Kardinal Marx würdigt sozialen Aspekt von Musikförderung

Erzbischof von München und Freising besucht Superar-Chor für benachteiligte Kinder

München, 21. April 2026. Nach Ansicht von Kardinal Reinhard Marx haben Musikförderprogramme an Schulen eine entscheidende soziale Komponente. „Singen macht das Herz frei und führt uns zusammen. In Projekten wie diesem werden soziale Kompetenzen und die Verständigung der Menschen untereinander gefördert“, so der Erzbischof von München und Freising beim Besuch einer Chorprobe der Superar-Initative an der staatlichen Grundschule an der Guardinistraße in München am Dienstag, 21. April. Superar ist ein internationales Musikprojekt aus Österreich und bietet seit Oktober 2023 auch in der Erzdiözese München und Freising kostenfreien Chor- und Instrumentalunterricht für Kinder an Schulen mit strukturellen Herausforderungen an. Das Angebot wird vom Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. gefördert.

Kardinal Marx sang gemeinsam mit den Kindern und tauschte sich mit ihnen sowie den Verantwortlichen der Schule, der Caritas und von Suprerar aus. „Gerade Kindern, die sich vielleicht sonst nicht trauen, können Projekte wie dieses helfen. Sie können in eine andere Rolle schlüpfen und etwas Neues versuchen“, erklärte der Erzbischof. Und weiter: „Ich finde es eine großartige Idee, die Kinder zum Singen zu bringen, gemeinsam und in verschiedenen Sprachen. Beim Singen werden unsere Herzen weit und der Geist wird offen.“

Gegründet wurde Superar 2009 in Wien durch das Wiener Konzerthaus, die Wiener Sängerknaben und die Caritas der Erzdiözese Wien. Der Name bezieht sich auf das lateinische Wort „superare“, das „sich übertreffen, etwas überwinden“ bedeutet. Inzwischen bietet das Projekt mehr als 4.500 Kindern kostenlosen Chor- und Instrumentalunterricht in Deutschland, Österreich, Rumänien, Ungarn, der Slowakei sowie in Bosnien und Herzegowina an. Hierfür werden etablierte Strukturen und Kooperationen mit Schulen und anderen Institutionen genutzt. Ziel von Superar ist es, für Kinder die finanziellen und organisatorischen Zugangshürden für die Teilhabe am Musikunterricht zu verringern. So erreicht das Angebot alle jungen Menschen – unabhängig von ihrem finanziellen, kulturellen, religiösen oder sprachlichen Hintergrund. In München bildet den Höhepunkt des Chorjahres das kostenlose Konzert in der Isarphilharmonie im November, bei dem im vergangenen Jahr mehr als 500 Kinder auftreten durften. Mehr Informationen sind auf der Webseite des Projekts zu finden unter: https://www.superar.bayern/. (fho)