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Was ein gutes Gebet ausmacht? Es ist voller Leben!
Warum beten wir eigentlich, wo Gott doch ohnehin alles von uns weiß? Das erklärt Michael Wagner, Fachreferent für Liturgie im Erzbischöflich...
Das Wort „Firmung“ (lat. firmare) bedeutet „stärken“ und „festigen“. In der Firmung schenkt der Heilige Geist Menschen den „Rückenwind“, das eigene Leben verantwortungsvoll zu gestalten – in der Zeit des Erwachsenwerdens und darüber hinaus. Es ist ein bewusstes und freiwilliges „Ja“ zum Glauben.
Im Übergang zum Erwachsenwerden treffen junge Menschen zunehmend eigene Entscheidungen und suchen nach ihrer Identität. Welcher Weg ist der richtige? Wer bin ich wirklich? Auf dieser spannenden Suche sind junge Menschen nicht allein: Gott möchte Ihnen beistehen und sie stärken. Genau diese stärkende Angebot drückt sich im Sakrament der Firmung aus.
Die Firmung wird im Erzbistum München und Freising meist im Alter von 13 oder 14 Jahren gefeiert. Der Bischof (oder sein Vertreter) legt die Hand auf den Kopf des Firmlings, zeichnet mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn und spricht:
„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“
Dieses Siegel drückt aus: Du gehörst unverlierbar zu Gott. Egal was passiert, er nimmt sein „Ja“ zu dir niemals zurück.
Die Vorbereitung hilft jungen Menschen, über ihren Glauben und ihr Leben nachzudenken. Erfahrene Begleiterinnen und Begleiter gehen gemeinsam mit den Jugendlichen den Weg, hören zu und nehmen ihre Fragen, Hoffnungen und Zweifel ernst. Die Anmeldung erfolgt in der Regel über das Pfarrbüro.
Es ist eine gute Tradition, einen Firmpaten zu haben. Dieser legt während der Firmung die rechte Hand auf die Schulter des Firmlings – als Zeichen der Begleitung und Unterstützung in Lebens- und Glaubensfragen. Der Pate oder die Patin muss katholisch, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sein.
Aber: Findet sich niemand, der diese kirchenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, ist das kein Hindernis: Die Firmung ist auch ohne Paten möglich.
Alternativ kann eine andere Vertrauensperson den Firmling begleiten und bei der Firmung die Hand auf die Schulter legen. Diese Person wird nicht offiziell in die Urkunde eingetragen, kann jedoch als Stütze in Glaubens- und Lebensfragen den Firmling begleiten.
Weitere Informationen finden Sie hier: Das Sakrament der Firmung - katholisch.de.
Vom Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche bis zu Tipps zur Gestaltung des Firmtages findet sich in der Broschüre kompakt zusammengefasst viel Wissenswertes.
Leitung: Dr. Christopher Slotta
Schrammerstraße 3
80333 München