Luftaufnahme der Wallfahrtskirche Maria Ponlach in Tittmoning inmitten von grünen Bäumen.
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Der schwingende Grundriss setzt sich im Innenraum fort und der Kirchenraum öffnet sich in einer hohen Kuppel.

Wallfahrtskirche Maria Ponlach bei Tittmoning

Eine reich sprudelnde, wundertätige Fließquelle führte im alten Erzstift Salzburg zu einer wichtigen Wallfahrt. Die ehemalige „Graben-Kapelle“ Maria Brunn befindet sich im Ponlachgraben unweit der fürstbischöflichen Burg. Salzburg als Landesherr mit seinen Baumeistern und Künstlern war prägend für Bau und Ausstattung des kleinen, aber prächtigen Zentralbaus.

Holzkapelle / 1640 Aufstellung eines Marienbildes / 1716-17 Neubau durch Fürsterzbischof Franz Anton Graf von Harrach / ab 1718 Hochaltar / 1751 Seitenaltäre und Ausstattung mit Gemälden und Skulpturen / 1925 Marienembleme in der Kuppel von M. Gottschalk / bis 2017 Gesamtrenovierung

Der schwingende Grundriss setzt sich im Innenraum fort und der helle, in Rosa und Weiß gefasste Kirchenraum öffnet sich in einer hohen Kuppel. Der barocke Choralter birgt das hochverehrte Mariengnadenbild. An der zweigeschossigen Emporenanlage werden die Darstellungen von neun berühmten Marienwallfahrtsorten mit ihren Gründungslegenden präsentiert, in die sich Maria Ponlach einreiht. Unzählige bemalte Tafeln und Votivgaben aus Wachs und Silber zeugen von Gebetserhörungen in diesem Kleinod im Wald mit herrschaftlichem Anspruch.

Die Dreikonchenanlage

Langhaus mit Bänken links und rechts und dem Altar im Chorraum im Hintergrund in der Wallfahrtskirche Maria Ponlach. Links und rechts sind jeweils zwei große Fenster eingesetzt.
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Die kleeblattförmige Anlage knüpft an romanische Traditionen und spätrömische Grabanlagen an.


Fürsterzbischof Franz Anton Graf von Harrach übernahm für die Architektur den Kuppelbau des Drei-Konchen-Chors im Salzburger Dom. Diese kleeblattförmige Anlage knüpft an romanische Traditionen und spätrömische Grabanlagen an. Sie greift Vorbilder in Rom auf wie den Petersdom und die Sixtus-Kapelle der Basilika St. Maria Maggiore und wurde schließlich auch in der Wallfahrtskirche Maria Eck bei Siegsdorf übernommen. Diese Architektur verspricht ein besonderes Raumerlebnis.

Johann Georg Itzlfeldner

Ein Rokoko-Engel hält einen goldenen Stern in seiner Hand.
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Ausdrucksstarke Engel flankieren an den Altären die Gemälde des Salzburger Hofmalers Jacopo Zanusi.


Der wenig bekannte Tittmoninger Rokoko-Bildhauer Johann Georg Itzlfeldner (1704/6-1790) hat im gesamten Umkreis beiderseits der Salzach seine spannungsreichen Werke hinterlassen. In der Ponlacher Kirche personifizieren die Skulpturen des hl. Franz von Assisi und des hl. Antonius von Padua die Namenspatrone von Fürstbischof Franz Anton Graf von Harrach. Ausdrucksstarke Engel flankieren an den Altären die Gemälde des Salzburger Hofmalers Jacopo Zanusi. Ihre bildhauerische Qualität rückt Itzlfeldner in die Nähe der großen Rokokobildhauer Straub, Jorhan und Günther.

In einem gemauerten Oval läuft aus einer Steinmauer Wasser in ein Rundgefäß.
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Am Abhang zum Ponlachbach befinden sich Auslässe in gemauerten Grotten.

Die Quelle

Maria Ponlach ist von Quellwasser umgeben. Es sprudelt hier nicht nur aus zwei in Tuffstein und rotem Marmor gefassten Fließquellen in der Kirchenanlage, auch ein gefasster Bachlauf führt hier vorbei. Am Abhang zum Ponlachbach befinden sich mehrere Auslässe in gemauerten Grotten, die durch Heiligenfiguren als gesegnete Orte gekennzeichnet sind. Diese Quellen bieten mit ihrem nährstoffarmen, kühlen Wasser nicht nur einzigartige Lebensräume für viele Arten der Pflanzen- und Tierwelt, sondern auch für Menschen, die hier Ruhe suchen und Kraft schöpfen.

Anfahrt im Auto oder zu Fuß von der Stadt aus, nächster Bahnhof Wiesmühl; barrierefreier Zugang.

Pfarrverband Tittmoning

Papst-Benedikt XVI.-Weg 1

84529 Tittmoning

08683 263