Ein Messediener trägt die Osterkerze in den dunklen Freisinger Mariendom, gefolgt von weiteren Messedienern mit Kerzen. Links und rechts beobachten Gottesdienstbesucher den Zug im Mittelgang.
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Die Osterkerze erleuchtet als erstes Licht den Freisinger Mariendom.
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Das Licht ist zurück in der Welt: Osternacht in Freising

Im ganzen Erzbistum feierten die Menschen in der Osternacht die Wiederkehr des Lichts in die Welt. „Du bist Licht und du bist Leben, Christus, unsere Zuversicht“, erklang es auch im Freisinger Mariendom.

Um 20:30 Uhr waren am Abend des Karsamstags im Fürstengang auf dem Freisinger Domberg ein letztes Mal die Ratschen zu hören, welche die Gläubigen zum Gottesdienst riefen. Weihbischof Wolfgang Bischof segnete auf dem Domplatz das Osterfeuer und die Kerze, ehe feierlich in den dunklen Dom eingezogen wurde.

„Es ist hier etwas geschehen, was man nicht nur sehen, sondern auch spüren konnte: Eine Kerze nach der anderen wurde entzündet, und langsam erfasste das Licht diese Kirche“, führte der Weihbischof in seiner Predigt aus. „Genau das ist Ostern: kein gewaltiger Blitz vom Himmel, kein Ereignis, das alle sofort verstehen, sondern ein Licht, das in der Nacht entzündet.“ Das letzte Wort spreche Gott, er schenke Leben, wo wir nur noch das Ende sehen, er öffne Wege, wo wir keine mehr sehen, und entzünde Licht, wo wir nur Dunkelheit wahrnehmen. „Und vielleicht ist das unsere Aufgabe als Christen: nicht die ganze Welt allein zu läutern, aber das Licht weiter zu geben mit einem Wort, das Hoffnung bringt, einer Geste, die aufrichtet, einer Entscheidung für das Leben – so beginnt Gottes neue Welt. Und deshalb ist diese Nacht eine der Freude: weil wir wissen, die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort.“

Zum Schluss des Gottesdienstes segnete der Weihbischof die mitgebrachten Speisen sowie die Eier, welche die Ministranten an den Ausgängen an die Gläubigen verteilten. Die Dombergstiftung lud anschließend noch zu einem gemütlichen Ausklang in den ersten Stock des Marstallgebäudes ein. (kid/ra)