München, 1. April 2026. Kardinal Reinhard Marx hat sich bei der Feier der Chrisam-Messe für eine Stärkung des Sakraments der Krankensalbung ausgesprochen. „Ich hoffe, dass die Krankensalbung wieder lebendiger wird“, sagte er am Mittwochabend, 1. April, im Münchner Liebfrauendom. „Bei dem Sakrament werden wir geprägt auf ihn – Jesus – hin.“ Lange Zeit vor allem am Lebensende gespendet, wird die Krankensalbung heute als Sakrament der Stärkung und des Trostes in Krankheit und Krise verstanden, die Gottes Nähe spürbar machen soll. So sagte der Erzbischof von München und Freising bei der Segnung des Kranken-Öls im Rahmen der Messe auch, dieses solle die Menschen, die damit gesalbt würden „beleben und ihre Krankheit besiegen“. Es handle sich um „Öl, das Krankheit, Schmerz und Bedrängnis vertreibt“.
Die Chrisam-Messe wird jedes Jahr am Mittwoch der Karwoche im Münchner Liebfrauendom gefeiert. Dabei werden auch die anderen heiligen Öle für die Spendung der Sakramente geweiht: Chrisam, das bei der Taufe, der Firmung, der Priester- und Bischofsweihe sowie der Altar- und Kirchweihe verwendet wird und Katechumenen-Öl für die Taufe. Zudem erneuern Priester und Diakone der Erzdiözese in der Messe traditionell ihr Weiheversprechen. „Als Geweihte, Gesalbte, Getaufte und Gefirmte gehören wir zu ihm: Jesus Christus, dem Friedensfürst“, schloss der Kardinal.
Bei einem Empfang im Anschluss an die Chrisam-Messe gab er das Ergebnis der Wahl des neuen Domkapitulars Pfarrer Ulrich Kampe (57) durch das Domkapitel bekannt; die Stelle war durch die Emeritierung von Domkapitular Prälat Lorenz Kastenhofer frei geworden. Kampe, der im Rahmen einer Investiturfeier durch Kardinal Marx in das Kapitel aufgenommen wird, leitet seit 2008 den Pfarrverband Oberschleißheim und ist seit 2024 Dekan des Dekanates München-Nordwest. Er wurde 1969 in Magdeburg geboren und 2005 in München zum Priester geweiht. Danach wirkte er bis 2008 als Kaplan in Gilching-St. Sebastian. 2024 leitete er zudem den Pfarrverband PACEM München-Nord-Feldmoching, seit 2026 obliegt ihm übergangsweise zusätzlich die Leitung der beiden Pfarrverbände Milbertshofen sowie St. Katharina von Siena-Zu den hl. 14 Nothelfern. Darüber hinaus war er von 2013 bis 2023 stellvertretender Dekan des Dekanates München-Feldmoching.
Ferner wurden drei erfahrene und verdiente Seelsorger der Erzdiözese zu Erzbischöflichen Geistlichen Räten ernannt. Der Münchner Erzbischof würdigte damit die Verdienste der Geistlichen um die Pastoral in der Erzdiözese.
Zu Erzbischöflichen Geistlichen Räten ernannt wurden:
- Pfarrer Alexander Blei (58), wurde 1967 in Schweinfurt geboren und 1999 in Freising als Ordensangehöriger der Benediktinerabtei St. Bonifaz zum Priester geweiht. Nach seiner Zeit als Kaplan in München-St. Bonifaz übernahm er 2005 die Leitung der Seelsorge in Olching-St. Peter und Paul und wirkte dort auch als Präses der Kolpingsfamilie. Ab 2007 war er Seelsorger in Landshut. 2010 wurde Blei in die Erzdiözese München und Freising inkardiniert und übernahm die Leitung des Pfarrverbandes Kumhausen; zugleich war er zeitweise für den Pfarrverband Eching-Ast verantwortlich. Seit 2012 ist er Pfarradministrator in Landshut-St. Margaret und seit 2014 Leiter des Pfarrverbandes Achdorf-Kumhausen. Seit 2014 ist er in verschiedenen Funktionen auf Dekanatsebene tätig, zunächst als Dekan, stellvertretender Landkreisdekan, Landkreisdekan und seit 2024 als Dekan des neu gefassten Dekanats Landshut.
- Pfarrer Rolf Merkle (58) wurde 1967 in Arnstorf geboren und 1995 in Rom nach einem dort absolvierten Theologiestudium zum Priester geweiht. Seine Jahre als Kaplan führten ihn von 1997 bis 2003 nach Gauting, München-Milbertshofen sowie nach Bordeaux, wo er für die Gemeinschaft Emmanuel wirkte. Von 2003 bis 2012 war er als Solidarpfarrer in Vaterstetten tätig und übernahm zugleich Verantwortung in der Begleitung von Priesteramtskandidaten innerhalb der Gemeinschaft Emmanuel sowie als Solidarpfarradministrator in Baldham. In den folgenden Jahren wirkte er in leitender Verantwortung in mehreren Münchner Pfarreien und Pfarrverbänden, insbesondere in Milbertshofen. Von 2013 bis 2023 war er Dekan des Dekanates München-Freimann. Bis 2024 leitete er die Pfarrverbände Milbertshofen und St. Katharina von Siena-Zu den hl. 14 Nothelfern. Seit September 2024 ist er Leiter des Pfarrverbandes Vier Brunnen-Ottobrunn.
- Pfarrer Andreas Vogelmeier (54), wurde 1971 in München geboren und dort 2005 zum Priester geweiht. Danach war er bis 2008 Kaplan in Mittenwald. Im Anschluss wurde er für den Dienst in der Katholischen Militärseelsorge freigestellt, um von 2008 bis 2013 als Militärpfarrer in Stetten am kalten Markt in Baden-Württemberg und anschließend bis 2020 in Bad Reichenhall tätig zu sein. In dieser Zeit übernahm er zusätzlich Aufgaben in der Stadtkirche Bad Reichenhall sowie seelsorgliche Dienste im Pfarrverband Fürstenfeld. Ein besonderer Einsatz führte ihn 2018 als Militärseelsorger nach Erbil im Irak. Seit 2021 ist er Leiter des Pfarrverbands Geretsried. Darüber hinaus trug er Verantwortung als stellvertretender Dekan in den Dekanaten Wolfratshausen sowie Bad Tölz-Wolfratshausen. Seit 2023 ist er Suchtbeauftragter der Erzdiözese München und Freising und seit 2025 Präses der Kolpingsfamilie Geretsried. (cs/uq)