Ein heller Kirchenraum mit hellem Steinboden und braunen Bänken in Viererreihen. Im Hintergrund ist eine Empore und ein Buntglasfenster zu sehen. Die Kirchentür zwischen zwei kleinen Buntglasfenstern ist geöffnet.
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Hell und freundlich präsentiert sich der sanierte und umgebaute Kirchenraum von St. Thomas Morus mit der denkmalgeschützten Buntglasfläche.

Dieser Pfarrsaal ist ein Novum für die Erzdiözese

Fünf Jahre lang ist umgebaut und saniert worden, nun ist es so weit: Kardinal Reinhard Marx eröffnet die Kirche St. Thomas Morus in München-Sendling mit einem feierlichen Festgottesdienst.

2021 war der Starschuss für die umfangreichen Bauarbeiten auf dem Gelände von St. Thomas Morus in München-Sendling gefallen. Diesen Monat konnten sie beendet werden – ein Grund zum Feiern für die Gemeinde. Eine große Besonderheit ist nach dem Umbau der in den Kirchenraum integrierte Pfarrsaal. Er fand auf der erweiterten Empore seinen Platz – ein Novum für die Erzdiözese. Die Gemeinde kann den Pfarrsaal nun als Mehrzweckraum inklusive Teeküche für Veranstaltungen nutzen.

Daneben wurden das Dach, die Fassade, die Haustechnik und die denkmalgeschützte Buntglasfläche an der Vorderseite der Kirche saniert. Eine Isolierverglasung mit Stahlkonstruktion trennt den neuen Pfarrsaal akustisch und klimatisch vom Kirchenraum ab. Um die Einbauten statisch zu ermöglichen, waren eine neue Bodenplatte und zwei zusätzliche Stützen aus Stahlbeton erforderlich. Die Fassade und das Dach des weithin sichtbaren Kirchturms sind ebenfalls saniert worden.

Fokus auf Nachhaltigkeit: Mit Solaranlage und Kaltwasserbrunnen

Die Erneuerung des Kirchengebäudes ist nur ein Teil der Arbeiten auf dem Gelände des Pfarrzentrums gewesen. Der seit 2010 gesperrte Kindergarten wurde abgerissen und direkt neben dem Pfarrheim, das seinen Platz als Anbau an der Ostseite der Kirche gefunden hat, neu aufgebaut. Dabei legte man Wert auf Nachhaltigkeit: Unter anderem befindet sich auf dem Pfarrheim eine Photovoltaikanlage, die städtische Fernwärme beheizt das Pfarrzentrum und ein eigener Kaltwasserbrunnen kühlt die Kirche. Auf den entstandenen Freiflächen soll perspektivisch Wohnraum entstehen.

Kardinal Reinhard Marx eröffnet St. Morus mit Festgottesdienst

Die Gesamtkosten aller Maßnahmen ohne den Kindergartenbau belaufen sich auf voraussichtlich 17,9 Millionen Euro. Finanziert wurde das Projekt durch Kirchensteuermittel über das Erzbischöfliche Ordinariat und die Kirchenstiftung St. Thomas Morus anteilig. Die Maßnahme wurde durch die engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen der Pfarrei sowie intensiv durch das Ressort Bauwesen und Kunst verantwortlich begleitet und betreut. Um für Anwohnende und Gemeindemitglieder größtmögliche Transparenz zu schaffen, fanden regelmäßig Informations- und Besichtigungstreffen auf dem Gelände statt.

Der abgeschlossene Umbau wird gebührend gefeiert: Kardinal Reinhard Marx eröffnet die Kirche am Sonntag, den 15. März 2026 mit einem Festgottesdienst. Im Anschluss lädt die Kirchenstiftung St. Thomas Morus zu einer Eröffnungsfeier mit Empfang und Besichtigung.