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www.advent-in-muenchen.de
Begleiter für die Advents- und Weihnachtszeit in München
30. November 2018 bis 6. Januar 2019

Grußwort

Weihbischof_Stolberg-158Presse

Liebe Leserinnen und Leser,

„Es geschah aber in jenen Tagen ...“ Mit diesen Worten beginnt im Lukasevangelium die Weihnachtserzählung, die vielleicht bekannteste der biblischen Geschichten. Von Maria, Josef und dem Christkind im Stall haben bei uns in Europa vermutlich die meisten schon etwas gehört. Ist diese Szene doch vielfach in Liedern, Bildern und natürlich in unzähligen Weihnachtskrippen festgehalten worden. Jede und jeder von uns hat wohlsein ganz eigenes Bild vor Augen, wenn wir an die Geschehnisse damals in Bethlehem denken.

So war es im vergangenen Jahr auch bei 89 Schülerinnen und Schülern der Städtischen Berufsfachschulen sowie der Meisterschulen für die Gewerke Holz, Stein, Goldschmiede sowie Kirchenmaler/Vergolder in München. Sie haben sich an einem vom Diözesanmuseum Freising ausgelobten Wettbewerb beteiligt und kreative zeitgenössische Krippen-Darstellungen geschaffen.


Damals durfte ich als Jurymitglied bei der Auswahl der Preisträger des Wettbewerbs mitwirken. In einer Ausstellung waren dann alle 89 Werke zu sehen, den Katalog kann man jetzt noch im Internet durchblättern unter www.dimu-freising.de. Werfen Sie einen Blick darauf, es lohnt sich! Sechs der Krippen stellen wir Ihnen auch im diesjährigen „Begleiter für die Advents- und Weihnachtszeit“ in München vor, die Künstlerinnen und Künstler selbst erläutern ihre Werke mit Texten.


Ich habe in den Darstellungen viel Überraschendes, manchmal auch zunächst Irritierendes, Ungewohntes, Bedenkenswertes und Erhellendes gefunden. Es berührt mich, wie diese jungen Menschen die Menschwerdung Christi für sich interpretieren, in ihrer jeweiligen künstlerischen Sprache, im Lichte unserer heutigen Gesellschaft.Die Geschichte von Weihnachten, die wunderbare Zusage, dass Gott uns seinen Sohn schickt, um uns zu erlösen, lebt davon, dass sie seit mehr als 2.000 Jahren immer und immer wieder neu erzählt wird, dass wir sie stetig neu in Worte und Bilder fassen, sie neu auf uns und unsere Lebenswirklichkeit beziehen.


Lassen also auch Sie sich von den Krippen-Darstellungen anregen, Ihr eigenes Bild von Weihnachten zu erweitern. Das, was damals geschehen ist, ist so groß, dass die Geschichte niemals zu Ende erzählt ist. Auch die Gottesdienste, Besinnungs-, Bildungs- und Kulturangebote, die Sie in diesem Heft finden, geben wertvolle Impulse dazu. Denn die Geschichte des Gottessohnes, der in unsere Welt kommt, ist es wert, immer wieder neu erzählt zu werden, auch nach mehr als 2.000 Jahren.


Ihnen allen eine überraschende Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr
Rupert Graf zu Stolberg
Weihbischof