Bunte Rosenblätter bilden eine dichte Bodenschicht.
Lade Bild...
Nach dem Regen bedecken die buten Rosenblätter den Boden von St. Martin.

Pfingsten: Rosenregen in Landshut am „Fest der Ermutigung“

In St. Martin in Landshut ist in der Pfingstmesse nicht nur eine silberfarbene Taube über den Gläubigen geflogen, sondern auch Tausende von Rosenblüten regneten herab. Wunderbare Symbolik an diesem „Fest der Ermutigung“, wie es Kardinal Reinhard Marx in seiner Predigt im Münchner Dom genannt hat.

Eine schöne und symbolträchtige Tradition in Landshut hat auch an diesem Pfingstsonntag ihre Fortsetzung gefunden: der Rosenregen. Während der Messe in St. Martin regneten aus dem so genannten Heiliggeistloch Tausende von bunten Rosenblättern in den Kirchraum hinab. Dazu senkte sich eine silberfarbene Taube über den Köpfen der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher nieder. Sinnbilder für den Heiligen Geist, der auf die Gläubigen herabkommt.

Für Kardinal Reinhard Marx ist Pfingsten „das Fest der Ermutigung, weil der Geist Gottes in der Geschichte und in der Schöpfung am Werk ist". Die Kirche solle „Antreiber sein, Zeichen sein für die Versöhnung, für den Frieden, für die Überwindung von Polarisierung und Hass, für Versöhnung, für eine Welt, in der alle Menschen miteinander leben können“.

In seiner Pfingstpredigt im Münchner Liebfrauendom rief der Erzbischof dazu auf, sich „immer wieder neu hineinzubegeben in die Möglichkeiten Gottes, in den Weg, den er mit uns gehen will. Das gilt für uns persönlich, das gilt für mich, das gilt für die Kirche, die immer neu aufbrechen muss, und das gilt für die ganze Welt." (hs/ra)

Pfingsten

Am Hochfest Pfingsten gedenken Christinnen und Christen der Herabkunft des Heiligen Geistes, die in der biblischen Apostelgeschichte geschildert wird. Der Heilige Geist ermöglichte den in Jerusalem versammelten Jüngern Jesu Christi, den Glauben in fremden Sprachen zu verkünden und so den Grundstein für seine Verbreitung in der ganzen Welt zu legen. Deshalb wird das Hochfest Pfingsten auch „Geburtstag der Kirche“ genannt. Das Pfingstfest wird am 50. Tag (griechisch „pentekoste“) des Osterfestkreises gefeiert und schließt diesen ab. Traditionell wird in den Wochen davor und danach in zahlreichen Pfarreien die Firmung gespendet, bei der den Firmkandidatinnen und -kandidaten der Heilige Geist zugesprochen wird. Die Kollekte aus allen katholischen Gottesdiensten in Deutschland am Pfingstsonntag ist für die Arbeit des Hilfswerks Renovabis bestimmt und unterstützt somit dessen pastorale und soziale Arbeit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.