Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Hohenpeißenberg auf Hügel mit umliegenden Gebäuden und weiter Landschaft.
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Die exponierte Lage des Hohen Peißenbergs richtete den Blick nicht nur geistlich, sondern auch wissenschaftlich in den Himmel.

Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Hohenpeißenberg

Auf einem den Alpen weit vorgelagerten, knapp 1.000 Meter hohen Bergrücken erhebt sich das malerische Ensemble von Wallfahrtskirche, Gnadenkapelle und Chorherrenhaus. Seit dem frühen 17. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 waren Ort und Wallfahrt untrennbar mit dem Augustiner-Chorherren-Stift Rottenbuch verbunden.

1514 Kapellenbau / 1604 Wallfahrt an Stift Rottenbuch / 1616-19 Neubau der Wallfahrtskirche / 1717-19 neue Altarausstattung / 1747-48 Neugestaltung Gnadenkapelle durch Schmuzer und Matthäus Günther / 2006-12 Gesamtrestaurierung der Gnadenkapelle

Der rege Zulauf machte bald eine größere Wallfahrtskirche notwendig, die am Vorabend des Dreißigjährigen Kriegs in modernsten, frühbarocken Formen errichtet und ausgestattet wurde. Stuckierung und Altarausstattung sind das Werk Weilheimer Künstler, die in enger Beziehung mit der Münchener Hofkunst Herzog Maximilians I. standen (Krumpper, Steinle, Greither). Mitte des 18. Jahrhunderts erfuhr die Gnadenkapelle eine neuerliche Aktualisierung im Stil des frühen Rokoko. Die exponierte Lage des Hohen Peißenbergs richtete den Blick nicht nur geistlich, sondern auch wissenschaftlich in den Himmel. 1781 entstand die älteste und bis heute bestehende Bergwetterstation der Welt und einer der ersten Blitzableiter Bayerns.

Innenraum der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Hohenpeißenberg mit Altären, einem runden Deckenfresko und Holzbänken.
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Kranke und Hilfesuchende scharen sich um die Signatur des Künstlers.

Gnadenkapelle

Die spätgotische Marienfigur am Hauptaltar stammt aus dem Schloß zu Schongau und wurde 1514 der neu errichteten Kapelle gestiftet. Das Langhausfresko von Matthäus Günther widmet sich der vielfältigen Verehrung dieses Gnadenbilds. An prominenter Stelle über dem Chorbogen steht Kurfürst Maximilian I., der hoheitsvoll den Rottenbucher Kanonikern die Inkorporierungsurkunde überreicht. Berührend zeigt sich die gegenüber liegende Seite mit den Kranken und Hilfesuchenden, die sich um die Signatur des Künstlers scharen.

Votivtafeln und gerahmte Bilder an Kirchenwand neben Kerze und vergoldeter Verzierung.
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Verehrung seit über 500 Jahren: die gnadenreiche Muttergottes.

Votivtafeln

Die gnadenreiche Muttergottes vom Hohen Peißenberg erfreut sich seit über 500 Jahren großer Beliebtheit und Verehrung. Gerade in den wiederholten Kriegs- und Pestnöten der Barockzeit wurde sie von Stadt wie Land um Hilfe und Schutz angerufen. In der Gnadenkapelle haben sich neben diversen Votivgaben auch zwei großformatige Tafelbilder von 1703 und 1737 erhalten, die von der segensreichen Mittlerschaft Marias, unterstützt von den Rottenbucher Chorherrn, künden.

Innenraum der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Hohenpeißenberg mit Holzbänken, Empore mit Orgel und Kanzel an der Wand.
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Ein seltenes Zeugnis der meisterhaften Kunstschreinerei, gefertigt aus verschiedenen Hölzern.

Kanzel und Emporen

Aus der Erbauungszeit der Kirche haben sich neben den Seitenaltarbildern von Elias Greither nur die Kanzel und die Emporen erhalten. Ein zugehöriger Verbindungsgang ist später entfernt worden. Sie sind ein seltenes Zeugnis der meisterhaften Kunstschreinerei am Münchner Hof Herzog Maximilian I. In spätmanieristischer Weise verbinden sich Architekturmotive wie Giebel, Voluten, Pilaster und Säulen mit vielfältigen Intarsien (Text, Arabesken, Schachbrettmustern), gefertigt aus unterschiedlichen Hölzern.

Anfahrt mit Auto.

Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg

Pfarrweg 1

86971 Peiting

08861 930910