11.236 Jungen und Mädchen besuchen derzeit eine der 25 Schulen in Trägerschaft der Erzdiözese München und Freising. Für das laufende Schuljahr 2025/26 ist die Zahl der Anmeldungen im Durchschnitt um zehn Prozent gestiegen, mancherorts gibt es sogar Wartelisten. „Unsere Erzbischöflichen Schulen sind sehr beliebt, die Nachfrage ist seit Jahren hoch“, berichtet die Leiterin des Ressorts Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat, Sandra Krump. Es sind oft die Kinder und Jugendlichen selbst, die sich bewusst für „ihre“ Schule entscheiden und dafür teilweise sogar einen längeren Schulweg in Kauf nehmen.
„Zu uns kommen sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte aufgrund ihrer freien Entscheidung. Weil sie genau hierher wollen. Und das sind für eine Schule natürlich wunderbare Voraussetzungen“, so Krump. Die Schülerinnen und Schüler verbringen viele Jahre hier, in einer durchaus prägenden Phase ihres Lebens. Damit erreichen die Schulen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch ihre Familien und ein breites gesellschaftliches Umfeld.
Auch viele Lehrkräfte entscheiden sich gezielt für eine kirchliche Schule – mitunter sogar dann, wenn ihnen andernorts eine Beamtenstelle offensteht. Denn sie erleben die Schulen nicht nur als Arbeitsplatz, sondern als Ort, an dem gutes Unterrichten und ein tragfähiges Miteinander möglich sind.
Doch was genau macht die Erzbischöflichen Schulen für so viele Familien attraktiv? Eltern und Kinder schätzen die besondere Atmosphäre der Schulen, die durch gemeinsame Werte, gegenseitigen Respekt und ein gutes Miteinander geprägt ist. Sie entscheiden sich nicht nur für ein modernes Gebäude oder eine praktische Lage, sondern für ein Gesamtpaket: Erziehung zu einem christlich geprägten Leben und sozialem Engagement, ein religiöses Schulleben und ein Bildungsverständnis, das den ganzen Menschen in den Blick nimmt.
Damit dieses Profil nicht zufällig entsteht, sondern verlässlich weiterentwickelt wird, braucht es einen gemeinsamen Rahmen. „Unsere Erzbischöflichen Schulen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung des kirchlichen Auftrags", so Generalvikar Christoph Klingan. Deshalb hat sich die Erzdiözese im Jahr 2015 in einer Grundsatzentscheidung bewusst dazu bekannt, die Schulen in ihrer Trägerschaft zu stärken und langfristig fortzuführen. Ziel war es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie diese wichtige Aufgabe auch gut erfüllen können.
Diese Entscheidung bedeutet nicht nur Investitionen in Gebäude und Standorte, sondern setzt vor allem inhaltlich Maßstäbe. „Denn wer sich zu Schulen bekennt, muss klären, wofür sie stehen und wie sie ihren Auftrag konkret umsetzen sollen“, unterstreicht der Generalvikar. Handlungsfelder sind unter anderem religiöse Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, soziales Engagement und die Bewahrung der Schöpfung. Wie diese Schwerpunkte konkret ausgestaltet werden, ist von Schule zu Schule unterschiedlich: Nicht von der Stange, sondern nach Maß und mit Raum für eine standortbezogene Umsetzung.
Den aktuellen Erfolg der Erzbischöflichen Schulen versteht die Erzdiözese als Auftrag, weiter zu denken. Neben laufenden Bauprojekten und der Weiterentwicklung religiöser Bildung geht es in den kommenden Jahren auch darum, die Freiheiten eines nichtstaatlichen Schulträgers noch stärker zu nutzen. Also etwa zu fragen, wo die Schulen ihre pädagogischen Konzepte weiter entwickeln können und welche Abläufe sich vereinfachen lassen. Und sich immer wieder neu zu überlegen, wie noch mehr Raum entstehen kann für das, worum es im Kern geht: gute Bildung und persönliche, christlich geprägte Begleitung Kinder und Jugendlicher. Die Ausgangslage dafür ist gut: Die Erzbischöflichen Schulen sind gefragt, sie haben ein starkes Profil – und sie werden von Menschen getragen, die sich mit Überzeugung engagieren. (em/uq)