München/Freising, 25. März 2026. Wer war Maria Magdalena und was hat uns diese Heilige heute zu sagen? Dass Papst Franziskus die Begleiterin Jesu vor zehn Jahren liturgisch aufgewertet hat und ihr statt eines Gedenktages seither ein Festtag gewidmet ist, nimmt die Frauenseelsorge der Erzdiözese München und Freising zum Anlass für die Initiative „Maria Magdalena. Osterzeugin. Apostelin.“ mit vielfältigen Veranstaltungen von Ostern bis zum Maria-Magdalena-Tag, dem 22. Juli.
„Die verlorene Ehre der Maria Magdalena. Eine Spurensuche zehn Jahre nach ihrer liturgischen Aufwertung“ ist der Titel eines Studientags, den die Katholische Akademie in Bayern gemeinsam mit der Frauenseelsorge der Erzdiözese München und Freising veranstaltet. Am Samstag, 11. April, von 11 bis 17 Uhr, geht es in München in der Katholischen Akademie in Bayern (Mandlstraße 23) nicht nur um die historische Person und die biblischen Zeugnisse, sondern auch um die vielfältige Rezeption der Figur im Laufe der Jahrhunderte und deren Aussagen über die Kirche. Andrea Taschl-Erber, Professorin der neutestamentlichen Bibelwissenschaft an der Katholischen Universität Linz, referiert um 12.30 Uhr über Maria Magdalena in biblischen und apokryphen Quellen. Harald Buchinger, Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Regensburg, spricht im Anschluss über liturgische Inszenierungen rund um das Osterfest, bevor Gisela Muschiol, Kirchengeschichtsprofessorin an der Universität Bonn, einen Vortrag unter dem Titel „Zwischen Erniedrigung und Erhebung: Zur Rezeption der Figur Maria Magdalenas“ hält. Um 15 Uhr moderiert Achim Budde, Direktor der Katholischen Akademie in Bayern, ein Podiumsgespräch, das sich der Frage „Endlich rehabilitiert?“ widmet. Das detaillierte Programm der Veranstaltung ist unter www.kath-akademie-bayern.de/veranstaltung/die-verlorene-ehre-der-maria-magdalena online. Dort ist die Anmeldung möglich bis Gründonnerstag, 2. April. Die Vorträge und die Podiumsdiskussion werden zudem auf dem YouTube-Kanal der Katholischen Akademie live übertragen.
„Mit Magdalena unterwegs“ ist der Emmausgang überschrieben, der in Ruhpolding (Landkreis Traunstein) am Ostermontag, 6. April, um 14.30 Uhr, an der Pfarrkirche St. Georg (Kirchberggasse 10) beginnt. Der traditionelle Spaziergang wird mit Impulsen und Texten mit Bezug zu Maria Magdalena gestaltet. Stationen mit musikalischen Beiträgen örtlicher Gesangs- und Instrumentalgruppen liegen auf dem Weg, der durch das Dorf, über den Schwabenbauernweg zur Traun und dann zur evangelischen Johanneskirche führt, wo zum Abschluss eine ökumenische Andacht gefeiert wird. Gemeinsam mit den Diözesanverbänden des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) veranstaltet die Frauenseelsorge einen „Frauen-Liturgie-Tag“ in Rosenheim-Oberwöhr am Samstag, 19. April, von 9 bis 17 Uhr, unter dem Titel „Einfach die Apostelin feiern“. Eine Wanderung zur Wallfahrtskirche Maria Magdalena in Brannenburg (Landkreis Rosenheim) mit Morgenlob, Andacht und Einkehr beginnt am Dienstag, 19. Mai, um 10 Uhr, am Bahnhof Flintsbach. Zu einer Vorführung des Kinofilms „Maria Magdalena“ aus dem Jahr 2018 mit Rooney Mara und Joaquin Phoenix und einem Gespräch mit der Theologin Hildegard Gosebrink, Leiterin der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Freisinger Bischofskonferenz, lädt die Frauenseelsorge für Freitag, 3. Juli, nach München ein. Treffpunkt ist um 14.15 Uhr die Pforte des Erzbischöflichen Ordinariats (Kapellenstraße 4). Details und Anmeldemöglichkeiten zu diesen und weiteren Veranstaltungen sind unter www.frauenseelsorge-muenchen.de/veranstaltungen online.
Dem Festgottesdienst zu Ehren der Apostelin am Mittwoch, 22. Juli, um 18 Uhr in der Jesuitenkirche St. Michael München (Neuhauserstraße 6) steht Weihbischof Wolfgang Bischof vor. Frauenverbände und die Frauenseelsorge wirken an der feierlichen Bischofsmesse mit. (glx)
Hinweis:
Eine Akkreditierung für den Studientag ist möglich per Mail an peter.ziegler@kath-akademie-bayern.de.