Eine Hand mit dezent lackierten Nägeln hält das Buch "Zeichen setzen gegen Hitler – das kurze Leben des Walter Klingenbeck" vor einen  dunklen Vorhang.
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Die Graphic Novel „Zeichen setzen gegen Hitler“ thematisiert, wie der erst 19-jährige Walter Klingenbeck Widerstand leistete.

„Zeichen setzen gegen Hitler“ erzählt Geschichte von Walter Klingenbeck

Mit nur 19 Jahren wurde Walter Klingenbeck von den Nazis in Stadelheim hingerichtet. Nun wurde des Widerstandskämpfers mit einem Gottesdienst gedacht, die Graphic Novel „Zeichen setzen gegen Hitler“ erzählt seine Geschichte.

Mit einem Gottesdienst, einer neuen Graphic Novel und einer digitalen Stadtrallye ist am 18. Oktober 2025 in der Münchner Pfarrkirche St. Ludwig an den Widerstandskämpfer Walter Klingenbeck erinnert worden. Der Münchner wurde 1943 im Alter von nur 19 Jahren von den Nationalsozialisten hingerichtet. Für ein mögliches Seligsprechungsverfahren läuft seit 2018 eine kirchliche Voruntersuchung in der Erzdiözese München und Freising.

Im Anschluss an den Gottesdienst stellten Beteiligte im Pfarrsaal die Graphic Novel „Zeichen setzen gegen Hitler“ vor. Die Berliner Illustratorin Marie Geissler erzählt darin die Geschichte des jungen Christen, der einst zur Pfarrjugend von St. Ludwig gehörte und früh Widerstand gegen das NS-Regime leistete. 

Interaktive Rallye mit elf Stationen

Vorgestellt wurde außerdem die interaktive Smartphone-Rallye „Das Rätsel um Omega WK“. In elf Stationen führt sie durch München und lädt Spielerinnen und Spieler dazu ein, gemeinsam mit drei Jugendlichen den Spuren Walter Klingenbecks zu folgen. Die Rallye beginnt an der Kirchentreppe von St. Ludwig und endet am Platz der Freiheit in Neuhausen am Widerstandsdenkmal, wo eine Stele an Klingenbeck erinnert. Ein QR-Code unter walterklingenbeck.de und in der Graphic Novel ermöglicht den direkten Zugriff. Entwickelt wurde das digitale Angebot von der Fachstelle Medien und Digitalität im Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising und ist über die kostenlose App „Actionbound“ spielbar. 

Walter Klingenbeck mit 19 Jahren hingerichtet

Der 1924 in München geborene Walter Klingenbeck engagierte sich in der Jungschar seiner Pfarrei St. Ludwig in Schwabing und lehnte das Naziregime früh ab. Als er 1941 eine Lehre als Schaltmechaniker begann, traf er auf Gleichgesinnte, mit denen er unter anderem an einem eigenen Widerstandsradio arbeitete und Flugblattaktionen plante. Die Gruppe wurde verraten. Klingenbeck nahm die Verantwortung allein auf sich, sodass seine Freunde begnadigt wurden und Gefängnisstrafen abbüßten. Im August 1943 wurde er in Stadelheim hingerichtet.