Holzfigur des Heiligen Korbinian mit Bischofsmütze, Stab und Bär in voll besetzter Kirche.
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Der Bär ist Attribut des Heiligen Korbinian – die Geschichte dahinter fesselt auch Kinder bis heute.

Heiliger Korbinian: Warum ein Bär bis heute an ihn erinnert

Vor mehr als 1.300 Jahren begegnet Korbinian auf dem Weg durch unser Erzbistum einem Bären – und reagiert ganz ungewöhnlich. Die Geschichte dieses Heiligen hat alles, was ein gutes Abenteuer braucht, und wird auch dieses Jahr wieder beim Korbiniansfest in Freising lebendig werden.

Stellen wir uns einmal vor, wir sind unterwegs, plötzlich raschelt es im Gebüsch – und vor uns steht ein riesiger Bär. Genau das soll vor mehr als 1.300 Jahren passiert sein, als der Heilige Korbinian auf dem Weg nach Rom war. Er war der erste Bischof von Freising und ist bis heute der Schutzpatron unserer Diözese. 

Warum wollte er zum Papst? Und wieso ist seine Verbindung zu dem Bären in die Geschichte eingegangen? In dieser Folge unserer Reihe „Kinderleicht erklärt“ können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind mehr über das Leben des Heiligen Korbinian und der Begegnung mit dem Bären erfahren.

Warum heißen viele Kinder in Bayern Korbinian?

Der Name „Korbinian“ ist in unserer Gegend bekannt und beliebt. Das liegt daran, dass ein Mann namens Korbinian schon vor mehr als 1.300 Jahren hier gelebt und gewirkt hat. Er ist der Schutzpatron des Erzbistums München und Freising. Wer Korbinian heißt, trägt ein kleines Stück bayerischer Kirchengeschichte mit sich.

Wer war der Heilige Korbinian?

Der heilige Korbinian wird, so vermutet man heute, im Jahr 680 in Arpajon geboren. Das liegt im heutigen Frankreich. Schon als junger Mann interessiert sich Korbinian sehr für Gott. Er wird Priester. Später weiht ihn der Papst in Rom sogar zum Bischof. Korbinian ist freundlich, hilfsbereit und hat ein offenes Ohr für andere Menschen. Deshalb kommen immer mehr Menschen zu ihm.

Warum reist Korbinian zum Papst?

Darstellung des Heiligen Korbinians als Bischof und mit einem Bär. Das Bild sieht gemalt aus.
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„Er kannte keine Furcht." Diese Eigenschaft Korbinians stellt Kardinal Reinhard Marx als zentral nicht nur beim Zähmen des Bären heraus.

Viele Menschen wollen Korbinian kennenlernen. Sie wollen ihm von ihren Sorgen erzählen und ihn um Rat fragen. Doch mit der Zeit wird Korbinian das zu viel. Er hat kaum noch Ruhe. Dabei braucht Korbinian die Stille ganz besonders. In der Ruhe kann er nachdenken, beten und Gottes Nähe spüren. Er merkt: Die Aufgaben als Bischof werden zu viel. Er sehnt sich nach seinem ruhigen Leben. Also macht er sich auf den Weg nach Rom. Er will den Papst bitten, ihn von seinen Aufgaben zu befreien.

Hat Korbinian wirklich einen Bären getroffen?

Als Korbinian und sein Begleiter abends Rast machen, raschelt es im Gebüsch. Ein Bär richtet sich auf, fletscht die Zähne, hebt seine Tatzen und stürzt sich mit lautem Gebrüll auf eines der Pferde, die das Gepäck der beiden Reisenden tragen.

Bevor der Bär noch mehr Schaden anrichten kann, tritt Korbinian vor den Bären. Er flüstert ihm etwas ins Ohr. Langsam lässt sich der Bär auf seine vier Pfoten sinken. Korbinian und sein Begleiter gehen auf den Bären zu und satteln ihn. Er trägt nun die Lasten der Männer und zieht mit ihnen gemeinsam weiter.

Als die drei in Rom ankommen, hält Korbinian an und schenkt dem Bären seine Freiheit zurück. Und was wird aus Korbinians Plan, ein Leben allein und in Stille zu führen? Der Papst in Rom kann ihn umstimmen. Lange Jahre ist er Bischof in Freising.

Jugendkorbinian auf den Altarstufen 2024.jpg
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Auf den Stufen zum Altar gleich beim Schrein des Heiligen Korbinian im Freisinger Dom drängen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendkorbinian.

Feiern wir den heiligen Korbinian immer noch in unserem Bistum?

Am Sonntag, 20. September 2026, dreht sich in Freising alles um den Heiligen Korbinian und seinen berühmten Bären. Bei der Familien-Korbinianswallfahrt gibt es für Kinder, Eltern und Familien viel zu entdecken: spannende Geschichten, kreative Workshops und besondere Orte rund um den Freisinger Dom.

Ab 12:30 Uhr laden Workshops im Diözesanmuseum (DIMU) und im Stadtmuseum dazu ein, Korbinian auf besondere Weise kennenzulernen. Der Dom kann eigenständig bei einer Actionbound-Führung erkundet werden. Bibelerzähler und -erzählerinnen lassen die Legende noch einmal lebendig werden. Auch eine Turmführung in St. Georg ist möglich.

Um 16:00 Uhr endet der gemeinsame Nachmittag mit einer ökumenischen Kindersegnung im Dom mit Kardinal Reinhard Marx und Regionalbischof Prieto Peral.

Mit Korbinian „bärenstark durch's Leben“?

Korbinian hat Freising in sein Herz geschlossen. Für viele Menschen ist die Kirche, der Berg über Freising auch heute noch so ein Ort. Sie kommen hierher, um sich unter den Segen Gottes zu stellen. Ihnen wünsche ich eben solche Kraft-Orte, um bärenstark durch's Leben zu gehen.

Weitere Informationen gibt es hier.