Wir suchen heute stille Orte in der Natur auf, weil wir entspannen und der Hektik des Alltags entfliehen wollen. In der Ausgewogenheit der Natur, in den Gerüchen und Stimmungen, die Wälder und Wiesen verströmen, finden wir Ruhe.
Auch vor Jahrhunderten suchten Eremiten, also religiös motivierte Menschen, abgelegene Orte auf, um in Einsamkeit und Askese zu leben. Sie folgten damit Jesus, der 40 Tage in der Wüste fastete und den Versuchungen des Teufels standhielt. Bei diesen Orten gründeten sie oft Kapellen oder Kirchen, um einen Heiligen besonders zu verehren. Nicht selten führten diese Gründungen zu regen Wallfahrten, weil Gläubige mit Nöten und Bitten dort Zuflucht suchten und fanden.
Ab der frühen Neuzeit sind dies oft Marienorte, da sich die Menschen auch heute noch Maria als Mensch und Mutter Christi besonders gerne anvertrauen. Und auch heute sind manch abgelegene Wallfahrtsorte bewohnt, die meist Geistlichen dort kümmern sich um die Gnadenorte und die Gläubigen – und sind in der Stille sicher näher bei Gott.
Leitung: Dr. Anja Schmidt
Kapellenstraße 4
80333 München