München, 10. April 2026. Kardinal Reinhard Marx wendet sich mit Ostergrüßen an orthodoxe Christinnen und Christen, die dieses Jahr am 12. April, eine Woche nach dem katholischen Termin, das Fest der Auferstehung des Herrn feiern. „Was uns verbindet, ist der Glaube, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Dass nicht die Waffen und der Hass gewinnen, sondern Friede und Liebe“, erklärt der Erzbischof von München und Freising in einem Beitrag für die Rundfunkreihe „Zum Sonntag“, der am Sonntag, 12. April, um 7.25 auf Bayern 2 Radio gesendet wird. „Für die Orthodoxie ist heute der Sonntag aller Sonntage, und in diese Feier stimmen wir gerne mit ein. Denn: Was uns verbindet, ist mehr als das, was uns trennt!“, so Marx.
Zugleich äußert der Kardinal den Wunsch, dass die Kirchen bald eine Einigung für ein gemeinsames Osterdatum finden. Das wäre „in einer Welt, die so viele Konflikte, Spannungen und Kriege erleidet, ein kraftvolles und ermutigendes Zeichen“ und ein „wirksamer Beitrag für Frieden zwischen den Menschen und Nationen, zwischen Religionen und verschiedenen Positionen“. Marx betont, dass nach Franziskus auch Papst Leo XIV. deutlich gemacht habe, für ein gemeinsames Osterdatum aller Christen offen zu sein und gemeinsam mit Patriarch Bartholomäus nach einer Lösung suchen zu wollen. „Denn das große Ziel der Ökumene bleibt die sichtbare Einheit der Christenheit.“ Die orthodoxen Kirchen und die katholische Kirche feiern seit der von Papst Gregor XIII. im 16. Jahrhundert vollzogenen Gregorianischen Kalenderreform das Osterfest meist an unterschiedlichen Tagen.
Auf dem Weg zu diesem Ziel gelte es deshalb, so Kardinal Marx, „die Gemeinsamkeiten weiter zu stärken und mit Leben zu füllen“. Das sei nicht nur ein Dienst an der Christenheit, sondern an der ganzen Menschheitsfamilie. „Ein gemeinsam gefeiertes Osterfest ist inmitten unserer pluralen Welt keine Nebensache! Es sollte endlich eine Einigung möglich sein.“ (fho)
Hinweis:
Der Hörfunkbeitrag wird am Sonntag, 12. April, um 7.25 Uhr von Bayern 2 Radio in der Reihe „Zum Sonntag“ ausgestrahlt und kann zudem unter www.br.de/zum-sonntag gelesen und angehört werden.