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Erzdiözese spendet für Menschen im Tschad

200.000 Euro für Bereitstellung von Lebensmitteln, Hygiene- und Trinkwasserversorgung

München, 23. April 2026. Mit einer Spende in Höhe von 200.000 Euro unterstützt die Erzdiözese München und Freising die Nothilfe von Caritas International im Tschad. Mit dem Geld sollen Geflüchtete und Rückkehrer im Südosten des Tschad mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Gegenständen des täglichen Bedarfs und Trinkwasser versorgt werden. Der Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, Christoph Klingan, erklärt dazu: „Mit unserer Spende wollen wir die Versorgung von insgesamt 500 Haushalten im Auffangcamp Marassabré und den umliegenden Dörfern verbessern und die akute Not der Geflüchteten lindern. Das Geld soll aber auch in nachhaltige Maßnahmen fließen, die den lokalen Strukturen und der Resilienz besonders verletzlicher Bevölkerungsgruppen zugutekommen. So hoffen wir, den Menschen in ihrer aktuellen Notlage wirksam helfen zu können“, so Klingan.
 

Im Sudan führen seit April 2023 die sudanesischen Streitkräfte (SAF) und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) einen Bürgerkrieg mit katastrophalen humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung. Die Vereinten Nationen berichten über schwere Kriegsverbrechen wie Massenhinrichtungen, Vergewaltigungen und extreme Gewalttaten durch die RSF, wie in der Hauptstadt Al-Faschir des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur im Oktober 2025. Hinzu kommt eine massive Ernährungsunsicherheit, die sich im Zuge des Konflikts zu einer Hungersnot entwickelt hat. Laut aktuellen Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) wurden im Sudan seit 2023 rund zwölf Millionen Menschen vertrieben. Der Osten des Tschad, in dem die Spende der Erzdiözese eingesetzt wird, ist für die Menschen, die vor der Gewalt in der sudanesischen Provinz Darfur fliehen, zu einem wichtigen Zufluchtsort geworden. Nach dem neuesten Bericht des UNHCR sind bis März 2026 rund 918.000 geflüchtete Menschen aus dem Sudan im Tschad angekommen und registriert worden.
 

Caritas International leistet die Hilfe mit der Caritas der Diözese Mongo im Südosten des Tschads und arbeitet eng mit den Regierungsbehörden sowie Organisationen der Vereinten Nationen zusammen, um die Nothilfemaßnahmen für die sudanesischen Geflüchteten und tschadischen Rückkehrer zu koordinieren. Ziel der Hilfen ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von Geflüchteten im Flüchtlingscamp Marassabré in der Provinz Wadi und Rückkehrern aus dem Sudan sowie schutzbedürftigen Mitgliedern der Aufnahmegemeinschaften in der Umgebung des Lagers. Kurzfristig werden durch die Gelder Lebensmittelpakete, Haushaltsgegenstände wie Kochutensilien, Hygieneartikel und Hygienemaßnahmen sowie der Bau eines Brunnens finanziert. Parallel zu den Nothilfen wird ein „Cash for Work“-Programm umgesetzt, um die Bewohnerinnen und Bewohner in agrarökologische Aktivitäten und in die Wiederherstellung degradierter Flächen durch das Anlegen von Beeten, Dämmen sowie Aufforstungsmaßnahmen einzubeziehen. (fho)
 

Hinweis: Für die Berichterstattung ist ein Bild bereits umgesetzter Hilfsmaßnahmen im Tschad beigefügt: www.erzbistum-muenchen.de/presse

Download für die Berichterstattung bereits umgesetzter Hilfsmaßnahmen im Tschad

Bildnachweis: Volker Gerdesmeier/Caritas international

Bildunterschrift: Dank der Brunnen können die unterstützten Haushalte – in Gemeinschaftsarbeit als einkommensschaffender Aktivität (cash for work) – Gemüseanbau zur Sicherung von Nahrungsmitteln betreiben.

 

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Gemüseanbau zur Sicherung von Nahrungsmitteln

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