Außenansicht der Kuratiekirche St. Christophorus mit Zwiebelturm und roten Dächern, umgeben von Feldern und Bäumen.
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Im Inneren von St. Christophorus erlebt man 500 Jahre Wallfahrtsgeschichte.

Kuratiekirche St. Christophorus

Zwischen Albaching und Ebersberg liegt an einem Hang das kleine Dorf St. Christoph, das seinen Namen vom hier verehrten Heiligen hat, der bereits im Mittelalter zu einer regionalen Wallfahrt führte.

1315 Erwähnung als Filiale von Albaching / Um 1390 spätgotischer Bau / Hl. Christophorus Schutzpatron der herrschenden Haager Grafen / Um 1670 barockes Langhaus und Altarausstattung / Innenrestaurierung 1966 / Seit 1932 jährliche Pferde- und Traktorenweihe

Die Grafen von Haag sorgten für einen spätgotischen Bau, weil die romanische Kirche zu klein geworden war. Zahlreiche Wallfahrer machten sich auch in den folgenden Jahrhunderten auf zum hl. Christophorus, und der Andrang führte wohl zur barocken Erweiterung. Über den Friedhof betritt man die Kirche von Süden und erlebt im Inneren 500 Jahre Wallfahrtsgeschichte. Der Wandpfeilerraum mit seiner imposanten Westempore lenkt durch seine Schlichtheit die Aufmerksamkeit auf die Ausstattung. Spätgotische Skulpturen einer älteren Ausstattung stehen auf Konsolen an den Wänden, die barocken Altäre im Chor und an den Seiten bestechen durch ihre Kunstfertigkeit und dazwischen schildern die Votivtafeln die Leiden der Menschen, die einst kamen und auch heute noch kommen.

Innenansicht der Kuratiekirche St. Christoph mit Altären, Kronleuchtern, hohen Fenstern und Holzbänken.
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Der Anblick des Kirchenpatrons soll vor einem jähen Tod schützen.

Die Altäre

Beim Betreten der Kirche fällt der Blick sofort auf die überaus prachtvollen Barockaltäre, deren Säulenretabel in den 1670er Jahren von Haager Künstlern geschaffen wurden. Als zentrale Figur am Hochaltar erscheint der Kirchenpatron, dessen Anblick vor einem jähen Tod schützen soll. Er trägt das Jesuskind auf der Schulter, das er gerade über den Fluss bringt und dabei seine schwere Last spürt. Die hl. Stephanus und Laurentius begleiten ihn bei dieser schweren Aufgabe und die Heiliggeisttaube darüber sendet ihre Gnade herab.

Legendentafeln der Kuratiekirche St. Christoph mit mehreren Bildfeldern mit Szenen aus dem Leben des heiligen Christophorus.
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Laut Inschrift wurden die Legendentafeln 1677 erschaffen.

Legendentafeln

Überaus lebendig und anschaulich sind die Tafeln gestaltet, die an der Südwand aus der Legende zum Leben des hl. Christophorus erzählen. Laut Inschrift wurden sie 1677 für die Wallfahrtsstätte geschaffen. Mittig ist der Heilige als Christusträger zu sehen, wovon sich sein Name Christophorus ableitet. Obwohl er kraftvoll und groß gewesen sein soll, habe ihn das Christkind, das die gesamte Last der Menschheit trug, beinahe in die Knie gezwungen. An den Seiten schildern die Bilder und Texte sein Leben und Sterben.

Votivtafel aus der Kirche Sankt Christoph mit gemalter Figur, Tieren, knienden Personen und Inschrift am unteren Rand.
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Die Votivtafel zeigt den heiligen Christophorus als Patron der Lastenträger und somit der arbeitenden Tiere.

Votivtafel von 1767

An der Nordwand des Langhauses hängen verschiedene Votivtafeln, die an die Wundertätigkeit des hl. Christophorus an diesem Ort erinnern und die von verschiedenen Personen gestiftet wurden. Aus dem Jahre 1767 hat sich eine Tafel direkt unter der Kanzel erhalten, die den Heiligen mit dem Christuskind auf einer Konsole zeigt. Die Votanten, also die Erbetenden, vertrauen ihr Vieh Christophorus an – ein Zeugnis dafür, das der Heilige in seiner Eigenschaft als Christusträger auch Patron der Lastenträger und somit der arbeitenden Tiere war.

Kuratie St. Christoph-St. Christophorus

St. Christoph 1

85643 Steinhöring

08094 9050330