukas und ein paar nützliche Hinweise zur Vorbereitung hinzu: „Für die Aufmerksamkeit und Sammlung der Kinder ist es hilfreich, wenn die Geschenke unter einem großen Tuch verborgen sind bzw. erst nach der Einstimmung hereingeholt werden.“ Die Texte und Empfehlungen sind für die Gläubigen gedacht, die dem Heiligen Abend etwas Würdevolles geben und ganz bewusst ein „Frohes und gesegnetes Weihnachten“ feiern wollen.

Die Kinder haben die Nachbarin zur Adventsfeier eingeladen

Corinna ist dankbar für die Broschüre. Ihr gefällt der Gedanke, sich im Advent mit ihrer Familie eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und gemeinsam zu feiern. Ohne an Geschenke, Termine für Weihnachtsfeiern oder das Feiertagsmenü denken zu müssen. Und sich am Heiligen Abend um die Krippe zu versammeln und Gott für sein Geschenk an die Menschen zu danken. Sie konnte ihre Kinder sogar dazu bewegen, bei der älteren Nachbarin im Erdgeschoss zu klingeln und zum Hausgottesdienst im Advent einzuladen, was sie dankbar und gerührt angenommen hat. Gebastelt wurde dann zwar nicht. Aber die gemeinsam vorgetragenen Fürbitten und das Vaterunser haben selbst die Kinder berührt, und Weihnachtsplätzchen für die kleine Feier danach hat die Nachbarin auch mitgebracht. Selbstgebacken. Nach dem Rezept ihrer Mutter. Auch das ist Weihnachten.

Text: Christian Horwedel, freier Redakteur 


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Broschüre zum Download

Hier finden Sie die Broschüre die Broschüre "Hausgottesdienst im Advent / am Heiligen Abend" zum Download.