Lade Bild...
Berufung: Das ist nicht wie der „Blitz vom Himmel“
Wie fühlt sich Berufung an, gibt es so etwas heute überhaupt noch? Und kann man auch von Berufung sprechen, wenn man nicht Priester, sondern...
Im Weihesakrament werden Diakone, Priester und Bischöfe durch Handauflegung für ihren Dienst in der Kirche bestellt. Wer die Weihe empfängt, stellt sein ganzes Leben in den Dienst Gottes und der Menschen: um die frohe Botschaft zu verkünden, die Gemeinde zu leiten und die Sakramente zu spenden.
Der Geweihte übt nicht einfach nur einen „Job“ oder eine Funktion aus. Er stellt sich so zur Verfügung, dass Jesus durch ihn wirken kann – er leiht ihm sozusagen seine Stimme und Hände. Das gibt den Gläubigen die Sicherheit: Wenn wir Sakramente empfangen, wirkt Christus selbst. Er schenkt uns seine Nähe und sein Heil – unabhängig von der Persönlichkeit des Geweihten.
Die Weihe gliedert sich in drei Stufen mit je eigenen Aufgaben:
• Diakone: Zu ihren Kernaufgaben gehören der Dienst an den Armen und Benachteiligten (Caritas), die Verkündigung und Assistenz in der Liturgie sowie die Spendung der Sakramente der Taufe und der Ehe. Diakone können verheiratet sein. Sie engagieren sich entweder parallel zu einem weltlichen Beruf oder üben ihren Dienst hauptberuflich aus.
• Priester: Die zentrale Aufgabe von Priestern ist die Feier der Eucharistie und der weiteren Sakramente sowie die seelsorgliche Leitung und Begleitung der Gemeinde vor Ort. Priester leben ehelos (zölibatär). Diese Lebensform ist ein Zeichen dafür, dass sie sich ungeteilt für Gott und die Menschen zur Verfügung stellen möchten.
• Bischöfe: Ihnen obliegt die Leitung einer gesamten Diözese (eines Bistums) und sie tragen die besondere Verantwortung für den Zusammenhalt und die Einheit der Kirche. Ebenso wie Priester leben auch Bischöfe zölibatär.
Bei ihrer Weihe versprechen Diakone und Priester dem Bischof ein vertrauensvolles Miteinander (Ehrfurcht und Gehorsam). Dahinter steht ein tiefer Sinn: In der Kirche arbeitet niemand als „Einzelkämpfer“. Dieses Versprechen sichert den Zusammenhalt und garantiert, dass die Seelsorge vor Ort verlässlich bleibt und von der großen Gemeinschaft der Kirche getragen wird.
Der Weg zur Weihe beginnt mit der Suche des Einzelnen und dem Hören des Rufes Gottes. Die Priesterausbildung bietet den Ort für die spirituelle, theologische und menschliche Reifung. Aber auch andere pastorale Berufe (Gemeindereferentin oder Gemeindereferent, Pastoralreferentin oder Pastoralreferent, Religionslehrkraft) oder das Leben im Orden und geistlichen Gemeinschaften sowie der Ordo Virginum (geweihter Lebensstand für Frauen in der Welt) sind Wege, das Leben auf Gott auszurichten.
Weitere Informationen zu Berufung und Weihe finden Sie auf unseren diözesanen Seiten zur Berufungspastoral, der Seite des Münchner Priesterseminars sowie externen Websites zum Thema.
Leitung: Pfarrer Klaus Hofstetter
Kapellenstraße 4
80333 München