München, 24. April 2026. Zum Beginn des Marienmonats Mai feiert Dompfarrer Klaus Peter Franzl am Freitag, 1. Mai, um 10 Uhr im Münchner Liebfrauendom den Festgottesdienst zum Hochfest Maria Patrona Bavariae, an dem die Gottesmutter als Schutzfrau Bayerns verehrt wird. Die musikalische Gestaltung übernehmen unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler die Capella Cathedralis, Solisten und Domorchester; sie bringen die Messe „Ego delectabor in Domino“ von Valentin Rathgeber (1682-1750) zu Gehör. Die erste feierliche Maiandacht in der Frauenkirche, die mit Marianischen Motetten und Liedsätzen unter der musikalischen Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz von Domchor und Dombläsern gestaltet wird, feiert Weihbischof Wolfgang Bischof am Freitag, 1. Mai, um 18 Uhr.
Eine Predigtreihe im Münchner Dom widmet sich Maria als „Knotenlöserin und Mutmacherin“ im Rahmen von mit Marianischen Motetten und Liedsätzen gestalteten Maiandachten jeweils mittwochs um 18 Uhr. Am 6. Mai nimmt Domvikar Thomas Belitzer Maria als Knotenlöserin in den Blick und spricht über das Lösen von Verwicklungen. Am 13. Mai predigt Domvikar Christoph Wittmann unter dem Titel „Maria – Mutter der Glaubenden“ über das Verstehen des Unbegreiflichen. Am 20. Mai widmet sich Diakon Matthias Scheidl der Gottesmutter als „Sprachrohr des Herzens“ in seiner Predigt über das Hinhören und Handeln. Am 27. Mai steht das Weitergeben der Hoffnung im Fokus der Predigt von Diakon Robert Scheingraber, die unter der Überschrift „Maria – Mutmacherin und Königin“ steht. Die von den Dombläsern musikalisch gestaltete feierliche letzte Maiandacht mit Lichterprozession am Sonntag, 31. Mai, um 18 Uhr, leitet Dompfarrer Franzl. Die Maiandachten sowie der Festgottesdienst am Hochfest Patrona Bavariae werden live im Internet übertragen unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
Zur Stadtmaiandacht am Dienstag, 5. Mai, um 18 Uhr kommen Gläubige in der Oberkirche der Bürgersaalkirche (Neuhauser Str. 14) zusammen. Die Maiandacht steht unter dem Leitwort „Mary, Mother, Love“ und soll neuen Wegen der Marienverehrung Raum geben und dabei insbesondere weiblichen Perspektiven auf die Gottesmutter Ausdruck verleihen. Die Feier wird musikalisch von „Open Spirit“, dem Gospelchor der Truderinger Pfarrei St. Augustinus, gestaltet.
Evangelische Gäste predigen bei den Ökumenischen Maiandachten in der Jesuitenkirche St. Michael (Neuhauser Straße 6), jeweils montags um 18 Uhr: Am 4. Mai spricht Rundfunkpfarrerin Julia Rittner-Kopp unter dem Titel „Maria breit den Mantel aus“ darüber, mit Maria Weite zu lernen. „Eva und Maria – ein Gespräch unter Freundinnen“ ist die Predigt überschrieben, die Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen am 11. Mai hält. Pfarrer Felix Leibrock, Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks München, setzt sich am 18. Mai damit auseinander, wie Maria hilft, das Schicksal anzunehmen. Thomas Prieto Peral, Regionalbischof im Kirchenkreis München und Oberbayern, befasst sich am 25. Mai mit „Marias sanfter Autorität“.
Der Mai wird in den bayerischen Diözesen traditionell als Marienmonat begangen; Gläubige bitten die Gottesmutter in Andachten, Gottesdiensten und Wallfahrten um Hilfe und Fürsprache. Teil der klassischen Maiandacht sind die Verehrung Mariens und Anrufung um ihre Fürbitte bei Gott sowie die Aussetzung des Allerheiligsten zur Anbetung mit anschließendem sakramentalem Segen. Papst Benedikt XV. benannte Maria offiziell als Schutzfrau Bayerns. 1917 wurde das Fest der Patrona Bavariae erstmals in allen bayerischen Diözesen begangen. (glx)