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Warum nehmen wir am Palmsonntag Zweige mit in die Kirche? Und wo sind die Palmen?
Die Karwoche beginnt mit Jubel, „Hosianna“-Rufen und den berühmten Palmbuschen. Doch warum heißen sie eigentlich so, haben sie wirklich etwa...
Ostern und die Auferstehung Jesu zu feiern, ist für uns ganz selbstverständlich. Schließlich ist Ostern das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Doch was, wenn alles anders gekommen wäre? Wenn Jesus nicht verraten worden, nicht gestorben oder nicht auferstanden wäre? In dieser „Kinderleicht erklärt“-Folge begeben wir uns auf eine Gedankenreise.
Was bedeutet es eigentlich für uns und unser Leben, dass wir Ostern feiern dürfen? Oder anders gefragt: Was wäre alles ohne Ostern? Wir überlegen heute, ob alles auch anders hätte kommen können und laden Sie ein, mit Ihren Kindern ins Gespräch zu kommen.
Lade Bild...Osterlob aus der Osternachtliturgie„Dies ist die Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg. O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet!“
Jesus reitet auf einem Esel durch das Stadttor in Jerusalem. Daran erinnern wir uns am Palmsonntag. Die Menschen empfangen ihn mit Jubel. Sie rufen, legen ihm ihre Kleidung zu Füßen und schwenken Palmzweige. Viele Hoffnungen ruhen auf ihm: Mach mich gesund, erlöse das Volk, zeig uns, wie das geht mit dem Glauben an Gott. Wenn Hoffnungen nicht erfüllt werden, entsteht Enttäuschung. Und so ist bereits an diesem Tag zu hören: „Kreuzige ihn.“
Was aber wäre, wenn es beim Jubel geblieben wäre? Was wäre, wenn Jesus all die Hoffnungen und Sehnsüchte der Menschen erfüllt hätte? Würden wir uns an Jesus erinnern wollen, wenn er nur das sagt, was wir hören wollen? Was wäre, wenn Jesus nicht verraten worden wäre?
Jesus isst gemeinsam mit seinen Jüngern. Er wäscht ihnen die Füße. Er teilt Brot und Wein. Daran erinnern wir uns am Gründonnerstag. Auch Judas ist unter den Jüngern. Er hofft so sehr auf einen „Messias“, der die Herrschaft der Römer beendet und den Menschen ihr Land zurückgibt. Judas ist zutiefst enttäuscht, als er merkt, dass er und Jesus andere Vorstellungen vom Reich Gottes haben. Er nimmt das gebotene Geld und verrät Jesus und alles, wofür er steht.
Was aber wäre, wenn Jesus einen Aufstand angezettelt und die Römer vertrieben hätte? Wie würde das Leben heute in Israel aussehen? Wäre Jesus nicht mehr als ein Aufrührer?
Jesus geht seinen letzten Weg – durch Jerusalem auf die Anhöhe „Golgotha“. Menschen begleiten ihn. Sie sorgen sich um ihn. Am Ende ist er allein. Er ruft zu seinem Vater. Am Ende stirbt er am Kreuz. Daran denken wir am Karfreitag.
Was aber wäre, wenn Gott Jesu Bitten erhört hätte und Jesus weitergelebt hätte? Vielleicht hätte Jesus noch viele Jahre gepredigt, Menschen geheilt und wäre weiterhin durch das Land gezogen. Würden wir uns heute an einen Wanderprediger erinnern, der vor über 2.000 Jahren in Palästina gelebt hätte?
Verschiedene Menschen suchen nach Jesu Tod seine Nähe. Sie kommen an sein Grab. Sie finden es leer. Gottes Botschaft an Ostern ist eindeutig: Der Tod ist nicht das Ende. Jesus lebt.
Was aber, wenn dies nun das Ende gewesen wäre? Würden wir den Menschen Jesus heute noch kennen?
Hier enden die Gedankenspiele.
Denn Jesus ist auferstanden. Gott selbst ist es, der seinem Sohn und auch uns allen sagt: Hier endet es nicht. Hier ist noch nicht Schluss. Ich schenke neues Leben bei mir. Das ist seine frohe Botschaft an uns. Und das ist es, was wir nach über 2.000 Jahren immer noch feiern!
Wir feiern, dass Jesus sich treu geblieben ist. Wir feiern, dass Gott den Weg mitgeht bis zum Ende und darüber hinaus. Wir feiern Ostern. Und wir feiern die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist – das können wir ganze 50 Tage lang tun.
Sieben Wochen lang hören wir von heilsamen Begegnungen und Worten, die Leben prägen: Die Emmaus-Jünger sind mit Jesus auf dem Weg, hören ihm zu und teilen Brot miteinander. Thomas sieht Jesus und „begreift“, was da in Jerusalem passiert ist. Jesus sagt uns zu: Vertraut mir, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
So wächst dieses kleinen Pflänzchen Hoffnung weiter, heute, morgen und die ganze Osterzeit hindurch.