Kardinal Reinhard Marx steht mit seinem Hirtenstab mit rotem Scheitelkäppchen und violetter Soutane vor zwei violetten Kerzen. Im Hintergrund stehen Frauen und ein Mann eines Chores mit Gesangbüchern in den Händen.
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Kardinal Marx: „Rettung und Heil sind nicht durch Gewalt, sondern durch Vertrauen und Gespräch möglich.“
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Kardinal Marx: „Krieg sät Hass auf Generationen in die Zukunft hinein“

Kardinal Reinhard Marx warnt mit eindringlichen Worten vor den Auswirkungen von Krieg und Gewalt. Bei seiner Predigt am dritten Fastensonntag in der Pfarrkirche St. Johann Baptist in München-Haidhausen erklärte der Erzbischof: „Das Elend des Menschen, die ganze Kette der Gewalt, des Krieges, des Hasses, der Sünde beginnen mit Lüge und Misstrauen.“

Das „Elend des Menschen“ beginne mit Misstrauen und Lüge, zum Beispiel also auch mit Verschwörungstheorien, so der Kardinal in seiner Predigt in dem vom BR-Fernsehen übertragenen Gottesdienst am dritten Fastensonntag. „Und dann wird auf einmal der Krieg ein scheinbar normales Mittel der Politik. Krieg hebt die Moral nicht, sondern zerstört sie. Einen Krieg zu beginnen, ist das größte Unglück überhaupt."

Das Volk Gottes ist aufgerufen, Zeichen der Hoffnung zu setzen

„Wir leben in einer Welt, die nicht heil ist“, sagte Marx in der Pfarrkirche St. Johann Baptist in München-Haidhausen, „aber wir leben in der Hoffnung. Wir wissen, dass wir etwas tun können.“ Der Kardinal ist überzeugt: „Wir müssen uns nicht den Mächten der Lüge, der Unwahrhaftigkeit und der Gewalt unterwerfen.“ Es gelte, nicht zu resignieren. Das Volk Gottes sei aufgerufen, inmitten der gerade heute wieder von Lüge, Unwahrheit und Gewalt geprägten Welt, Zeichen der Hoffnung zu setzen: Es sei möglich, Frieden zu schaffen, Brücken zu bauen und Gräben zuzuschütten.

„Es ist möglich, zueinander zu kommen, ohne dass der eine den anderen beherrscht und unterwirft“, sagte Kardinal Marx, der anhand des Evangeliums von der Begegnung zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen darlegte, dass Rettung und Heil nicht durch Gewalt, sondern durch Vertrauen und Gespräch möglich sind. (glx)