München, 23. März 2026. Den Palmsonntag, die Kar- und Ostertage als Höhepunkt des Kirchenjahres feiern die Gläubigen im Erzbistum München und Freising mit festlichen Gottesdiensten. Von Gründonnerstag, 2. April, bis Ostersonntag, 5. April, gedenken sie des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu Christi, die im Mittelpunkt des christlichen Glaubens stehen.
In welcher Pfarrei welche Gottesdienste stattfinden, lässt sich über die Gottesdienst-Suche auf der Internetseite des Erzbistums München und Freising herausfinden unter www.erzbistum-muenchen.de/gottesdienste-veranstaltungen. Einen Überblick über Veranstaltungen in der Landeshauptstadt bietet zudem der Münchner Begleiter für die Fasten- und Osterzeit, der unter www.ostern-in-muenchen.de online ist. Der bundesweite Ökumenische Jugendkreuzweg 2026 unter dem Titel „dahinter. Tiefer sehen, weiter gehen“ lädt junge Menschen zum Innehalten und zum Perspektivwechsel ein; Informationen dazu gibt es unter www.jugendkreuzweg-online.de.
Angebote für Menschen mit Hörbehinderung
In Gebärdensprache und Lautsprache wird die Kreuzwegandacht am Karfreitag, 3. April, um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Elisabeth (Breisacher Straße 9a) in München-Haidhausen gefeiert; in der Kirche gibt es eine Induktionsschleife für Menschen, die entsprechende Hörgeräte tragen. Die Osternacht am Abend des Karsamstags, 4. April, 19 Uhr, in St. Elisabeth wird ebenfalls in Laut- und Gebärdensprache gefeiert.
Palmsonntag
Im Münchner Liebfrauendom feiern Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, und Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg am Palmsonntag, 29. März, um 10 Uhr eine feierliche Bischofsmesse. Bei günstigem Wetter beginnt diese im Freien am Dombrunnen auf dem Vorplatz des Domes mit der Segnung der Palmzweige und dem Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem, anschließend zieht die Gemeinde in einer feierlichen Prozession um den Liebfrauendom und über das Hauptportal in die Kathedrale ein. Der Gottesdienst wird von der Mädchenkantorei, den Domsingknaben und den Dombläsern unter der musikalischen Leitung von Gabriele Steck und Domkantor Benedikt Celler mit liturgischen Gesängen und Passionsliedern gestaltet. Die Kollekte kommt den Christen im Heiligen Land zugute. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream. Bei der Vesper um 17.15 Uhr trägt, musikalisch geleitet von Domkapellmeisterin Lucia Hilz, das Vokalensemble des Domchors mehrstimmige Vespergesänge vor. Eine Jugendvigil feiert Kardinal Marx am Palmsonntag um 18 Uhr in der Münchner Jugendkirche (Preysingstraße 85).
Chrisammesse
Am Mittwoch, 1. April, um 17 Uhr, feiert Kardinal Marx im Münchner Liebfrauendom die Chrisammesse, bei der die heiligen Öle für die Spendung der Sakramente geweiht werden: Chrisam, das bei der Taufe, der Firmung, der Priester- und Bischofsweihe sowie der Altar- und Kirchweihe verwendet wird, Krankenöl für die Krankensalbung und Katechumenenöl für die Taufe. Die Junge Domkantorei, das Vokalensemble der Dommusik und die Dombläser gestalten den Gottesdienst unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler mit der Missa „Te Deum laudamus“ von Wolfram Menschick (1937-2010). Der Gottesdienst wird live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
Karmetten
Am Gründonnerstag, 2. April, Karfreitag, 3. April, und Karsamstag, 4. April, jeweils um 9 Uhr feiert Kardinal Marx im Münchner Liebfrauendom Karmetten, die aus der Lesehore und der Laudes des Stundengebets bestehen. In diesen Gebetsgottesdiensten werden Psalmen sowie Lesungen aus der Bibel und den Schriften der Kirchenväter vorgetragen. Die Karmetten am Gründonnerstag sowie am Karsamstag werden unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz von der Capella Cathedralis, am Donnerstag zudem von der der Capella Cantorum, mit Responsorien und anderen Werken von Tomás Luis de Victoria (1548-1611) gestaltet. Am Karfreitag bringt die Capella Cathedralis unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler Responsorien und andere Werke von Orlando di Lasso (um 1532-1594) zu Gehör. Die Karmetten werden live im Internet übertragen unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
Messe vom Letzten Abendmahl
Des Letzten Abendmahls, das Jesus vor seinem Tod mit seinen Jüngern hielt, gedenkt die Messe, die am Gründonnerstag, 2. April, gefeiert wird. Beim Gloria erklingen in diesem Gottesdienst zum letzten Mal Orgeln und Glocken, bevor sie bis zur Feier der Osternacht verstummen. Nach der Messe wird das Allerheiligste, Christus in Gestalt der konsekrierten Hostien, zur Aufbewahrung an einen gesonderten Ort gebracht. Kardinal Marx feiert die Messe vom Letzten Abendmahl um 19 Uhr im Münchner Liebfrauendom. Dabei wäscht er zwölf Frauen und Männern die Füße und erinnert so daran, dass Jesus Christus vor dem Letzten Abendmahl in Jerusalem seinen Jüngern die Füße wusch. In diesem Jahr nehmen an der Fußwaschung Angehörige von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten teil, stellvertretend für alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die im Blaulichtbereich für die Allgemeinheit tätig sind. Die Junge Domkantorei unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler gestaltet die Feier unter anderem mit der „Deutschen Liturgie“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) und der Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger (1889-1971). Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
„Kreuzweg der Völker“
Tausende Gläubige aus mehr als 20 Sprach- und Volksgruppen begehen am Karfreitag, 3. April, die traditionelle Karfreitagsprozession „Kreuzweg der Völker“ in der Münchner Innenstadt. Sie gedenken entlang der 14 Kreuzwegstationen des Leidensweges Jesu. Nach der Eröffnung um 10 Uhr in der Jesuitenkirche St. Michael (Neuhauser Straße 6) mit Segnung der Kreuze für die Teilnehmenden zieht die Prozession durch die Neuhauser und die Kaufingerstraße zum Marienplatz, wo eine Andacht den Kreuzweg abschließt. Die Stationen auf dem Prozessionsweg werden von Gemeinden verschiedener Muttersprachen gestaltet, in diesem Jahr unter besonderer Beteiligung der Jugendlichen aus diesen Gemeinden. Generalvikar Christoph Klingan, auch zuständig für die Seelsorgsregion München, eröffnet den Kreuzweg und leitet die Prozession. Zum Abschluss am Marienplatz wird Kardinal Reinhard Marx hinzukommen, Grußworte zum Osterfest sprechen und den Segen spenden. Dem ökumenischen Gedanken folgend, sind auch Vertretende anderer Kirchen und Riten zu der Kreuzwegandacht eingeladen.
Feier vom Leiden und Sterben Christi
Am Karfreitag, 3. April, beginnt um 15 Uhr – der in den Evangelien genannten Todesstunde Jesu – in den katholischen Kirchen üblicherweise die Feier vom Leiden und Sterben Christi mit Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunion, so auch im Münchner Liebfrauendom, wo Kardinal Marx dem Gottesdienst vorsteht. Der Domchor und Solisten der Capella Cathedralis bringen unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz unter anderem die „Johannespassion“ von Heinrich Schütz (1585-1672) sowie die A-cappella-Vertonung des Psalms 51 „Miserere“ von Gregorio Allegri (1582-1652) zu Gehör. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
Heiliges Grab
In zahlreichen Pfarreien des Erzbistums sind die Gläubigen am Karfreitag, 3. April, und Karsamstag, 4. April, zum Gebet und zur persönlichen Andacht vor dem Heiligen Grab eingeladen, das im Altarraum, in der Krypta, in einer Seitenkapelle oder an einem anderen Ort in der Kirche aufgebaut und dem Grab Jesu Christi nachempfunden wird. Der Münchner Liebfrauendom ist für das Gebet am Heiligen Grab in der Krypta am Karfreitag von 17 bis 20 Uhr und am Karsamstag von 11 bis 17 Uhr zugänglich. Von 17 bis 20 Uhr ist der Dom am Karsamstag geschlossen.
Feier der Osternacht
In der Osternacht, der Nacht von Karsamstag, 4. April, auf Ostersonntag, 5. April, feiern die Gläubigen die Auferstehung Jesu Christi. Die Gemeinden kommen am späten Abend des Karsamstags oder am frühen Morgen des Ostersonntags zu feierlichen Gottesdiensten zusammen. Besondere Bestandteile dieser Gottesdienste sind Lichtfeier und Osterlob, Lesungen aus dem Alten Testament sowie die Tauffeier, bei der Erwachsene getauft oder Christinnen und Christen ihr Taufversprechen erneuern. Im Münchner Liebfrauendom beginnt die Feier der Osternacht mit Kardinal Marx am Karsamstag, 4. April, um 21 Uhr. 41 Erwachsene wurden in den vergangenen Monaten in der Glaubensorientierung der Erzdiözese in St. Michael auf die Taufe vorbereitet. In der Osternacht wird der Erzbischof zehn Frauen und Männer taufen, weitere zehn werden in der Osternacht um 21 Uhr in St. Michael und drei am Ostersonntag, 5. April, um 5 Uhr in St. Bonifaz (Karlsstraße 34) getauft. Die übrigen Erwachsenen empfangen das Sakrament am Vorabend von Pfingsten, in ihren Heimatpfarreien in der Erzdiözese oder außerhalb. Die Feier der Osternacht im Liebfrauendom gestalten die Capella Cathedralis und das Vokalensemble der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz unter anderem mit „Dextera Domini“ von Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901. Am Ende des Gottesdienstes steht die Speisensegnung. Dafür bringen Gottesdienstbesucher traditionell Weihekörbe mit Speisen für das Osterfrühstück mit. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
Gottesdienste am Ostersonntag
Mit feierlichen Gottesdiensten begehen die Gemeinden am Ostersonntag, 5. April, das Hochfest der Auferstehung des Herrn. Auch zum Abschluss der Osterhochämter werden vielerorts mitgebrachte Speisen gesegnet. Im Münchner Liebfrauendom feiert Kardinal Marx um 10 Uhr das Pontifikalamt. Domchor, Junge Domkantorei, Solisten und das Domorchester gestalten unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz den Gottesdienst unter anderem mit der „Missa in C“ von Joseph Haydn (1732-1809), die auch als „Mariazeller Messe“ bekannt ist. Der Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream. Um 17 Uhr beginnt eine Vesper mit Kardinal Marx, bei der Max Ehams (1915-2008) „Feierliche Vesper an Ostern“, „Haec dies“ von Caspar Ett (1788-1847) sowie Georg Friedrich Händels (1685-1759) „Halleluja“ erklingen. Es musizieren die Domsingknaben, die Mädchenkantorei, die Junge Domkantorei und die Dombläser unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler. Die Vesper wird ebenfalls unter www.erzbistum-muenchen.de/stream übertragen.
Gottesdienste am Ostermontag
Auch am Ostermontag, 6. April, feiern die Gemeinden festliche Gottesdienste. Im Liebfrauendom beginnt der Festgottesdienst um 10 Uhr. Vokalensemble der Jungen Domkantorei und Instrumentalisten gestaltet ihn unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler mit Werken von Johann Sebastian Bach (1685-1750), sie tragen Auszüge der Messe in G-Dur BWV 236, den Sanctus D-Dur BWV 238 und die Kantate „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ vor. Dieser Gottesdienst wird in Gebärdensprache übertragen und live im Internet gestreamt unter www.erzbistum-muenchen.de/stream. Die Vesper um 17.15 Uhr wird mit einstimmigen Vespergesängen gestaltet. (glx)
Hinweis:
Journalistinnen und Journalisten, die vor Ort an den Gottesdiensten teilnehmen wollen, werden um Anmeldung gebeten per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de oder Telefon 089/2137-1263.
Kapellenstraße 4
80333 München