München, 8. Juli 2026. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, hat Stipendiatinnen und Stipendiaten des Instituts für Anthropologie (Institute of Anthropology: Interdisciplinary Studies on Human Dignity and Care, IADC) der Päpstlichen Universität Gregoriana empfangen, das weltweit Fachkräfte für die Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern und schutzbedürftigen Erwachsenen ausbildet und zu diesen Themen forscht. Das Treffen, an dem auch der Direktor des Instituts, Pater Hans Zollner SJ, und der Head of Research and Development des IADC, Peter Beer, teilnahmen, fand am Mittwoch, 8. Juli, im Bischofshaus in München statt. Zuvor feierte der Erzbischof mit seinen Gästen eine Heilige Messe in der Hauskapelle.
„Der Schutz derer, die besonders verletzlich sind, gehört zu den zentralen Aufgaben der Kirche", sagte Kardinal Marx anlässlich der Begegnung. „Das IADC leistet dafür einen unverzichtbaren Beitrag: Es bildet Menschen aus, die in ihren Heimatländern Verantwortung übernehmen und dort Prävention und Aufarbeitung voranbringen. Dass Studierende aus allen Teilen der Welt dieses Wissen in ihre Ortskirchen tragen, stärkt die Bekämpfung von Missbrauch im Bereich der Kirche insgesamt.“
Das IADC ging aus dem Centre for Child Protection (CCP) hervor, das 2012 von der Gregoriana in Rom gemeinsam mit der Erzdiözese München und Freising und der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der Universitätsklinik Ulm gegründet wurde. Stipendien ermöglichen Studierenden, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, ein Studium am IADC. Die Studierenden kommen aus Ländern der ganzen Welt, unter ihnen sind Ordensleute, Priester und Laien. Das Institut bietet ein Diplom und ein Lizenziat in Safeguarding sowie ein Doktorat in Anthropologie an. Nach ihrem Abschluss setzen die Absolventinnen und Absolventen Schutzmaßnahmen in ihren Herkunfts- und Einsatzländern um und schulen dort Mitarbeitende in Prävention und Intervention. (hs)