Mühldorf, 14. März 2026. Armin Schalk, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken in der Erzdiözese München und Freising, verbindet mit der Wahl von Bischof Heiner Wilmer SCJ zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) die Hoffnung auf einen synodalen Kulturwandel auf Basis des Abschlussdokuments der Weltbischofssynode in Rom. Mit Blick auf die in den vergangenen Jahren geäußerte Kritik einzelner Bischöfe am deutschen Synodalen Weg betonte Schalk in der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats am Samstag, 14. März, in Mühldorf am Inn, dass er sich wünsche, dass Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, verstärkt darauf hinwirke, dass die Bischöfe „Gräben zuschütten, Brücken bauen und wieder stärker zusammenfinden“. Zuversichtlich stimme ihn, so Schalk, dass der neue DBK-Vorsitzende dem Orden der Herz-Jesu-Priester angehöre: „Er ist ein Mann, der ein besonderes spirituelles Element mitbringt. Aus diesem Grund habe ich die Hoffnung, dass sich auch die DBK im besten Sinne wieder zusammenrauft.“
In seinem Bericht blickte Schalk auf die Teilnahme des diözesanen Synodalen Gremiums am Treffen der Synodalen Teams im Herbst 2025 in Rom zurück. Von dort habe er den Auftrag von Papst Leo XIV. an die Ortskirchen und damit auch an die deutschen Bischöfe als Inspiration mitgenommen, so Schalk, weiter am Thema Synodalität zu arbeiten: „Papst Leo XIV. hat in seiner Ansprache betont, dass er den Weg der Synodalität in der Weltkirche fortführen möchte. Es war ein Schwerpunkt seiner Rede, dass wir gemeinsam erarbeiten sollen, wie wir in der Weltkirche Synodalität verstehen.“ Schalk verwies auf das Abschlussdokument der noch von Papst Franziskus einberufenen Weltbischofssynode zum Thema „Für eine synodale Kirche“. Daraus zitierte er: „Die Ortskirchen sind aufgerufen, die maßgeblichen Hinweise des Dokuments in ihren jeweiligen Kontexten umzusetzen.“ Der Diözesanratsvorsitzende hob hervor, dass mit dem diözesanen Synodalen Gremium ein Ergebnis der Weltsynode ungesetzt werde.
Schalk erinnerte an die Leitlinien im Abschlussdokument, die unter anderem eine Stärkung der Kultur des Hörens sowie des gemeinsamen Entscheidens beinhalten, die geprägt sei von Partizipation, Transparenz, Rechenschaft und Evaluation. Er kündigte auf Basis eines Votums des diözesanen Synodalen Gremiums an, dass Kardinal Marx im Rahmen einer Diözesanversammlung im Frühjahr 2027, im Anschluss an die Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats, einen Rechenschaftsbericht abgeben werde, in dem er unter anderem seinen Blick auf die aktuellen Herausforderungen im Erzbistum darlegen und seine Ziele für die kommenden zwei Jahre vorstellen werde.
Der Diözesanrat der Katholiken ist das oberste Laiengremium der Erzdiözese. In die Vollversammlung werden Vertreterinnen und Vertreter der Dekanatsräte sowie der katholischen Verbände und Organisationen entsandt. Die rund 140 Delegierten beschäftigten sich in der Frühjahrsvollversammlung unter anderem mit dem Thema Soziale Marktwirtschaft und der Frage, welchen Beitrag Kirche und Laien dafür leisten können. Ein Thesenpapier zum Thema „Soziale Marktwirtschaft im Dienst der Menschenwürde“ wurde nach einer regen Diskussion an den Vorstand des Diözesanrats zur weiteren Konkretisierung und Ausgestaltung weiterverwiesen. Im Rahmen der Versammlung legte neben dem Diözesanratsvorsitzenden auch Kardinal Marx einen Bericht ab. (hor)
Leitung: Dr. Christoph Kappes
Kapellenstraße 4
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