Eine junge Frau mit blauem Schal, blaßblauer Strickjacke und blauem Pullover lächelt in die Kamera.
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Die neu gewählte Pfarrgemeinderätin Veronica Maidl ist stolz darauf, sich am „schlagenden Herz einer Pfarrei“ einbringen zu dürfen.
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„Das schlagende Herz einer Pfarrei“ - was neue PGR-Mitglieder motiviert

„Der Pfarrgemeinderat darf ohnehin nur über die Würstl-Bestellmenge für das Pfarrfest entscheiden, dafür interessiert sich doch heute niemand mehr.“ Wer das glaubt, sollte sich von den 6.000 Frauen und Männern, die für die Pfarrgemeinderatswahl am 1. März in der Erzdiözese kandidiert haben, vom Gegenteil überzeugen lassen – und von drei frisch gewählten Pfarrgemeinderatsmitgliedern, die erzählen, warum sie sich engagieren.

Gleich bei ihrem ersten Anlauf ist Veronica Maidl am 1. März in den Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Leonhard in München gewählt worden. „So etwas wie das schlagende Herz einer Pfarrei“ ist das Gremium nach Ansicht der 46-jährigen Senior Product Managerin in der Verlagsbranche. Als „großes Privileg“ empfindet sie es, dort konkrete Impulse setzen zu dürfen. „Menschen Räume der Begegnung zu eröffnen und ihnen zu zeigen, dass Kirche auch heute ein Ort sein kann, an dem man sich aufgehoben fühlt“, das hat sie sich für ihr neues Ehrenamt vorgenommen.

Sie ist eine von 5.000 Frauen und Männern, die in der Erzdiözese aktuell ein Mandat für den Pfarrgemeinderat erhalten haben, kandidiert hatten rund 6.000 Personen. Eine echte Wahl hatten damit die Katholikinnen und Katholiken ab 14 Jahren und haben fleißig von ihrem Recht Gebrauch gemacht: Um fast fünf Prozentpunkte ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Pfarrgemeinderatswahl 2022 gestiegen.

Der Pfarrgemeinderat, die demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes auf Pfarreiebene, steht in der Erzdiözese somit auf einer breiten Basis und ist gleichzeitig Fundament für das katholische Leben. Denn vieles, was eine Pfarrei lebendig macht – von der Mitgestaltung pastoraler Schwerpunkte über gesellige Veranstaltungen bis zu karitativen Initiativen – wird von Menschen getragen, die sich ehrenamtlich in dem Gremium engagieren.

Strahlkraft auch über den Kirchturm hinaus

Rund ein Drittel der Gewählten ist nach der aktuellen Wahl erstmals dabei, darunter auch viele junge Menschen wie Vincent Reed. Der 18-Jährige macht eine Ausbildung zum Zimmerer und ist Ministrant in seiner Pfarrei St. Kastulus in Moosburg. Sein Ziel für die erste Amtszeit: Die Pfarrei für junge Menschen und Familien noch attraktiver zu machen.

Ein junger Mann mit Schirmmütze steht vor einer Kirchentür.
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Vincent Reed möchte seine Pfarrei für junge Menschen und Familien noch attraktiver machen.

Elisabeth Krenn aus der Pfarrei St. Nikolaus in Marktschellenberg hingegen hat schon viel Erfahrung im Pfarrgemeinderat. Die 49-jährige Hebamme engagiert sich dort seit mehr als drei Jahrzehnten – seit 2018 auch als Vorsitzende. „Die Mitgestaltung des Lebens in der Pfarrei motiviert mich immer wieder aufs Neue“, freut sie sich über ihre Wiederwahl. Mit Spannung blickt sie der Zukunft entgegen. Besonders wichtig ist ihr der Austausch über den Kirchturm hinaus mit den Vereinen und Bürgern im Ort.

Wie Veronica Maidl, Vincent Reed und Elisabeth Krenn zeigen alle in den Pfarrgemeinderat Gewählten, dass sie Verantwortung für ihre Pfarrei übernehmen wollen. Denn, so das Motto der Pfarrgemeinderatswahl: „Gemeinsam gestalten – gefällt mir!“

Die Wahlergebnisse in der Erzdiözese München und Freising sowie die bayernweiten Zahlen finden Sie auf den Seiten von Deine Pfarrgemeinde und des Landeskomitees der Katholiken.   (kbr)